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Fußball: Bezirksliga

"Ein 5:3 macht mir Spaß": Burgsteinfurt und die Suche nach Balance

Burgsteinfurt

Die Saison 2022/23 begann für den SV Burgsteinfurt wie die vorherige: mit dem frühen Aus im Pokal. Was das bedeutet und wohin der Bezirksligist in der neuen Spielzeit will, verrät Trainer Christoph Klein-Reesink.

Von Jonas Austermann

Sam An Foto: Sven Thiele

Die Pokal-Saison des SV Burgsteinfurt war gewissermaßen schon vorbei, bevor sie überhaupt so richtig begonnen hatte. Mit dem 2:4 beim A-Liga-Aufsteiger SC Reckenfeld verabschiedete sich der Bezirksligist um Coach Christoph Klein-Reesink am Sonntag erneut in Runde eins – wie schon im Vorjahr gegen den A-Ligisten GW Amisia Rheine. „Das hängt nicht mehr nach“, sagte der SVB-Trainer am Dienstag. „Wir sind nämlich noch lange nicht da, wo wir hinwollen.“

Wohin die Reise gehen soll, lässt sich Klein-Reesink dann aber doch nicht so ganz entlocken. Nach Platz drei im Vorjahr bleibt wenig Luft nach oben. Den Aufstieg mag in Burgsteinfurt aber – zumindest offiziell – keiner als Saisonziel ausgeben. „Wenn andere Clubs uns als Aufstiegsfavoriten betiteln, ist das ein Stück weit normal und auch die Bestätigung unserer Arbeit“, sagt Klein-Reesink. „Aber wir müssen die Kirche im Dorf lassen. Die Liga ist sehr ausgeglichen.“

Burgsteinfurt-Coach sieht viele Favoriten

Burgsteinfurts Coach hat den letztjährigen Zweiten und wirtschaftlich weitaus besser aufgestellten SC Greven 09 auf dem Zettel. Außerdem glaubt er, dass Landesliga-Absteiger Borussia Münster, der SC Münster 08, der Borghorster FC und auch Emsdetten 05 ein Wörtchen im Aufstiegskampf mitreden werden. „Und ich wüsste spontan gar nicht, wen ich aus diesem Kreis als großen Favoriten nennen würde“, sagt Klein-Reesink.

In der Vorsaison gewann Burgsteinfurt nur zwei der ersten sieben Partien – das kann und muss in der kommenden Saison besser laufen. „Wir haben im letzten Sommer einen Umbruch vollzogen und sollten jetzt eingespielter sein als damals“, meint der Trainer. Neben dem verkorksten Auftakt ist die Defensivarbeit für Klein-Reesink „ein Thema, über das wir sprechen müssen“.

Klein-Reesink: "...da hört der Spaß auf"

52 Gegentreffer sind zu viel für ein Spitzenteam. Trotzdem wollen die Burgsteinfurter ihrem Ansatz treu bleiben. Der Trainer sagt: „Wer so extrem offensiv spielt wie wir, der fängt sich eben auch mal ein Tor mehr. Solange unsere Spiele 5:3 für uns ausgehen, macht es mir Spaß – der hört bei einer 2:4-Niederlage aber auf.“

Für den SVB gilt es folglich, einen gesunden Mittelweg zu finden. Der Schwerpunkt in der Vorbereitung wird deshalb auf dem Thema Konterabsicherung liegen. Yannik Grabbe, der sich zum dritten Mal das Kreuzband gerissen hat und vor dem Karriereende steht, war einer, der in der Rückrunde für die notwendige Balance sorgte. Das müssen nun andere tun – etwa Hans-Dimitri Nguile, Sam Anyanwu oder Jonas Greiwe.

Sonderlob für Neuzugang Julius Fliß

Neu hinzugekommen sind im Sommer Hannes Schäperklaus (SC Altenrheine), Julius Fliß (Turo Darfeld), Florian Kerellaj (TuS Altenberge), Noah Afiemo (SpVgg Vreden U 19) und Fabian Garcia (eigene U 19). „Sie alle sollen den Konkurrenzkampf erhöhen“, sagt Klein-Reesink. „Bislang ist Julius Fliß die größte Überraschung, er wird uns sofort weiterhelfen können.“

Ansonsten legen die Burgsteinfurter derzeit vor allem die notwendigen Grundlagen im Ausdauerbereich. Auch das steckte den Bezirksliga-Kickern beim Pokal-Aus in den Knochen. Das Spiel aber ist abgehakt, der Blick geht nach vorne. Und Spektakel dürfte in Burgsteinfurt auch 2022/23 garantiert sein.

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