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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

WWU Baskets mit voller Konzentration gegen den Vorletzten

Münster

Die Tabelle, die Tendenz, der Heimvorteil, die Stimmung: Es spricht Vieles für den vierten Sieg der WWU Baskets in Serie. Das Problem: Erst müssen 40 Minuten gespielt werden. Baskets-Trainer Philipp Kappenstein und seine Jungs werden die Iserlohn Kangaroos sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen.

Henner Henning

Fortsetzung des Höhenflugs? Die WWU Baskets um Alex Goolsby wollen gegen die Iserlohn Kangaroos ihren vierten Erfolg in Serie einfahren. Foto: fotoideen.com

Die WWU Baskets Münster haben sich in den vergangenen Wochen im dicht gedrängten Feld der 2. Bundesliga Pro B Luft verschafft und haben nach drei Siegen in Serie den Anschluss an das Top-Trio gefunden. Zurücklehnen aber ist nicht angesagt beim Vizemeister, zu eng liegen die drittplatzierten und mit Münster punktgleichen BSW Sixers (20 Zähler) und der Tabellenachte SC Rist Wedel (18) beieinander. Das Hauen und Stechen um die Playoff-Plätze ist im vollen Gang – und die Baskets wollen am Sonntag (17 Uhr) gegen die Iserlohn Kangaroos ihre Serie ausbauen.

Fehlstart in Oldenburg längst vergessen

Die Niederlage zum Jahresbeginn in Oldenburg ist längst vergessen, die Erfolgserlebnisse gegen die TKS 49ers und die ART Giants Düsseldorf sowie ganz besonders der wichtige Sieg zwischendrin bei den Sixers haben die Brust der Baskets breiter werden lassen. Die Abstimmung zwischen den Aufbauspielern Jasper Günther und José Medina und den Männern auf den Flügeln und am Brett passt immer besser, das ganze System wirkt gefestigter. „Wir sind auf einem aufsteigenden Ast, auch wenn wir noch Luft nach oben haben. Die Kontinuität der vergangenen Wochen hat uns richtig gutgetan“, sagt Kappenstein, der neben der weiter sattelfesten und besten Defensive der Liga auch Fortschritte rund um den gegnerischen Korb sieht. „Offensiv fängt es an, klick zu machen. Es funktioniert immer mehr. Wir wollen weiter Schwung entfachen und die Playoffs vorzeitig dicht machen. Das wäre super wichtig, denn unser Restprogramm ist noch hart“, erklärt der 40 Jahre alte Coach.

Philipp Kappenstein

Ganz andere Sorgen haben dagegen die Kangaroos aus dem Sauerland. Mit nur fünf Siegen ist das vor der Spielzeit als Mitfavorit gehandelte Team Vorletzter – und damit mitten im Abstiegskampf. „Jetzt geht es nur noch darum, wie wir diese Saison irgendwie retten können“, gibt Kapitän Joshua Dahmen die Devise aus. Doch weder die Situation noch die zuletzt drei Niederlagen in Serie oder Münsters hoher Hinspielerfolg (89:57) lassen Kappenstein unachtsam werden. „Uns ist klar, dass Iserlohn mit dem Rücken zur Wand steht, Wiedergutmachung fürs Hinspiel will und jeden Sieg bitter nötig hat, um nach Jahren der Spitzenstellung in der Liga jetzt den Abstieg zu vermeiden. Wir müssen aufpassen“, sagt der Trainer mit Blick auf den zuletzt angeschlagenen Kangaroos-Topscorer Elijah Allen (15,6 Punkte im Schnitt), Chris Frazier (13,1) oder Routinier Jozo Brkic (12,6). „Iserlohn wird kämpfen und alles reinschmeißen, wir müssen uns auf 40 Minuten harten Widerstand einstellen. Aber die Kangaroos haben Druck, und den müssen wir sie spüren lassen“, sagt Kappenstein.

Dabei kann der Trainer weiter auf eine breite Bank und eine große Rotation setzen, alle Spieler sind für das NRW-Duell mit dem altbekannten Weggefährten fit. Dazu meldete sich auch der seit September verletzte Nico Funk im Training zurück, ein Comeback des Eigengewächses scheint nicht mehr weit entfernt.

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