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Fußball: Westfalenliga

„Top fünf sind nicht vermessen“: Hiltrups Sammerl vor dem Westfalia-Spiel

Münster

Am Sonntag steht das Westfalenliga-Derby zwischen dem TuS Hiltrup und Westfalia Kinderhaus an. Für Julian Sammerl ist es auch ein Wiedersehen mit dem Ex-Club. In Münsters Norden blieb er nur eine Saison, im Süden fühlt sich der 27-Jährige pudelwohl.

Julian Sammerl (r.) ist beim TuS Hiltrup unverzichtbar geworden und in der Viererkette links oder innen gesetzt. Foto: Wilfried Hiegemann

An den vergangen beiden Wochenenden sammelten der TuS Hiltrup und Westfalia Kinderhaus mit sechs oder zumindest vier Punkten neues Selbstvertrauen. Passend zum Derby am Osttor am Sonntag. Für Julian Sammerl ist es auch ein Wiedersehen mit dem Ex-Club. In Münsters Norden blieb er nur eine Saison, im Süden fühlt sich der 27-Jährige, der gebürtig aus Olfen kommt und angehender Lehrer (Referendariat in Gronau) ist, pudelwohl.

Was führte Sie 2021 von Kinderhaus nach Hiltrup?

Sammerl: Bei Westfalia war es eine coole Zeit, auch wenn die Kontakte weniger geworden sind. Wir hatten damals unterschiedliche Vorstellungen, was Perspektiven, meine Rolle in der Mannschaft und die allgemeine Zukunftsausrichtung betraf. Beim TuS gefällt’s mir jetzt noch besser.

Wie stufen Sie sich im Teamgefüge jetzt ein?

Sammerl: Ich bin einer der Älteren, habe viel gesehen und erlebt, bin im Mannschaftsrat und ab und an auch Vize-Kapitän. Ich nehme gern die Jungen an die Hand, halte mich aber auch raus, wenn ich keine Ahnung von Dingen habe.

War die Erleichterung nach den 5:0- und 5:3-Siegen gegen Emsdetten und Nottuln groß beim TuS?

Sammerl: Ja, die waren furchtbar notwendig. Wobei wir nicht so viel anders gemacht haben als sonst. Das Spiel gegen Emsdetten lief fast so wie das 0:0 gegen Deuten. Nur dass wir effizienter waren und jetzt das spielerische Selbstverständnis besitzen. Es fehlte anfangs auch etwas Glück, zudem verbessern sich die Abläufe langsam.

Sie waren in der Preußen-Jugend offensiver Außenbahnspieler, kommen jetzt aber sogar meist als Innenverteidiger zum Zug.

Sammerl: Ich bin in meiner Karriere immer weiter nach hinten gerückt, als nächstes müsste das Tor dran sein. Nein, richtig festmachen kann ich es nicht. Beim SCP gab es mangels Alternativen die Umpositionierung zum Linksverteidiger. Das habe ich ganz anständig gemacht und mich schnell dran gewöhnt. Kommandos geben und aufräumen geht von hinten eh besser.

Wie schätzen Sie die Westfalenliga dieses Jahr ein?

Sammerl: Sie ist noch ausgeglichener. Aber Erkenschwick, wo ich von 2014 bis 2016 selbst gespielt habe, hat einen unglaublichen Lauf. Die alte Connection aus Haltern mit Coach Magnus Niemöller ist wieder zusammen. Da steckt enorm viel Qualität drin, das ist sicher der Top-Kandidat, der das Niveau lange halten kann.

Und wo landen Kinderhaus und Hiltrup?

Sammerl: Ich hoffe, dass wir da die Nase vorn haben. Im letzten Drittel der Saison wird uns die Kaderbreite helfen. Dazu gehört, dass wir weniger Verletzungspech haben. Mein persönlicher Anspruch sind die Top fünf, das ist nicht vermessen.

Und am Sonntag?

Sammerl: Derbys haben andere Gesetze. Vor zwei Spieltagen dachten alle, beide schießen keine Tore. Das ist jetzt anders. Ich hoffe natürlich: Sieg für Blau.

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