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Bezirksliga: Gelmer weiter Schlusslicht / Borussia nicht mehr vorne

Zeit, dass sich was dreht am Aasee

Münster

GW Gelmer übernimmt am Aasee die Rote Laterne und Borussia Münster muss in Burgsteinfurt die Gastgeber vorbeiziehen lassen. Viel Bewegung auf den Plätzen und in der Bezirksliga-Tabelle.

Von Helena Wilmer

Degla Aholou mit einer spektakulären Ehrenrunde nach dem Führungstreffer für BW Aasee gegen GW Gelmer. Foto: Peter Leßmann

Kellerduell am Aasee, Gipfeltreffen in Burgsteinfurt – und an den anderen Bezirksliga-Standorten Tore am Fließband. Es war viel los am Wochenende – aber wenig zu holen für Schlusslicht Gelmer und den nun abgelösten Tabellenführer Borussia Münster.

Im Heimspiel empfing BW Aasee – aktuell Vorletzter – das Schlusslicht der Liga GW Gelmer. Der Gastgeber entschied die hitzige Partie klar mit 3:0 (1:0) für sich. Von Minute eins suchten beide Teams den Weg zum Tor, denn nur drei Punkte zählten. Aasee verbuchte dabei zunächst die besseren Chancen, ließ im Abschluss aber noch Wünsche offen. Bis zum Auftritt von Niklas Seifert: Er legte den Ball aus der Mitte auf Degla Aholou nach links außen ab. Dieser zog Richtung Strafraum und schloss zum 1:0 ab (12.).

Aasee versuchte nun, Ruhe in die Partie zu bringen, was aber nur bis zur Schlussphase der ersten Hälfte gelang. Der Gastgeber kam zwar immer wieder nach vorne, konnte die Führung aber nicht ausbauen. Gelmer wurde dagegen immer mutiger. Die größte Möglichkeit verbuchte Bryan Ojiako mit seinem Freistoß kurz vor der Strafraumgrenze. Er scheiterte an Torwart Fabian Kruse (31.). Mit der knappen Führung für die Blau-Weißen ging es dann in die Pause. „Von Anfang an waren wir nicht richtig im Spiel, geschweige denn handlungsschnell. Immer einen Tick zu spät am Ball und keinen Zugriff im Zentrum. Wir konnten die Leistung vom Training nicht abrufen“, erklärte Gelmer-Coach Mohammed Sroub.

In der zweiten Hälfte wurde der Abstiegskampf immer deutlicher. Zwar nahm die Chancendichte ab, doch die Schiedsrichterin nutzte die Pfeife in Dauerschleife. Viele Diskussionen führten zu einer schleppenden Partie, in der kein Team in seinen Rhythmus fand. War Gelmer vor der Pause halbwegs im Spiel, hatten nun die Blau-Weißen wieder den Hebel in der Hand und drängten auf das 2:0, das kurze Zeit später gelang. Aholou netzte aus kurzer Distanz ein (75.). Doch erst mit dem 3:0 aus der Distanz durch Jonas Zilch war das Ding dann schließlich durch (83.). „Wir haben defensiv gut gestanden und hatten wenige Probleme mit langen Bällen. Wir können uns lediglich vorwerfen, dass wir den einen oder anderen Angriff nicht sauber zu Ende gespielt haben“, resümierte BWA-Trainer Andre Kuhlmann.

Am anderen Tabellenende – ganz vorne nämlich – musste Henry Hupes Borussia im Spitzenspiel bei der SV Burgsteinfurt einen Rückschlag hinnehmen. Das Tor des Tages erzielte Burgsteinfurts Lars Kormann nach 50 Minuten. „Das hatten wir uns anders vorgestellt“, gab Hupe im Anschluss zu, gestand dem Gastgeber aber einen „letztlich verdienten Sieg“ zu. Burgsteinfurt wartete auf Gelegenheiten zum Umschaltspiel und wurde immer wieder von der Borusssia „zu leichtfertig“ in Szene gesetzt. Eine andere Richtung hätte die Partie nehmen können, wäre ein Treffer von Hannes John nicht per Abseitsentscheidung annulliert worden.

Die Zweitvertretung von Westfalia Kinderhaus setzt ihren Konsolidierungskurs auf fremden Plätzen fort. Nach dem wichtigen Dreier am Aasee kehrten Stefan Kloer und seine Jungs jetzt mit voller Ausbeute vom Gastspiel bei Eintracht Rheine II zurück: Bereits zur Pause hatten Joel Schürmann (12.), der überragende Philipp Hollenhorst (37.) und Lorenz Weinbrenner den Coup mit der 3:0-Halbzeitführung vorbereitet, Paul Klee setzte dann mit dem 4:2 in der Schlussminute der Aufholjagd der Gastgeber ein Ende. „Das hat mich überrascht, weil wir personell auf Kante genäht waren“, sagte Westfalia-Coach Kloer hochzufrieden.

Reifeprüfung bestanden: Dieses Zeugnis stellte  Gerrit Göcking, Trainer des SC Münster 08 seinen Schützlingen nach dem 4:2 (2:1)-Erfolg bei Graf Kobbo in Tecklenburg nur zu gerne aus. „Hier geht es laut, hektisch und robust zu. Das waren bis jetzt nicht unsere Spiele.“ Am Sonntag schon, weil Kebba Touray (2), Steffen Dondrup und Bassam Machmouchi ihre Chancen nutzten und Keeper Malte Remmert hielt, was zu halten war.

Sechs Tore gab es auch in Heessen, wo Daniel Hölscher, Trainer des VfL Wolbeck, mit der Verteilung aber nicht zufrieden war. 4:2 siegten die Gastgeber, „weil wir die Tore einfach nicht gemacht haben“, so Hölscher. Chancen gab es in Hülle und Fülle, doch nur Sebastian Hübener und Finn Deipenwisch trafen.

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