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Fußball: Landesliga

Roxel feiert Traumeinstand - Hunnewinkel schnürt Hattrick im Eiltempo

Münster

Erstes Spiel für Oliver Logermann als Trainer vom BSV Roxel, erster überzeugender Sieg in der Landesliga. Der gefeierte Mann ist Steffen Hunnewinkel, Sorgen bereitet allerdings das Aus des Kapitäns Patrick Gockel.

Von Thomas Austermann

Steffen Hunnewinkel (rechts) und der eingewechselte Hendrik Flaßhar sind bestens zufrieden nach dem 4:1-Auftakt. Foto: Thomas Austermann

Die Beifallspender sammelten sich am Spielfeldrand. Sie warteten vor allem auf den Einen: Nur 17 Minuten brauchte Steffen Hunnewinkel für einen Hattrick beim 4:1 (1:0)-Sieg des Landesligisten BSV Roxel über die Zweite des TuS Haltern. Der 26-jährige Stürmer ragte als gefeierter Mann heraus aus einer im Tempospiel starken und effektiven Fußballelf, die Coach Oliver Logermann den Traumeinstand bescherte. Der Trainer hatte seinen Anteil am unerwartet klaren Erfolg.

Hunnewinkels Sturmpartner ebenso: Diogo Castro lieferte zu allen drei Treffern das Vorspiel. Erst per Hackenpass in die Tiefe zum 2:1 (70.), dann per Abschluss, den TuS-Keeper Julian Jaworek dem Torschützen vor die Füße klatschte (81.), dann mit feiner Flanke von rechts (86.). In den entscheidenden Minuten schwärmte Roxel zügig aus und überlief Haltern mehrfach. Wie gut, wenn es einen Verwerter mit Qualität vorne drin gibt.

Logermann: "...dann wird es noch besser"

„Das 2:1 hat uns die Tür geöffnet“, sagte Logermann, der zwei schwächere Phasen seiner Elf in die Analyse einbeziehen wird. „Wenn wir zwei Wochen vollzählig weiter trainieren, dann wird’s noch besser!“ Im 4-4-2 eröffnete der neu formierte BSV gegen die Seestädter das Spiel und hatte direkt Szenen. „Klar läuft es direkt besser, wenn wir da schon treffen“, sagte Kai Kleine-Wilke, dem der Premierentreffer erst nach 35 noch verteilten Minuten vergönnt war. Dennis Bäumer, der direkt zuvor einen Angriff vermasselt hatte, schlug zum 1:0 eine feine Flanke auf den emsigen ­Abfänger Kleine-Wilke, der oft aus der Drehung heraus sofort das Aufbauspiel sucht.

„Von Haltern kam eher wenig“, wertete Logermann, der im großen Regen nach der Pause bis auf zwei scharf hereingebrachte Hunnewinkel-Eckbälle wenig Erquickendes sah. Sondern eher Passivität. Der TuS egalisierte durch Christoph Goos (49.) aus der Distanz. Viel näher ran kamen die Gäste selten. Der neue BSV-Abwehrchef Christoph Lübke hatte umsichtig die Ruhe weg und bestach im Kopfballspiel.

Sorgen um Roxel-Kapitän Patrick Gockel

Logermann wechselte auf den Außenpositionen gezielt und im Innenbereich unfreiwillig. Kapitän Patrick Gockel schied mit mutmaßlich schwerer Oberschenkelblessur aus. Roxel stand nach rund einer Stunde wie angeordnet tiefer und überbrückte dann auch mal mit dem langen Schlag das Mittelfeld. Es gab Platz, es gab gute Vorstöße und die von Hunnewinkel veredelten Attacken.

Paul Schudzich belebte offensiv dribbelstark die BSV-Seele. Der Versicherungskaufmann in spe büffelt aktuell auswärts auf der Ausbildungsstation und kam daher nur als Einwechsler in Betracht. „Wir haben einen Riesenkader – da passt es dem Trainer natürlich, wenn die Wechsel ziehen“, grinste Logermann. „Ich hätte auch Florian Bußmann bedenkenlos bringen können.“

BSV Roxel: Hermes – Sojeva, Lübke, Ziegner, Wessels (48. Flaßhar) – Bäumer (58. Schudzich), Gockel (69. Goßling), Kleine-Wilke, Kottenstede (58. Krasniqi) – Hunnewinkel, Castro

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