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Komiker-Nationalmannschaft hat Spaß, aber auch sportlich Luft nach oben

Amjads Premiere in Schwarz und Weiß

Ochtrup

Am Dienstag hat die deutsche Komiker-Fußballnationalmannschaft ihre Premiere gefeiert. Mit dabei: der Ochtruper Amjad Abu-Hamid. Obwohl der sportliche Erfolg übersichtlich blieb und er einmal richtig einstecken musste, sprach Amjad von einem coolen Abend. Trotzdem zog er für sich eine Konsequenz.

-mab-

Amjad Abu-Hamid (l.) und Oliver Pocher gehen in die genaue Taktikanalyse. Foto: Katja Inderka

Jetzt hat Amjad Abu-Hamid seine ersten beiden „Länderspieleinsätze“ in seiner sportlichen Vita stehen. Am Dienstag feierte der Ochtruper Comedian sein Debüt im Dress der neugegründeten Komikernationalmannschaft. „Sportlich ist noch Luft nach oben, aber das war schon ein echt cooler Abend“, schwärmt der 34-Jährige.

Im Kölner Fritz-Kremer-Stadion standen im Rahmen eines Blitzturniers zwei Partien über jeweils zwei Mal 15 Minuten im Modus „Acht-gegen-acht“ an. Die Comedians, die im Vorfeld fieberhaft daran gearbeitet hatten, aus ihrem komischen Haufen eine eingeschworene Truppe zu bilden, begannen mit einem 1:1 gegen die Auswahl der Gold-Kraemer-Stiftung. „Alles junge Leute, die uns ganz schön weggerannt sind. Das war echt anstrengend, obwohl das Feld kleiner war, weil nur von einem Sechzehner zum anderen gekickt wurde“, fand Amjad. Den Treffer für die Komiker steuerte der Hamburger Stan-up-Comedian Mazi bei.

In der zweiten Partie gegen die Traditionsmannschaft des 1. FC Köln sahen Amjad und Co. kein Land – 1:6. „Wahnsinn, was die alles noch so am Ball konnten“, zog der Ochtruper seinen Hut vor den Ex-Profis. Als Trostpflaster blieb Abu-Hamid wenigstens eine Torbeteiligung. „Kurz vor Schluss bin ich sowas von umgehauen worden, das tat brutal weh, aber den fälligen Elfer hat Mazi dann wenigstens verwandelt.“

Amjad Abu-Hamid, der früher beim SC Arminia Ochtrup, GW Rheine, dem SV Burgsteinfurt, SuS Neuenkirchen und Galaxy Steinfurt am Ball war, genoss den bunten Abend: „Der Moment, wenn du in die Kabine kommst und dann das Deutschland-Trikot mit deinem Namen siehst – Weltklasse.“ Die deutschen Komiker bekamen kurzfristig Verstärkung: Oliver Pocher wurde im Vorfeld noch in das Team von Kapitän Matze Knop aufgenommen.

„Danach haben wir im Geißbockheim des 1. FC Köln alle zusammen ein bisschen gefeiert. Das hat auch viel Spaß gemacht. Ich habe jedoch gemerkt, dass ich lange nicht mehr so fit bin wie früher. Leute, die gefühlt doppelt so alt sind, laufen mir ganz einfach weg. Deswegen habe ich mich im Fitnessstudio angemeldet“, zog Amjad die Konsequenzen. Schließlich sollen seine Einsätze in Schwarz und Weiß ja zur Regelmäßigkeit werden.

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