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Leichtathletik: Deutsche Meisterschaft der U20

„Mehr erhofft“: Lindstrot-Zwillinge bleiben ohne Edelmetall

Burgsteinfurt

Lennart und Henrik Lindstrot bleiben bei der Deutschen Meisterschaft der U20 in Ulm ohne Medaille. Was die Zwillinge dazu sagen und wie die weitere Sommerplanung aussieht.

Von Jonas Austermann

Der Burgsteinfurter Henrik Lindstrot belegte bei der deutschen U-20-Meisterschaft in Ulm Platz vier - verpasste Bronze letztlich aber doch deutlich. Foto: Imago/Beautiful Sports

Nein, die Internatszimmer von Lennart und Henrik Lindstrot in Dortmund werden vorerst keine optische Aufwertung in Form einer Medaille erfahren. Die Burgsteinfurter Läufer-Zwillinge traten die Rückreise von der Deutschen Meisterschaft der U 20 am Sonntagnachmittag ohne Zusatzgepäck an – und dennoch zufrieden.

„Ich hatte mir etwas mehr erhofft, aber ich denke, dass ich zufrieden sein kann mit dem siebten Platz“, meinte Lennart nach seinem Finale über die 1500 Meter. Im Vorlauf hatte der 18-Jährige sich in 4:02,63 Minuten hinter Tim Hofmann (VfL Sindelfingen) souverän Platz zwei und das Finalticket geschnappt. Lindstrot musste dabei die Außenbahn nehmen, was für etwas müde Beine sorgte.

Den Endlauf am Samstagabend beendete der Athlet im Dress der LG Olympia Dortmund dann – wie erwähnt – auf Rang sieben. Lindstrot verbesserte sich dabei auf 3:58,70. Das Siegertrio hieß Christoph Schrick (ASC Darmstadt, 3:51,44), Tim Kalies (Braunschweiger LC, 3:54,09) und Silas Zahlten (LG Brillux Münster, 3:54,25). Die „sehr gute Atmosphäre“ im Ulmer Donaustadion und auch der Gesamtverlauf der Saison stimmen Lindstrot höchstzufrieden.

Lennart Lindstrot (2. v. li.) lief über 1500 Meter auf den siebten Rang. Foto: Imago/Beautiful Sports

„Ich bin bei vielen und sehr großen Meetings gestartet“, sagte Lennart. Und noch ist nicht Ende: Am kommenden Wochenende steht die U-23-DM im Wattenscheider Lohrheidestadion an. „Voraussichtlich bin ich über 800 Meter dabei“, erklärte der eine Lindstrot-Zwilling.

Henrik Lindstrot: „Kräfte haben mich verlassen“

Henrik, der zweite im Bunde, startete in Ulm gleich über zwei Distanzen. Bereits am Freitagabend lief er über 2000 Meter Hindernis auf den vierten Platz. Nach schwächerem Start hielt Henrik sich an Position drei oder vier. „Als der Zweitplatzierte in der finalen Runde langsamer wurde, habe ich versucht, die Lücke zu schließen“, meinte Henrik. „Das ist mir nur teilweise gelungen – und auf den letzten 250 Metern haben mich dann meine Kräfte verlassen.“

Robin Müller (LC Thüringen, 5:47,15) zog klar an Lindstrot vorbei. Zahlten (5:46,75) und Kurt Lauer (LAZ Ludwigsburg, 5:39,46) landeten ganz vorne. Am Sonntag beschloss Henrik die DM dann mit Platz elf über 3000 Meter (8:45,15). „Mein Ziel war es, nicht so wie am Freitag auf den letzten Meter stehen zu bleiben. Das ist ganz gut gelungen“, sagte der Burgsteinfurter. Eine Entscheidung darüber, ob Henrik bei den Titelkämpfen der U 23 antritt, ist noch nicht gefallen.

Diskuswerfer Marcel Reisch – früher in Horstmar, heute beim TV Wattenscheid – belegte mit 49,47 Metern Platz zehn. Die Burgsteinfurterin Pia Schlattmann (LG Brillux Münster) zeigte über 1500 Meter eine starke Leistung und lief auf Rang fünf (4:36,15). Die Borghorsterin Fiona Wildemann trat in Ulm nicht an.

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