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Paratriathlon: Burgsteinfurter fährt zur EM

Wolfgang Probst startet für Deutschland

Burgsteinfurt

Wolfgang Probst hat sich in Hamburg den Deutschen Meistertitel gesichert. Auf der Sprintdistanz kam der Paratriathlet von Marathon Steinfurt als Gesamtdritter und Erster seiner Wettkampfklasse im Ziel an. Daraufhin meldete sich der Bundestrainer mit einet tollen Nachricht.

-mab-

Wolfgang Probst gewann am Wochenende die Deutsche Meisterschaft im Paratriathlon in der Wettkampfklasse PTS4 Foto: Steinfurt

Wolfgang Probst von Marathon Steinfurt hat es wieder geschafft. Der 53-Jährige wurde in Hamburg Deutscher Meister im Paratriathlon – diesmal auf der Sprintdistanz (500 Meter Schwimmen/20 Kilometer Radfahren/ fünf Kilometer Laufen).

Für Probst begann das Rennen mit dem Sprung in die mit 16 Grad recht kühle Binnenalster. Die Temperatur erleichterte ihm auch die Entscheidung, ob mit Neopren oder ohne schwimmen. Und die letzten 50 Meter vor dem Ende waren nichts für schwache Nerven. Die Brücke am Jungfernstieg musste in totaler Dunkelheit durchschwommen werden, bevor es durch die längste Wechselzone Deutschlands ging, die sich über den gesamten Ballingdamm zog.

Vor dem Wechsel auf das Rad verließ Probst nach 8:36 Minuten das Wasser als Vierter seines Rennens. Die Radstrecke führte auf zwei Runden jeweils durch den Wallringtunnel und die Speicherstadt Richtung Reeperbahn, vorbei an den Landungsbrücken und zurück zur Wechselzone. Durch die Streckenführung durch die Hamburger City hatten alle Aktiven mit den schwierigen Fahrbahnverhältnissen zu kämpfen. Auf dem Rad konnte sich der Marathoni auf den zweiten Platz vorarbeiten und so auf den abschließenden Lauf wechseln.

Die Laufstrecke führte an der Außenalster entlang, ging durch das Botschaftsviertel und zurück über den Jungfernstieg zum Zieleinlauf auf den imposanten Rathausmarkt. Kurz vor dem Ziel musste Wolfgang Probst den zuvor von ihm auf dem Rad überholten Adam Karas vorbeiziehen lassen. Als Gesamtdritter aller Paratriathleten kam Probst nach 1:06 Stunde ins Ziel. Und in seiner Klasse stand er ganz oben auf dem Siegerpodest, als Deutscher Meister auf der Sprintdistanz.

Am Montag bekam Probst einen Anruf von Bundestrainer Tom Kosmehl, der den Burgsteinfurter für die am Wochenende in Valencia stattfindende Europameisterschaft nominierte. Dort startet der Burgsteinfurter in der Wettkampfklasse PTS4 (mäßige Bewegungseinschränkungen). Hier treten Athleten mit Behinderungen wie Gliedmaßenverlust, Hypertonie, Ataxie oder Atheose an.

Am Mittwoch fliegt Probst nach Spanien, am Donnerstag und Freitag macht er sich mit der Strecke vertraut. Die Distanz: 750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Rad, fünf Kilometer Laufen). Am Samstag erfolgt um 12 Uhr der Startschuss bei prognostizierten 30 Grad. Für den Stemmerter kein großes Problem. „Ich mag die Hitze, damit komme ich gut klar“, so der 1,81 Meter große Sportler, dessen Spezialdisziplin das Radfahren ist. Seine Schwäche ist die Laufstrecke, die Wolfgang Probst aufgrund eines Becken- und Hüftschadens nicht trainieren kann.

Da der Münsterländer gegen Weltmeisterschafts- und Olympiateilnehmer antritt, setzt sich Probst bei seinem ersten Wettkampf für die Nationalmannschaft bescheidene Ziele. Dabei zu sein, sei schon Vieles, so der ehemalige Fußballer.

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