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Handball: TVB bricht ein

Ahmann mit Gardinenpredigt

Borghorst

Die Handballer des TV Borghorst starteten im Heimspiel gegen die HSG Hohne/Lengerich furios. Doch dann brachen die Hausherren völlig ein, um am Ende mit 21:29 zu verlieren. Das brachte Trainer Daniel Ahmann auf die Palme.

-lem-

Felix Hummels traf sieben Mal und war damit der beste Torschütze der Borghorster. Foto: Matthias Lehmkuhl

Laut wurde es in der Kabine nach der 21:29 (13:11)-Heimpleite des TV Borghorst am Samstag gegen die HSG Hohne/Lengerich. Trainer Daniel Ahmann faltete seine Mannschaft mal so richtig zusammen, denn bis zur sechsten Minute der zweiten Halbzeit lag der Gastgeber noch mit 16:13 in Führung.

„Wir haben gegen einen sehr schwachen Gegner verloren. Heute hatten wir keine Kondition. In den letzten Minuten war die Luft raus“, schimpfte Ahmann. Überraschend führten seine Jungs in der Buchenberghalle mit 8:1 (14.). „Ich war zu Beginn nicht überrascht. Nach dem ersten Angriff konnte ich genau sehen, dass Hohne/Lengerich nicht gut drauf war“, meinte Daniel Ahmann. In dieser Phase hielt Schlussmann Christian Ewering mit tollen Paraden – unter anderem wehrte der TVB-Keeper einen Siebenmeter ab – seinen Kasten weitgehend sauber.

Doch nach dieser famosen ersten Viertelstunde lief beim TVB in der Offensive gar nichts mehr. Die HSG bestrafte die Ballverluste mit schnellen und erfolgreichen Tempogegenstößen. Mehr als zehn Minuten traf der TVB das Tor nicht. und plötzlich stand es 9:9 (24.). In der Schlussphase konnte Borghorst noch etwas zulegen und führte zur Pause 13:11.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit bot der TVB Hohne/Lengerich noch Paroli. Doch nach dem 16:13-Zwischenstand (36.) war es mit dem bisher guten Angriffsspiel vorbei. Die HSG dreht die Partie zu ihrem Gunsten (19:16, 43.). Nach dem 19:23 (51.) von Lorenz Valk traf nur noch Hohne/Lengerich. Mit 28:19 führte die HSG drei Minuten vor dem Ende mehr als deutlich.

Wir haben unser Konzept mit den schnellen Gegenstößen anfangs gut durchgezogen. Leider stand aber die Defensive nicht. Die Mitte war ganz oft offen wie ein Scheunentor. Mit 8:1 führen und am Ende mit acht Toren verlieren – das geht einfach nicht“, war Daniel Ahmann mehr als bedient. Gäste-Trainer Daniel Bieletzki schob die desolate Anfangsphase seines Team auf die Nervosität: „Wir haben die Ruhe bewahrt. Man hat dann schon gesehen, dass wir die überlegene Mannschaft waren.“

Tore: Hummels (7/3), Krass, Kratz und Lütke Lanfer (je 3), Topp (2/1), L. Valk (je 2) und Gevers (1).

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