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Fußball: Bezirksliga

„Wollten Impuls setzen“: Gelmers neuer Sportchef Vukotic im Interview

Münster

Erst seit diesem Sommer sitzt Alexander ­Vukotic bei GW Gelmer in der Kompetenzgruppe Fußball. Der Unternehmer hält sich aus der Aufstellung raus, wie er sagt. Doch nach dem Trainerwechsel hat er in der Sportlichen Leitung mehr Verantwortung übernommen.

Alexander Vukotic übernimmt beim Bezirksligisten GW Gelmer künftig mehr Verantwortung. Foto: GWG

Erst seit diesem Sommer sitzt Alexander ­Vukotic bei GW Gelmer in der Kompetenzgruppe Fußball. Der Unternehmer, der seit zwölf Jahren im Stadtteil lebt und auch als Sponsor auftritt, hält sich aus der Aufstellung raus, wie er sagt. Doch nach dem Trainerwechsel (Simo Sroub für Emre Kücükosman) hat er in der Sportlichen Leitung, die der künftige Coach bisher inne hatte, mehr Verantwortung übernommen.

War die Trennung von Kücükosman alternativlos?

Vukotic: Die Tabellenlage ist der Grund, warum wir reagiert haben. Auch in der Bezirksliga greifen Automatismen. Wir wollten einen Impuls setzen und der Mannschaft ein Zeichen geben.

Und die Spielabsage in Riesenbeck am Sonntag?

Vukotic: Das ist alles in allem unglücklich gelaufen, da haben die Mechanismen im Verein nicht funktioniert.

Ist es denkbar, dass Kücükosman als Spieler bleibt?

Vukotic: Das haben wir angesprochen. Er denkt drüber nach. Er ist ein guter Typ und ein guter Fußballer.

Was sprach für die Lösung mit Sroub?

Vukotic: Wir wollen verhindern, dass die Lücke zum rettenden Ufer noch größer wird. Simo war an der Kaderbildung elementar beteiligt, kennt die Strukturen in Gelmer, spielt hier bei den Alten Herren. Er ist der richtige Mann, macht es aber nur bis zum Saisonende.

Sonntag geht es gegen den Tabellenführer SV Ibbenbüren. War das wirklich der passende Zeitpunkt für einen Trainerwechsel?

Vukotic: Wir wollten Emre nicht noch in dieses Spiel reinlaufen lassen und dann womöglich weitere Gründe finden. Das wäre mir ehrlich gesagt zu blöde. Aber klar, für Simo wird es gleich zum Auftakt richtig schwer.

Wie groß sind die Chancen auf den Klassenerhalt denn überhaupt noch?

Vukotic: Die sind gut. Wir sind zwar Vorletzter, hätten aber zum Beispiel gegen Borussia Münster, einen Meisterschaftsfavoriten, gewinnen können. Das 0:8 gegen Münster 08 nehme ich mal raus, alle anderen Spiele aber waren knapp. Wir brauchen vielleicht auch den Glücksfaktor, dann steigt die Motivation schnell an. Aufgeben werden wir nicht.

Gibt es Verstärkungen?

Vukotic: Im Winter wollen wir welche holen. Zumal mit Yannick Lause, Steffen Hemesath und Markus Schürmann Leistungsträger verletzt sind. Vielleicht schauen wir auch in der Zweiten. Mit deren Coach Joseph Eyong habe ich früher eine Jugend-Mannschaft trainiert. Zumindest für die Trainingsbeteiligung lassen sich bestimmt Spieler aktivieren.

Der Standortnachteil vor der Stadt zeigt sich auch darin, dass GWG weder A- noch B-Jugend hat.

Vukotic: Richtig, da haben wir natürlich nicht das Potenzial von Nullacht, Borussia oder Greven 09. Uns fehlt auch der finanzielle Background. Unser Weg für die Zukunft muss darin liegen, dass wir offen für A-Jugendliche sind, die es in ihren Vereinen nicht in die erste Mannschaft schaffen. Die können dann, wie andere auch, bei uns erst mal hoffentlich Bezirksliga spielen. Das gilt für Trainer genauso. Siehe Gerrit Göcking. Wir halten niemanden auf. Als Verein ist das unsere Nische, mit der wir strukturelle Nachteile abfedern können.

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