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Fußball: Ochtruper Pokalhelden haben im Verein eine rosige Zukunft vor sich

Die goldene Generation des FSV Ochtrup

Ochtrup

Der Kreispokalsieg unterstrich das Potenzial der A-Jugend des FSV Ochtrup. Auch in der Liga dominieren sie derzeit nach Belieben. Geht es nach Chefcoach Sven Bahns, hat der FSV eine rosige Zukunft vor sich. Diverse Talente scharen bereits mit den Hufen.

Von Tom Veltrup

Die Freude war grenzenlos nach dem gewonnenen Endspiel in Hauenhorst am Montag. Auch Chefcoach Sven Bahns (l.) feierte den Triumph ausgiebig mit seinen Jungs. Foto: Thomas Strack

So langsam haben sich Chefcoach Sven Bahns und seine A-Jugend des FSV Ochtrup von den Feierlichkeiten zum Kreispokalsieg gegen den FC Eintracht Rheine erholt. Allmählich sind auch die Stimmbänder wieder geölt. Zeit, den Finalcoup gegen die drei Ligen höher agierenden Rheinenser Revue passieren zu lassen.

„Wir wussten schon vorher, dass da durchaus was möglich ist. Die Stimmung ist gerade nicht die beste in Rheine, da sie auch in der Liga nicht so gut drauf sind“, malte sich Bahns schon im Vorfeld Außenseiterchancen aus. „Wenn man es dann wirklich geschafft hat, ist es nochmal was ganz anderes.“

Doch nicht nur auf dem Platz haben die Ochtruper A-Junioren einiges drauf. Auch in Sachen Feiern können sich einige etwas bei Bahns und Co. abgucken: „Wir sind zusammen mit den Spielern und einigen Eltern bei Arno Engels Zuhause eingekehrt. Da haben wir auf gut Deutsch gesagt die Nacht durchgesoffen. Ich war erst am Dienstagabend wieder Zuhause.“

Sven Bahns

Das liegt im rund 70 Kilometer entfernten Meppen. Aktuell fährt der 24-Jährige die 45-minütige Strecke täglich hin und zurück. Denn neben der U 19 des FSV ist er auch als Co-Trainer für die US-Amerikaner zuständig, die jährlich wechselnd in den Ochtruper Sportpark kommen. „Manche wollen Fußballprofi werden, manche wollen einfach nur ein Auslandsjahr machen. Bei uns werden sie trainiert, verpflegt und wohnen direkt hier am Sportpark“, erklärt der Meppener. „Wenn man so will, mache ich eigentlich den ganzen Tag nichts anderes, als auf dem Fußballplatz zu stehen.“ Damit auf dem Tagesplan nicht auch noch täglich anderthalb Stunden Fahrt stehen, plant er, künftig nach Ochtrup zu ziehen.

Bahns ist quasi auf dem Fußballplatz groß geworden. Mit zehn Jahren hat er angefangen, seinem Vater als damaligen Trainer in Meppen unter die Arme zu greifen. Mit zwölf hat er bereits seine erste F-Jugend trainiert, mit 20 schon eine A-Jugend. Über die B-Jugend des FC Eintracht Rheine ging es zur aktuellen Saison zum FSV.

„Ich habe in der vergangenen Saison schon mit Rheine den Kreispokal gewonnen“, war es für den 24-Jährigen nicht der erste Erfolg. „Da waren wir allerdings klarer Favorit. Dass wir das jetzt als ligen-technisch großer Underdog geschafft haben, ist schon eine krass besondere Sache.“ Denn auch der Weg bis ins Finale war alles andere als leicht. Im Viertelfinale räumten sie Bezirksligist Vorwärts Wettringen im Elfmeterschießen aus dem Weg, im Halbfinale gab es einen 4:0-Erfolg gegen SuS Neuenkirchen.

Es ist eine goldene Generation beim FSV. Viele Leistungsträger wie zum Beispiel Kapitän Maximilian Hoffstedde, Philipp Katerkamp oder Siegtorschütze im Elfmeterschießen, Mattes Buhla, haben eine FCE-Vergangenheit. „Generell kommen wir aber über die geschlossene Mannschaftsleistung. Am Finaltag hat einfach jeder Einzelne ein saustarkes Spiel gemacht“, kam Bahns gar nicht mehr so richtig aus dem Schwärmen heraus. „Wir haben einfach eine richtig, richtig geile Truppe.“

Auch die Senioren profitieren bereits

Das geht selbstverständlich auch nicht an Nelson da Costa und den Senioren spurlos vorbei. Hoffstedde, die Katerkamp-Brüder Philipp und David, Buhla, Jan-Malte Alke, Engels und Moritz Vollenbröker kicken allesamt schon ab und zu eine Etage höher mit. Doch nicht nur das Zusammenspiel mit der Ersten gefällt dem Übungsleiter. „Es war unglaublich, wie uns der ganze Verein am Montag unterstützt hat – von allen vier Senioren-Teams über Alte Herren bis zu Junioren. Das trägt zu unserem Erfolg bei“, bedankte er sich für die Teilnahme. Doch nicht nur dafür: „Ich weiß nicht, woher die 18 Kisten Bier nach dem Spiel kamen. Aber danke!“ Im nun anstehenden Westfalenpokal hat die A-Jugend erstmal ein Freilos gezogen. Danach geht es aller Voraussicht nach zum SV Rödinghausen. „Das wird für uns einfach nur ein Highlight. Wir werden mit mehreren Bussen hinfahren und es genießen. Und wer weiß, einen Westfalenligisten haben wir ja schonmal geschlagen.“

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