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Basketball: Playoff-Viertelfinals Pro B

WWU Baskets Münster: Problem gesehen, Problem behoben

Münster

Gar nicht so einfach: Weil sich Fuß-, Volley- und Basketballer auf dem Areal am münsterischen Berg Fidel nicht aus dem weg gehen können, müssen die WWU Baskets Münster um einen Termin für das mögliche dritte Playoff-Spiel gegen Bayern München II improvisieren. 

Henner Henning

Sollte es zu einem dritten Spiel kommen, sehen sich Malcolm Delpeche (l.) und Münchens Jacob Knauf am 7. April am Berg Fidel wieder. Zuvor aber steht das zweite Duell am Samstag in München an – und da kann Münster schon alles klarmachen. Foto: Jürgen Peperhowe

Drittliga-Fußballer, Erst- und Drittliga-Volleyballerinnen sowie die Pro-B-Basketballer eint eines – sie alle haben ihre sportliche Heimat am Berg Fidel und tummeln sich im Schatten des Weißen Riesen. Die Termine für die Heimspiele unter einen Hut zu bekommen, kann da mitunter schon zu einem Puzzle werden und für Schwierigkeiten sorgen.

Zu einem kurzfristigen Problem wurde die Ansetzung eines möglichen dritten Playoff-Viertelfinals der WWU Baskets Münster gegen den FC Bayern München II, das ursprünglich am 6. April um 19.30 Uhr stattfinden sollte. Dumm nur, dass um 19 Uhr bereits die Volleyballerinnen des USC Münster II gegen den VC Allbau Essen spielen – und zwar verbindlich, da der letzte Drittliga-Spieltag zeitgleich ausgetragen werden muss. Das Gute und Beruhigende: Eine Lösung für diese Interessenkollision wurde schnell wie einvernehmlich gefunden – auch weil ­Science City Jena als Dritter im Bunde mitgespielt hat.

Gesprächsbereite Thüringer

Am Dienstag glühten die Drähte zwischen Münster, München und Köln heiß. Ein Ersatztermin musste für den Fall her, dass die Baskets nach dem 77:65-Erfolg in Spiel eins nun am Samstag bei den Bayern unterliegen und es zu einem Showdown um den Halbfinaleinzug kommt. „Ich habe gefühlt stündlich mit beiden Seiten telefoniert“, sagt Henrik Fronda, Manager Sport/Spielleitung der 2. Liga Pro B in Köln. In Betracht kamen als Termine, da am Freitag um 19 Uhr die Kicker des SC Preußen den SV Meppen erwarten und am Samstag eben der USC II die Halle belegt, nur der Donnerstag und der Sonntag, der den Bayern nicht behagte.

Grund: Die U 19, in der Kilian Binapfl, Matej Rudan und Bruno Vrcic wie auch in der Pro-B-Mannschaft tragende Rollen einnehmen, sollte an diesem Tag in Jena ihr zweites Playoff-Spiel in der NBBL absolvieren. Nur gut, dass sich die Thüringer gesprächsbereit zeigten und einer Verlegung der NBBL-Partie auf Freitag zustimmten – und so Münster und München den Weg freimachten für den Sonntag (16 Uhr), den die Baskets von Beginn an favorisierten.

Freikarten als Dankeschön

„Dass Münster bereit war, den Donnerstag in Erwägung zu ziehen, zeigt, dass das Sportliche immer im Vordergrund stand“, lobt Fronda die Bemühungen von Baskets-Manager Helge Stuckenholz, der vorsorglich beim USC sowie beim VC Olympia Münster angeklopft und um die Hallenzeit am Donnerstagabend gebeten hatte. Die Unabhängigen sowie der VCO – betroffen sind vier Teams – verlegten ihr Training oder sagten es ab, die Baskets kommen so nun noch in den Genuss einer weiteren Trainings­einheit am Berg Fidel.

Im Gegenzug spendiert Stuckenholz für die zwei betroffenen Männer-Mannschaften des USC Freikarten. „Ich denke, dass wir eine gute Lösung gefunden haben. Wir hätten gerne um 18 Uhr gespielt, kommen aber den Bayern entgegen, die mit ihren jungen Spielern früher die Heimreise antreten können“, sagt Stuckenholz.

Für Klarheit ist gesorgt – und sportlich können die Baskets am Samstag mit dem zweiten Sieg ebenfalls ein Statement geben und ein drittes Spiel verhindern. Dann herrscht am 7. April ohnehin Ruhe im Schatten des Weißen Riesen.

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