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Verband und Kreis beziehen zum Spielplan Stellung

Keine Pause in den hiesigen Handball-Landesligen

Kreis Steinfurt

Wie es in Zeiten mit stetig steigenden Coronainfektionen mit dem Spielbetrieb weitergeht, das haben jetzt Verband und Kreis unabhängig voneinander entschieden. Obwohl sich die Männer des SC Arminia Ochtrup und die Frauen des TB Burgsteinfurt eine Saisonunterbrechung gewünscht hätten, müssen sie spielen. Allerdings bleibt ihnen eine Hintertür offen.

-mab/ng-

In der Landesliga ist für Helen Blum und den TB Burgsteinfurt keine Saisonunterbrechung vorgesehen. Foto: Matthias Lehmkuhl

Per Online-Umfrage ermittelte der Handballverband Westfalen (HVW) jetzt, ob die Saison in den Landes- und Verbandsligen fortgesetzt oder unterbrochen werden soll. Das Ergebnis wurde am Mittwochabend publik gemacht: Einige Ligen pausieren bis Ende Februar, andere setzen die Saison fort.

Die Landesliga-Staffel 3 der Männer, in der der SC Arminia Ochtrup beheimatet ist, macht weiter. Fünf Teams hatten sich für eine Unterbrechung ausgesprochen, fünf dagegen. „Da keine Mehrheit für eine Pause ist, wird die laufende Saison fortgesetzt“, resümiert Trainer Christian Woltering, der diese Entscheidung kritisch sieht: „Bei uns im Team gab es Coronafälle und Quarantänezeiten genug. Darauf haben unsere Jungs keine Lust mehr. Im Wiederholungsfall kämen einige vor ihren Arbeitgebern in Erklärungsnotstand. Daher haben wir auch für eine vorübergehende Einstellung des Spielbetriebs votiert und auf eine Spielpause gehofft.“

Der Verband lässt den Teams eine Hintertür auf: Sind sich beide Teams einig, kann eine Partie verlegt werden. Havixbeck und der SCA nehmen diese Option wahr, weshalb ihr für Sonntagabend angesetztes Duell verschoben wird.

Mehrheitlich hatten sich auch die Burgsteinfurter Handballerinnen (Landesliga) für eine Pause ausgesprochen, doch auch für sie heißt es „weitermachen“. Unabhängig davon hatte der Turnerbund sein für Sonntag terminiertes Heimspiel gegen Vorwärts Wettringen II schon vor der Verbandsentscheidung auf den 6. März verlegt.

„Ich kann die verstehen, die eine Pause befürworten, und ich kann die verstehen, die antreten wollen“, positioniert sich Trainer Jürgen Kötterheinrich. „Allerdings sollten wir dabei auch den Nachwuchsbereich im Auge behalten. Die Jungs und Mädels wollen alle lieber spielen. In den Vereinen bröckeln jetzt schon die Nachwuchsteams weg. Wenn es da wieder eine Pause gibt, fällt uns das vor die Füße.“

Unterdessen bezog am Donnerstag auch der Handballkreis Münsterland, verantwortlich für den Spielbetrieb von der Bezirksliga abwärts, Stellung. Der Kreis hatte nicht abstimmen lassen. Die Entscheidung: Die Saison wird weder unterbrochen, geschweige denn abgebrochen. Sie geht weiter, wie der Spielplan es vorsieht, „um die Auf- und Absteiger am Ende der Spielzeit sportlich ermittelt zu haben“, wie Daniel Hoge, Vorsitzender des Handballkreises, bemerkt.

Gleichwohl räumen die Verantwortlichen den Vereinen die Möglichkeit ein, Begegnungen einseitig abzusagen. Davon machen auch die Herren des SC Nordwalde am Wochenende Gebrauch. Sie hätten gegen Recke um Punkte kämpfen müssen. Der SCN möchte laut Trainer Rainer Nowack die Lage Woche für Woche neu bewerten und dann jeweils eine Entscheidung treffen, ob gespielt wird oder nicht.

Die verschobenen Partien müssen bis zum 12. Juni nachgeholt werden. Dies ist der Termin, an dem der Kreis dem Verband die Aufsteiger in die Landesligen melden muss. Die Option, Spiele abzusagen, erstreckt sich zunächst auf den Januar und Februar.

Überdies streicht der Kreis in der Bezirksliga die Meister- und Platzierungsrunde. Hier hat er ein anderes Modell erarbeitet, das noch kommuniziert wird. Außerdem laufen zwei Ligen ab der kommenden Spielzeit unter anderem Namen: Die Bezirksliga wird Münsterlandliga heißen, die ganz neu eingezogene Kreis-Oberliga dann Münsterlandklasse.

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