1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. Muenster
  6. >
  7. Gievenbecks Geschäftsführer Grädler: „Wir gehen da auf Nummer sicher“

  8. >

Fußball: Westfalenliga

Gievenbecks Geschäftsführer Grädler: „Wir gehen da auf Nummer sicher“

Münster

Wer am Sonntag beim Westfalenligisten 1. FC Gievenbeck den zweiten Saisonsieg bejubeln will, der sollte seinen Impfnachweis nicht vergessen oder den Nachweis seine Coronagenesung oder wahlweise einen aktuellen Negativ-Test. Ansonsten steht der Mann vom Ordnungsdienst so unüberwindbar im Weg wie auf dem Platz die Abwehrreihe des FCG – kein Durchkommen.

Von Ansgar Griebel

Check und rein: Der 1. FC Gievenbeck fragt den 3-G-Nachweis ab – aus Überzeugung, wie Geschäftsführer Stefan Grädler bestätigt. Foto: mago/Foto2

Es gibt Momente, da läuft eigentlich alles irgendwie normal. Tagsüber shoppen, abends Essen gehen und sonntags ins Stadion – fast wie früher. Aber was ist eigentlich normal? Mit Maske, ohne Maske, mit LucaApp oder ohne, mit 3-G-Nachweis oder locker durchmarschiert. Praktiziert werden auf den Fußballplätzen in Münster derzeit sämtliche Varianten. Die aktuelle Coronaschutzverordnung lässt da derzeit viel Raum zur freien Gestaltung, die Stadt Münster fordert keine verschärften Maßnahmen und auch der Fußballkreis schreibt keine eigenen Regeln vor. Und dennoch nimmt es der 1. FC Gievenbeck etwas genauer als das Gros der anderen Vereine. Am Gievenbecker Weg kommt nur ins Stadion, wer seinen 3-G-Nachweis erbringen kann. Geschäftsführer Stefan Grädler erklärt, warum.

Der 1. FC Gievenbeck ist da strenger, als es die Verordnungen fordern. Warum?

Grädler: Na ja, erst mal ist es im Moment ja nie ganz einfach, die gültigen Vorschriften zu finden und zu interpretieren. Wir gehen da einfach auf Nummer sicher. Auch, weil wir uns unserer Verantwortung in dieser Zeit bewusst sind.

Eine Maßnahme, die aber kein Selbstläufer ist ...

Grädler: Nein, ist sie nicht. Das ist definitiv zeit- und kostenaufwendig. Zum Saisonauftakt gegen Erkenschwick hatten wir zwei externe Ordnungskräfte engagiert, jetzt gegen Tengern sollte einer reichen. Aber den braucht es schon.

Kommunizieren Sie dieses Verfahren im Verein und auch in Richtung des Gastvereins?

Grädler: Nein. Ganz ehrlich, wer jetzt damit nicht rechnet, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Zudem gibt es ja immer noch reichlich Testmöglichkeiten – und dann kommt man auch rein.

Aber die Nachbarvereine sehen es nicht so eng ...

Grädler: Ja, das ist mir auch aufgefallen. Aber das steht ja auch in eigener Entscheidung. Ich will das gar nicht werten. Ich persönlich wäre sogar für eine 2-G-Regelung, weil ich einfach kein Verständnis dafür habe, sich nicht impfen zu lassen. Das würde helfen, dass wir dann wirklich irgendwann wieder „ganz normal“ auf den Platz können.

Gibt es neben der Eingangskontrolle weitere Maßnehmen?

Grädler: Grundsätzlich haben wir die 3-G-Hinweise auch in den Kabinen hängen. Ob wir allerdings weiterhin mit der LucaApp und mit der Registrierung arbeiten, müssen wir mal abwarten. Auch das ist ja nicht zwingend vorgeschrieben und gerade viele unserer älteren Vereinsmitglieder sind ohne Mobiltelefon am Platz.

Mussten Sie denn beim ersten Spiel schon jemanden wieder nach Hause schicken?

Grädler: Nicht, dass ich wüsste. Unsere Besucher sind da sehr vernünftig.

Die Karnevalsvereine sind schon beim 2-G-Modell, in den Schulen wird künftig drei- statt zweimal wöchentlich getestet. Wird das Gievenbecker Modell bald Standard?

Grädler: Das kann man in dieser Zeit überhaupt nicht vorhersagen. Wir schauen einfach, wie sich alles in den kommenden Wochen entwickelt.

Startseite