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Basketball: 1. Regionalliga West

WWU Baskets schlagen im Spitzenspiel Grevenbroich

Münster

Spitzenspiel, 850 Zuschauer, volle Hütte am Horstmarer Landweg. Es war mächtig was los auf und neben dem Court, den die WWU Baskets im Top-Duell mit der bis Samstag ungeschlagenen BSG Grevenbroich rockten – und in einem Krimi mit 92:87 gewannen.

Henner Henning

Münsters Trainer Philipp Kappenstein kann zufrieden sein: Sein Team mischt weiter im Titelkampf mit.   Foto: Jürgen Peperhowe

In einem Spitzenspiel voller Geschichten haben die WWU Baskets Münster eine Woche nach der Niederlage bei den Hertener Löwen eine eindrucksvolle Antwort gegeben und die BSG Grevenbroich mit dem bis zur letzten Sekunde offenen 92:87 (46:44) erstmals in dieser Saison als Verlierer vom Feld geschickt. „Das war ein unglaublicher Kampf. Der Sieg gibt uns eine Menge Selbstvertrauen, denn der Druck war da“, sagte Baskets-Trainer Philipp Kappenstein.

In dem Duell zweier Top-Mannschaften schrieb Bryce Leavitt einen Teil der Story. Der in dieser Woche nachverpflichtete US-Aufbauspieler fügte sich von Beginn an gut ein, zeigte sich mannschaftsdienlich und zielstrebig – auch wenn er sich bis zur siebten Minute mit den ersten Punkten zum 25:14 Zeit ließ. Am Ende waren es satte 23 Zähler, dazu 14 Rebounds und elf Assists. Ein Triple-Double zum Einstand, ein Traumdebüt.

„Ich bin froh, dass ich wieder auf dem Court stehe und happy, in Münster zu sein. Das war ein super Start für mich“, sagte Leavitt, der im ersten Viertel mit seinem Zug zum Korb Freiraum für seine Mitspieler kreierte. Und diesen nutzte gerade in der Anfangsphase Jan König, der maßgeblichen Anteil am starken ersten Baskets-Viertel hatte. Zwölf seiner 29 Zähler, darunter drei Dreier, fügte der Kapitän bis zum 21:12 ein. Nach den ersten zehn Minuten lag der Gastgeber vor 850 Zuschauern in der stimmungsvollen Unihalle mit 33:19 vorne – und damit auf Kurs.

3:23 Minuten Schaffenspause

Doch den verließen die Baskets im zweiten Viertel, die Achterbahnfahrt der Gefühle wurde langsam aber sicher rasant. Die Schaffenspause der Baskets dauerte satte 3:23 Minuten, erst Leo Padberg mit einem Freiwurf punktete für Münster wieder. Da war die BSG angetrieben von Farid Sadek und dem letztjährigen Baskets-Playmaker Gerrell Martin (beide 22 Punkte) schon auf sieben Zähler an die Hausherren herangerückt (26:33).

Und so richtig den Turnaround packte die Kappenstein-Truppe nicht, die zwischenzeitlich nach einem Martin-Dreier sogar mit 39:40 zurücklag. Jan König mit vier Zählern am Stück sowie Leavitt aus der Distanz sorgten für die knappe Pausenführung. „Wir haben im zweiten Viertel zu viel Tempo herausgenommen, dazu hat der Gegner schwierige Würfe getroffen“, sagte Leavitt.

Krimi bis Spielende

Der Neuzugang übernahm auch nach dem Seitenwechsel eine tragende Rolle in dem Thriller. Denn es blieb bis in die finale Phase eine enge Partie. Immer wenn Münster sich abzusetzen schien (53:46, 63:57, 79:72), hatte Grevenbroich die passende Antwort. So wurde es dramatisch. 24 Sekunden vor Schluss verkürzte Martin per Dreier auf 87:88, ehe sich Sadek ein unsportliches Foul an Leavitt leistete. Der verwandelte beide Freiwürfe, doch es war mitnichten die Entscheidung.

Sechs Sekunden später hielt Alex Goolsby den Ball beim Einwurf zu lange in der Hand, die BSG aber traf ebenso wenig wie der gefoulte Leavitt im folgenden Angriff von der Linie.

Grevenbroich hatte acht Sekunden vor dem Ende die Chance zum Ausgleich. Doch Münsters Amerikaner klaute Martin den Ball und versenkte diesen mit der Schlusssirene unter tosendem Jubel zum Endstand. „Das war ein spektakuläres Ding. Wir hatten zwischendurch eine schwächere Phase, haben es dann aber gut gemacht“, so Kappenstein.

Baskets-Punkte: J. König (29), Leavitt (23), Wess (13), Hänig, Massing (je 6), A. König (5), Goolsby (4), Padberg, Kosel (je 3).

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