Fußball: Steinfurter bekommen Bruderverein

FC Galaxy jetzt auch in Wolfen

Steinfurt

Der FC Galaxy Steinfurt dient Fußballern aus Sachsen-Anhalt als Vorbild. Künftig kooperieren Ali Pish Been und die Seinen mit Kickern aus Wolfen. Der Vorsitzende der Steinfurter spricht von einer Art nichtkommerzieller Franchise.

Marc Brenzel

Ali Pish Been freut sich über die Gründung des FC Galaxy Wolfen und sagt dem neuen Club Unterstützung zu. Foto: Galaxy Steinfurt

Der FC Galaxy Steinfurt hat einen Bruderverein bekommen: Am Donnerstag gründete sich der FC Galaxy Wolfen, der in seiner ganzen Organisation nahezu identisch ist mit dem Verein aus Stemmert.

Wolfen-Bitterfeld ist eine Gemeinde mit 47 000 Einwohnern in Sachsen-Anhalt. Einen Fußballverein gab es bereits, jetzt kommt ein zweiter dazu – der FC Galaxy. Starthilfe leisten die Steinfurter, deren Vorsitzender Ali Pish Been erklärt: „Am Anfang sind hohe Hürden zu nehmen, das weiß ich aus unseren ersten Jahren. Da hätte ich gerne jemanden gehabt, der mich mich an die Hand genommen hätte.“

Der Kontakt zu den Wolfenern entstand über die E-Sports-Abteilung des FC Galaxy Steinfurt, deren Mitglieder deutschlandweit verteilt sind. Unter anderem eben in Wolfen, das rund 50 Kilometer vor den Toren Leipzigs liegt. Max Proschwitz ist der Teamleiter der Steinfurter E-Sports-Kicker und kommt aus Wolfen.

„Die Jungs sind auf uns zu gekommen, ob wir nicht bei der Vereinsgründung helfen könnten“, erinnert sich Pish Been, bei dem in der Vergangenheit schon mehrere ähnliche Anfragen eingegangen waren. Für die Wolfener gab er eine Zusage: „Das sind engagierte junge Leute, die nachhaltig arbeiten möchten und die gleichen Werte pflegen und Inhalte mittragen wie wir. Also Integration, Unterstützung von sozial Schwächeren, Jugendförderung oder Qualifizierungsmaßnahmen.“

Ali Pish Been vergleicht die Zusammenarbeit als „Franchise-Modell ohne kommerzielle Hintergedanken“. „Das ist jetzt nicht wie bei RB Leipzig und RB Salzburg. Dafür gibt es fußballerisch einfach keine Schnittmengen“, betont der 32-Jährige. Gleichwohl sind Gemeinsamkeiten festgelegt worden. Das Vereinslogo ähnelt sehr stark dem der Steinfurter, und die Trikots sollen in Muster und Farbe dem der Münsterländer entsprechen.

Die Zusammenarbeit erfolge natürlich aus der Ferne. Er könne schließlich nicht ständig nach Wolfen fahren, so Pish Been. Gegenseitige Besuche der Mannschaften sind für die Zukunft aber fest eingeplant.

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