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Fußball: Westfalenliga

Angstgegner Mesum erwischt die Westfalia erneut böse

Münster

Westfalia Kinderhaus und der SV Mesum? Das passt irgendwie nicht zueinander. Nach dem 1:4 in der Vorsaison kassierte das Team von Coach Holger Möllers erneut eine klare Pleite – und haderte mit dem Spiel im letzten Drittel.

Der Kinderhauser Airton Pereira de Brito Junior (rechts) zieht nicht voll durch, der Mesumer Luca Schweder kann den Ball spielen. Foto: Wilfried Hiegemann Foto: Wilfried Hiegemann

Böse erwischt von einem ziemlich abgezockten Gast wurde im zweiten Westfalenliga-Saisonspiel die Westfalia aus Kinderhaus, die sich das viel zu klare 0:3 (0:1) gegen den SV Mesum wohl noch in Ruhe erklären muss im internen Kreis. Im Februar endete dieses Duell an Ort und Stelle mit 1:4. Mesum liegt diesen Münsteranern nicht.

„Powerplay“ nannte Westfalia-Trainer Holger Möllers die Darbietung nach der Pause und meinte damit das phasenweise doch einseitige Spiel, das die Seinen nun dominierten gegen einen nurmehr auf Sattelfestigkeit gepolten Gast. Der startete insgesamt gefälliger und gefährlicher in die Partie, legte ein Tor vor und später gegen den Trend mit frischen Kräften noch zwei Buden nach. „Das Manko dieses Spiel ist das Resultat“, sagte Möllers. „Wir bespielen den Gegner doch. Aber wir setzen im letzten Drittel nicht um, was wir bis dahin erarbeiten.“

„Immer wieder aufbauen und anrennen“

Mit dem zweikampfstarken und auch technisch fähigen Airton startete Kinderhaus eifrig gegen die physisch starken Mesumer, deren Klassekeeper und Kapitän Nils Wiedenhöft (31) wieder große Ruhe ausstrahlte. Groß eingreifen musste er nicht.

Westfalia-Spitze Luis Haverland rackerte drauflos, war in der Box aber zu oft allein gefragt. Mesum schaltete auch gedanklich schnell um und suchte Zentralstürmer Elias Strotmann, der nach Anspielen gerne klug ablegte. Erst ein langer Ball, den Kinderhaus durchrutschen ließ, räumte Tobias Göttlich viel Platz ein, den er direkt zum Tor nutzte (23.). Nach starker Passfolge kam auch Yannick Willers zum Abschluss.

Das konnte nicht so bleiben, sagten sich die Gastgeber. Und drückten ab Minute 46 aufs Tempo, schraubten die Konzentration und die Frequenz der Attacken gegen den Ball hoch. Felix Ritter und Haverland kreierten eine Szene, Montasar Hammami zog entschlossen ab. Neue und offensivere Außenverteidiger kamen, Florian Graberg prüfte Wiedenhöft. „Uns fehlt es noch an der Konsequenz, die Szenen richtig auszuspielen“, sagte Möllers. „Wir müssen immer und immer wieder aufbauen und anrennen.“ Das kostet auch Kraft.

Biermann macht den Deckel drauf

Mesums Christian Biermann versetzte trickreich links an der Torauslinie Jendrik Witt, machte ein paar Meter nach innen und jagte den Ball unter die Latte zum 2:0 (77.). Das kam allemal überraschend. Verhängnisvoll blieb sein Kollege Andreas Heckmann, der Abwehrchef, im Rasen hängen und verdrehte sich das linke Knie (80.). Physiotherapeut Wiedenhöft musste den Schmerzgeplagten vom Feld tragen.

Die Szene steckte Mesum weg: Nach Ballverlust des defensiv guten Malte Wesberg konterte der SV mit drei Spielern gegen einen – Nick Rensing konnte gegen die Überzahl nichts ausrichten. Omar Guetat spielte den 3:0-Torschützen Marvin Egbers sauber an (90.).

Kinderhaus: Siegemeyer – Wietzorek (63. J. Witt), Rensing, Wesberg, Schürmann (63. Graberg) – Ritter, Airton (86. Schöneberg) – Kottenstede (40. F. Witt), Wassey, Hammami (73. Lautenbach) – Haverland

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