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Steinfurter Schlieckmann ganz vorne

Der Steinhart500 begeistert

Steinfurt

Mit dem Steinhart500 hat der TB Burgsteinfurt eine Laufveranstaltung etabliert, die es in sich hat. Auch am Sonntag lockten die Rennen durch das Bagno und den Buchenberg zahlreiche Mitglieder der großen Laufsportfamilie ins Münsterland. Unter der Siegen waren auch „Einheimische“.

Von Matthias Lehmkuhl

Den 14 Kilometer-Lauf gewann Jonas Schlieckmann (Foto o., 2.v.r.) vom Tri Team Steinfurt. Die 2. Stellvertretende Bürgermeisterin, Karin König, schickte die Läufer mit einer Starthupe auf die Strecke (Foto r.). Markus Scheller (Foto r.M., Startnummer 3200) gewann den CrossMarathon. Trotz Steigung an der Finnenbahn gab es noch ein Lächeln. Mit Kuh­glocke und Rassel wurden die Teilnehmenden – hier am Übergang Bagno/Buchenberg – angefeuert (Foto r.u.). Foto: Matthias Lehmkuhl

Nach den spätsommerlichen Temperaturen bis Mitte der vergangenen Woche zog der Herbst gerade rechtzeitig in das Bagno und in den Buchenberg ein. So fanden die 985 Läuferinnen und Läufer am Sonntag während der 11. Auflage des Steinhart500 ideale Bedingungen vor – wie es sich eben für eine Crosslauf-Veranstaltung gehört: trocken, zum Teil strahlender Sonnenschein, zwölf Grad Lufttemperatur, viel buntes Laub auf der Strecke und eine Brise, die den Teilnehmenden meistens in den Rücken blies.

„Wie immer sind die Strecken vom Ausrichter TB Burgsteinfurt bestens vorbereitet. Ich freue mich, den Startschuss für die ersten Läufe geben zu dürfen“, lobte die 2. Stellvertretende Bürgermeisterin Karin König den Turnerbund mit seinen mehr als 130 Helferinnen und Helfern. Weil sich in der Vergangenheit der verzögerte Gruppen-Start bewährt hatte, wurden auch am Sonntag ab 9.30 Uhr zunächst die Athletinnen und Athleten für die 28, 42, und 56 Kilometer langen Strecken (zwei, drei und vier Runden) ins Rennen geschickt. Eine halbe Stunde später folgten die 14 Kilometer-Läufer.

Naturgemäß war das Feld über die eine Runde zahlenmäßig am stärksten besetzt. Insgesamt 438 Frauen und Männer erreichten das Ziel gegenüber dem Steinfurter Wasserschloss. Sieger bei den Männern wurde Jonas Schlieckmann. Der Vorsitzende des ortsansässigen Triathlonvereins Tri Team Steinfurt benötigte für die 14 Kilometer 55:58 Minuten. „Als ich gehört habe, dass der Vorjahressieger Tobias Middendorf krankheitsbedingt nicht starten konnte, hatte ich mir schon Chancen auf den Sieg ausgerechnet. Ich habe mich sofort nach dem Start an die Spitze gesetzt und konnte das Feld hinter mir kontrollieren“, schilderte Schlieckmann seine Wettkampftaktik. Bei den Frauen siegte Antonia Rewer. Die Tochter von Marathon-Steinfurt-Ikone Elisabeth Rewer lief im Trikot der Laufsportfreunde Münster in sehr guten 58:01 Minuten über die Ziellinie. „Es ist immer schön, bei so einem tollen Wettkampf dabei sein zu können. Die Zweitplatzierte Sarah Backsmann vom VfL Lingen war die ganze Zeit vor mir. Erst als es den Berg herunter ging, konnte ich sie überholen“, freute sich die 25-Jährige über den gebrannten goldfarbenen Klinkerstein als Siegerpreis.

Die 28 Kilometer lange Strecke über zwei Runden gewann Michael Prott (LSF Münster) in 1:52:47 Stunden. „Für mich ist der Steinhart500 eine Pflichtveranstaltung. Ich bin hier schon mehrmals gelaufen. Aber heute war es etwas schwierig, weil ich nicht wusste, ob meine direkten Gegner noch eine Runde dranhängen oder doch mit mir ins Ziel laufen würden“, meinte Prott. Katja Tegeler von der Running Crew Münster war nicht viel langsamer als der Sieger bei den Männern. Die Vorjahressiegerin flog nach 1:55:53 Stunden förmlich über die Ziellinie. „Ich konnte mich direkt nach dem Start von den anderen Frauen absetzen, weil ich mich gleich der führenden Männergruppe angeschlossen habe“, sagte die Titelverteidigerin und ergänzte: „Im vergangenen Jahr war ich über zwei Stunden unterwegs. Jetzt war ich viel schneller.“

Ebenfalls seinen Titel verteidigte Markus Scheller von der LG Ems Warendorf über die Marathon-Strecke. „Letztes Jahr bin ich hier 2:35 Stunden gelaufen. Heute habe ich es etwas langsamer angehen lassen, weil vor etwa zwei Monaten Corona hatte“, begründete Scheller seine fast 20 Minuten schlechtere Zeit. Den CrossMarathon bei den Frauen gewann Susanne Harz (Team Erdinger Alkoholfrei) aus Waldsee/Speyer in 3:26:10 Stunden. „Ich war schon 2019 hier und hatte gewonnen“, wollte die 50-Jährige unbedingt wieder teilnehmen.

Bester beim UltraSteinhart666 (56 km) bei den Männern wurde Felix Mettke (Herkenrather Laufverein) in 4:08:04 Stunden, und bei den Frauen siegte Miriam Kudermann (LG Ultralauf) in 5:34:37 Stunden. Schnellster Mann über die neue Sieben-Kilometer-Strecke war Nico Tropberger in 30:16 Minuten. Katrin Weber von Marathon Steinfurt (32:52 Minuten) als beste Frau sorgte für den Lokalkolorit. Alle Ergebnisse unter

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