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Qualifikationsturnier: SGH Steinfurt landet in Menden auf Platz eins

Steinfurter A-Jungs beweisen Verbandsligareife

Steinfurt/Menden

Die A-Jugend-Handballer der SGH Steinfurt haben einen echten Coup gelandet. Beim Qualifikationsturnier in Menden belegten sie überraschend den ersten Platz. Der Lohn: die direkte Qualifikation für die Verbandsliga.

Von Bernd Schäfer

Am Ende war der Jubel bei den SGH-Handballern und ihren Trainern riesengroß: Als Sieger des Turniers in Menden qualifizierten sie sich direkt für die Saison 2022/23 in der Verbandsliga Westfalen. Foto: Bernd Schäfer

Bis zum Abpfiff des letzten Spiels mussten die Handballer der SGH Steinfurt fiebern, dann stand fest: Als Turniersieger haben sie die direkte Qualifikation für die A-Jugend-Verbandsliga geschafft.

Dabei hatte es für die von Justus Leiß und Ilona Tieck trainierte Mannschaft zunächst nicht so rosig ausgesehen. Im Auftaktspiel des Turniers, das bei den Sauerland-Wölfen in Menden ausgetragen wurde, gab es gleich eine 21:23-Niederlage gegen den TV Isselhorst. Vor allem in der Schlussphase flatterten den Steinfurtern die Nerven. Immer wieder vergaben sie beste Chancen und brachten sich damit selbst um den eigentlich verdienten Erfolg.

Das sah auch das Trainerteam so, das die Spieler vor der zweiten Partie gegen Gastgeber Menden aufbaute. „Ilona hat den Jungs klargemacht, dass wir, wenn wir so weiterspielen und das Tor treffen, die nächsten Spiele gewinnen werden“, fasst Justus Leiß die Kabinenansprache zusammen.

Die tatsächlich Wirkung zeigte: Aus der Sicherheit einer taktisch klug aufgestellten und gut zupackenden Deckung erarbeitete sich die SGH eine um die andere Konterchance, die vor allem durch Gerold Lang und Lasse Erker präzise in Tore umgesetzt wurden. Die klare 13:5-Halbzeitführung war da schon so etwas wie eine Vorentscheidung. „Die Jungs haben eine 1A-Reaktion gezeigt und nicht die Köpfe hängen lassen“, war Leiß mehr als zufrieden.

In der zweiten Hälfte verlor die Partie aufgrund häufiger Aus- und Einwechselungen zwar an Tempo, trotzdem konnte der Vorsprung bis zum Ende mit dem 23:14 sogar noch auf neun Tore ausgebaut werden. „Die Überzeugung war wieder da, dass wir was reißen können“, so Leiß.

Dafür musste ein Sieg gegen HB Bad Salzuflen her, entsprechend engagiert starteten die Steinfurter in das Match. Sie zeigten allerdings anfangs mit unkontrollierten Pässen und halbherzigen Abschlüssen wieder die Unzulänglichkeiten des Isselhorst-Spiels. So blieb die Begegnung bis zum 11:11 in der 18. Minute eine ausgeglichene Sache. Erst danach kam wieder mehr Sicherheit ins Steinfurter Spiel – über 14:12 und 18:13 stand beim Schlusspfiff eine dann doch deutliche 21:15-Führung auf der Anzeigetafel.

Ihre eigenen Hausaufgaben hatte die SGH damit erledigt, jetzt war alles vom Ausgang des letzten Turnierspiels abhängig: Bei einem Sieg des TV Isselhorst wären die Steinfurter Zweiter und hätten noch eine Quali-Ehrenrunde drehen müssen, ein Sieg der Sauerland-Wölfe hätte die Tabellenführung bedeutet.

Wahrscheinlich hatten die Mendener noch nie eine so lautstarke Fanbase in ihrer Halle, die komplette Spielzeit über feuerten die Steinfurter die Hausherren in Abwehr und Angriff an. Bis zur Pause stand die Partie auf Messers Schneide (10:9), dann erst gelang es den Wölfen, sich deutlicher abzusetzen. Beim Endstand von 22:17 für die Gastgeber war klar: Die A-Jungs der SG Handball Steinfurt gewinnen absolut verdient das Turnier und treten in der kommenden Saison in der Verbandsliga Westfalen an. „Es ist toll, wenn man mit so guten Spielern arbeiten kann, die sich auch charakterlich sehr nahe stehen“, freuen sich Justus Leiß und Ilona Tieck auf die neue Saison. Die Mannschaft hat schon jetzt eine immense Entwicklung hinter sich.

Für die SGH spielten: Gerold Lang (14 Tore), Lasse Erker (12), Ronny Fischer, Timo Burkert, Louis Klävers, Yannes Haag (je 7), Hannes Erker (6), Finn Ruhoff (3), Marvin Schmitz, Luc Schulze-Föcking (je 1), Malte Berning, Benedikt Lehnert, Jannis Hötker, Tor: Timo Wernik, Falk Wolfenstädter und Abid Al Mahamid.

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