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Tennis: TC-Handorf-Open

Zielinski nimmt den Scheck mit und holt den Sieg

Münster

Marcel Zielinski war als deutsche Nummer 51 schon vor den TC-Handorf-Open hochgehandelt worden – und bestätigte seinen Ruf als Mitfavorit. Im Finale gewann er gegen Christian Hansen mit 1:6, 6:1, 10:8 und sicherte sich den Titel bei dem nationalen Ranglistenturnier, das nur der Regen ein wenig trübte.

Von Henner Henning

Die Halbfinalisten (v.l.) Jannik Rother, Christian Hansen, Marcel Zielinski und Yan Sabanin mussten sich am Sonntag in Geduld üben, ehe es auf die Plätze ging. Am Ende gewann der an Position zwei gesetzte Zielinski die mit 5000 Euro dotierten TC-Handorf-Open. Foto: Wilfried Hiegemann

Am Sonntagvormittag begann das Geduldsspiel schon vor dem ersten Ballwechsel. Kann man angesichts des anhaltenden Regens auf der roten Asche spielen? Oder müssen die Halbfinalisten ihre Partien bei den TC-Handorf-Open in der Tennishalle Ostbevern absolvieren? Die Antwort auf diese Fragen lautete: sowohl als auch.

Nachdem die Vorschlussrunde unter dem Hallendach ausgetragen worden war, machte sich der Tross zurück auf den Weg an die Hobbeltstraße, wo sich im Endspiel Marcel Zielinski (TC Iserlohn) und Christian Hansen (Marienburger SC) gegenüberstanden. Am Ende durfte sich Zielinski nach dem 1:6, 6:1, 10:8 über den Siegerscheck in Höhe von 1700 Euro freuen.

Gut 60 Zuschauer erlebten das Finale – eine Zahl, die für Handorfs Clubvorsitzenden Günther Hansen wie „der gesamte Turnierverlauf absolut zufriedenstellend“ war. Zwar trübte der Regen am Sonntag das Fazit ein wenig. „Aber wir haben die ersten beiden Spieltage zuvor super durchbekommen. Und dass wir das Endspiel draußen auf unserer Anlage austragen konnten, war auch schön“, so Hansen.

Sportlich setzten die Favoriten in Handorf die Duftmarken, sechs der acht gesetzten Akteure standen im Viertelfinale. Einzig Titelverteidiger Tom Schönenberg (HTC BW Krefeld), der Jannik Rother (Bielefelder TTC) 2:6, 5:7 unterlag, und Thorsten Bertsch (Mannheimer TSG), der gegen Philipp Sibbel (TC Parkhaus Wanne-Eickel) beim 4;6, 4:6 den Kürzen zog, mussten schon nach dem Achtelfinale ihre Tennistaschen packen.

Für Rother ging es noch eine Runde weiter, die deutsche Nummer 140 brach nach dem 7:6, 6:2 gegen Aaron Williams (TC Bredeney) in den Phalanx der Top drei ein. Doch dann setzte Zielinski mit dem 6:4, 6:0 das Stoppschild, nach dem ausgeglichenen ersten Satz ging es im zweiten Abschnitt zu schnell. „Da hat sich Jannik ein bisschen aufgegeben“, sagte Turnierdirektorin Ulla Geitmann, die während der drei Tage „viele sehr gute Spiele auf hohem Niveau“ gesehen hatte. Wie das zweite Halbfinale, in dem Christian Hansen beim 7:6, 7:6 gegen den top-gelisteten Yan Sabanin (Eintracht Dortmund) starke Nerven hatte.

Dass es 2023 eine neue Auflage der TC-Handorf-Open geben wird, scheint wahrscheinlich. „Wir wollen wohl weitermachen. Aber wir müssen uns erst besprechen“, kündigte Geitmann eine kleine Analyse an. Ein Erfolg aber waren die drei Tage an der Hobbeltstraße allemal – daran konnte auch der Regen nichts ändern.

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