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Benefizspiel im Nordwalder Sparkassenstadion

1. FC Nordwalde und Borghorster FC kicken gegen den Krebs

Nordwalde

Obwohl es sich nur um eine Partie in der Kreisliga C handelt, könnte die Begegnung zwischen dem 1. FC Nordwalde III und dem Borghorster FC IV das meistbesuchteste Spiel am Gründonnerstag werden. Beide Mannschaften stellen das Match unter das Motto „Stay strong - Tag der Hoffnung“. Im Mittelpunkt steht der Kampf gegen den Krebs. Dafür sollen am Donnerstag kräftig Spenden eingesammelt werden.

Von Marc Brenzel

Die Drittvertretung des 1. FC Nordwalde genießt am Donnerstagabend Heimrecht. Von der Papierform her sind die Gastgeber leichter Außenseiter. Foto: FCN

Grün ist die Farbe der Hoffnung. Da passt es optimal, am Gründonnerstag (14. April) ein Fußballspiel auszutragen, das unter dem Motto „Tag der Hoffnung – stay strong“ steht. Initiatoren sind zwei Teams, die sonst nie im sportlichen Rampenlicht stehen: die „Dritte“ des 1. FC Nordwalde und die Viertvertretung des Borghorster FC, ihres Zeichens waschechte C-Ligisten.

Ein Nordwalder Fußballer, der zuvor auch schon bei den Borghorstern kickte, ist an Krebs erkrankt. Genau wie ein weiterer BFC-Akteur. Das geht nahe und regte die Kicker zum Nachdenken an. „Wir wollten einfach was machen. Ein Statement setzen. Gegen den Krebs“, erklärt Fidel Cepeda aus dem Trainerstab des FCN. In Absprache mit den Borghorstern wurde schließlich die Idee geboren, das Meisterspiel zwischen den beiden Formationen zusätzlich als Benefizspiel auszuschreiben. Und der Terminplan macht mit: „Donnerstagsabends, am anderen Tag muss keiner arbeiten, unter Flutlicht, ein kleines Derby, ein passendes Rahmenprogramm – was willst Du mehr?“, stimmt Cepeda auf die Partie ein.

Borghorsts Trainer Tim Harbert sieht das genau so: „Das wird ein toller Abend, an dem wir auf Krebserkrankungen aufmerksam machen und zum Spenden animieren wollen. Wir stellen Donnerstag mehrere Spendendosen auf. Das Geld geht komplett an die deutsche Krebshilfe.“

Damit genug Zuschauer in das Nordwalder Sparkassenstadion kommen – Anstoß ist um 18.30 Uhr – rühren Cepeda, Harbert und alle anderen, die es mit den beiden Mannschaften halten, kräftig die Werbetrommel. „Der Eintritt ist frei, an zwei Verkaufsständen gibt es Getränke, Bratwürstchen und Pommes. Für die Kleinen wird eine Hüpfburg aufgebaut, und der etwas ältere Nachwuchs kann auf dem Minisoccerfeld spielen“, berichtet Harbert über die Planungen. Die Initiative wird im Übrigen von einer bekannten Großbrauerei finanziell unterstützt.

„Es wird ordentlich was los sein“, prognostiziert Cepeda. „Freunde, Familienangehörige, andere Mannschaften, Vereinsmitglieder, Arbeitskollegen – wir haben alle eingeladen. Gut möglich, dass 300 Zuschauer kommen.“ Harbert ist optimistischer und hofft auf größeren Support. „Schön, wenn noch 100, 200 mehr den Weg finden würden.“

„Wir wollen gemeinsam gegen den Krebs kämpfen, gemeinsam lachen, gemeinsam weinen“, kündigen die Teams in den Sozialen Medien an. Dazu gehört auch, dass der Ball auf dem Rasenrechteck rollt. Der FCN ist nach der jüngsten 3:4-Niederlage in Metelen in der Tabelle auf Rang neun abgerutscht. Das will BFC-Coach Harbert aber nicht missverstanden wissen: „Die Nordwalder können ein unangenehmer Gegner sein. Das haben wir im Hinspiel gemerkt.“ Damals gewann der BFC durch Tore von Carsten Wirlmann und Felix Jordan mit 2:0. Nach der Winterpause haben die Borghorster alle Spiele gewonnen und dürfen sich als Dritter noch Hoffnungen auf den Aufstieg in die B-Liga machen.

Geleitet wird die Partie von einem der erfahrensten Unparteiischen im Kreis: Werner Monser von SuS Neuenkirchen.

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