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Kreisliga: Die Halbzeitbilanz des Borghorster FC II

Ein bisschen Gruselfaktor war auch dabei

Borghorst

Einem umfangreichen Facelifting unterzog sich die Reserve des Borghorster FC in der Sommerpause. Zwei neue Trainer und viele neue Kicker stellten sich der Aufgabe, eine schlagkräftige A-Liga-Truppe zu formen. Rückblickend hat das in der ersten Halbserie einigermaßen ordentlich geklappt, wenngleich es zwischenzeitlich mal eine richtig schwarze Serie zu verdauen gab.

Julian Bauland (l.) ist der Anführer der jungen Borghorster Mannschaft. Nicht nur Foto: Thomas Strack

Ob er denn mit dem bisherigen Saisonverlauf zufrieden sei? „Hmmh“, erkauft sich Nelson Venancio mit seinem Grübeln etwas Bedenkzeit. So, als wolle er sich den Ball wie einst als treffsicherer Stürmer erstmal vom schwächeren auf den stärkeren Fuß legen, um dann passend abzuschließen: „Zu 60 Prozent – nicht mehr, aber auch nicht weniger“, bewertet der Coach der A-Liga-Reserve des Borghorster FC die Leistung seiner Truppe in der Hinrunde.

Angesichts eines fast schon radikalen personellen Umbruchs – 14 neue Spieler mussten die beiden ebenfalls neuen Coaches Venancio und Thorsten Bäumer einbauen – war eigentlich klar, dass es hier und da zu Schwierigkeiten kommen könnte. Und die nahmen zwischen dem, zweiten bis elften Spieltag schon krasse Formen an: Neun Mal in Folge blieb die Zweitvertretung des Fusionsvereins in diesem Zeitraum ohne Sieg. Negativer Höhepunkt waren die drei Pleiten in Serie gegen Horstmar (4:5), Metelen (1:7) und Hauenhorst (0:6). „Das war schon irgendwie gruselig. So lange nicht zu gewinnen, das geht an das Selbstvertrauen. Nicht nur an das unserer jungen Mannschaft, auch an meines“, gibt Venancio zu. Ende Oktober wurde der gordische Knoten dann mit einem 5:0-Heimsieg über den Skiclub Nordwest Rheine zerschlagen. Mit 20 Punkten und als Zehnter ging es für den BFC in die Pause.

„Spielerisch bin ich sehr zufrieden mit dem, was die Jungs gezeigt haben“, betont Venancio, der allerdings auch kritisiert: „Taktisch müssen wir uns verbessern. Da sind wir noch zu eingefahren. Ich würde mir wünschen, dass wir in dieser Hinsicht flexibler sein könnten.“ Hinten mal eine Dreier- oder alternativ eine Viererkette – das schwebt dem ehemaligen Goalgetter des SV Wilmsberg und des SC Preußen Borghorst vor.

Mit der Torjäger-DNA ausgestattet nimmt der Deutsch-Portugiese seine Angreifer irgendwie immer ein bisschen genauer unter die Lupe. Und daher wünscht er sich auch mehr Kaltschnäuzigkeit im Abschluss. „Die fehlte uns. Das ist einer der Gründe dafür, warum wir meiner Meinung nach fünf, sechs Punkte zu wenig auf dem Konto haben“, findet Venancio.

Selbst der zwölffache Torschütze Julian Bauland muss sich diesen Vorwurf gefallen lassen. Natürlich, so Venancio, seien ein Dutzend Treffer in einer Halbserie ein Spitzenwert, aber der Mann mit der für eine Offensivkraft seltenen Rückennummer vier hätte auch noch öfter „knipsen“ können, merkt der Coach an.

Bauland ist der Leader der Truppe. Egal, ob er auf der Acht, Zehn oder ganz vorne aufgeboten wird – der Kapitän geht voran. „Julian liefert einfach ab. Er pusht seine Mitspieler und übernimmt Verantwortung, wenn es mal nicht so läuft. Er ist ein echter Führungsspieler“, klopft Nelson Venancio seinem „Capitano“ auf die Schulter.

Personell verändern sich die Borghorster im Winter auf einer Position. Daniel Brake, der in der Hinrunde allerdings keine Einsatzzeit bekam, zieht in seine Heimat Oldenburg zurück. Dafür ist René Köster vom SC Reckenfeld dazu gekommen. Als über 30-Jähriger soll er die Abwehr stabilisieren.

„Vor der Saison hatte ich einen guten einstelligen Platz als Ziel ausgegeben. Der ist nach wie vor in greifbarer Nähe, doch erstmal wollen wir nach unten absichern“, gibt Venancio die Zielrichtung für die Rückrunde vor.

Der Winterfahrplan der BFC-Reserve: 30. Januar gegen die SG Elte.

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