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Ultraschwimmen: Tri Finish Münster

Wellengang im Hafenbecken - und ein 70-Jähriger mischt wohl ganz vorne mit

Münster

Sogar 2020 zog Tri Finish unter erschwerten Bedingungen ein Ultraschwimmen durch, am Samstag ist es wieder so weit. Die Veranstalter hoffen auf über 200 Aktive in Münsters Hafen und freuen sich auf besonders prominente Starter.

Von André Fischer

Beeindruckendes Panorama: Auf Höhe der Hafenkäserei steigen die Ultraschwimmer am Samstag ins Hafenbecken.  Foto: Tri Finish

2020 haben sie sich getraut, Mut gezeigt – unter verschärften Hygienebedingungen das Ding durchgezogen. Und von allen Seiten in Krisenzeiten ein dickes Lob erhascht. 236 Aktive waren beim Ultraschwimmen von Tri Finish Ende August ins Hafen­becken gestiegen, um sich mal wieder mit der Konkurrenz zu messen. Darunter Größen wir Profi-Triathlet Luca Heerdt, der sich auf den vier Kilometern ein Wimpernschlagfinale mit Lukas Kaiser vom Hochschulsport Münster lieferte – und gewann. Möglich, dass er bei der Neuauflage am Samstag wieder ins Wasser steigt, um seinen Titel zu verteidigen. Der erste Startschuss fällt um 10 Uhr.

Angeboten werden traditionell die Strecken über 1000, 2000, 4000, 6000 und 8000 Meter, zusätzlich besteht die Möglichkeit, 2000 Meter mit Unterstützung, sprich Flossen, zu schwimmen. Das Tragen eines Neoprenanzuges ist freigestellt. Die Wassertemperatur beträgt aktuell etwa 21 Grad. Geht doch.

Zuschauer erlaubt, Hoffnung auf über 200 Starter

„Es wäre klasse, wenn wir wieder über 200 Teilnehmer hätten“, sagt Cheforganisator Martin Epkenhans, gleichzeitig Sportleiter der Bundesliga-Dreikämpfer. Er weiß: „Viele Sportlerinnen und Sportler zögern, man spürt in der Pandemie noch immer eine Verunsicherung in der Gesellschaft.“

Dabei sind Stand jetzt auch Zuschauer erlaubt. Listen zur Rückverfolgung der bis zu 2500 gestatteten Besucher seien laut der Schutzverordnung, die bis zum 17. September gültig ist, nicht mehr nötig, wie Epkenhans erklärt. Er steht täglich im Kontakt mit dem Gesundheitsamt. „Das Tragen einer Maske empfiehlt sich aber doch, wenn es an manchen Stellen enger werden sollte.“ Der große Vorteil: Die Ver­anstaltung findet unter freiem Himmel statt. So gesehen können unabhängig der ­3G-Regel auch Sporttreibende melden, die weder genesen, noch geimpft oder getestet sind.

Epkenhans hofft derweil noch auf ein paar Kurz­entschlossene – und den ein oder anderen klangvollen Namen. Patrick Dirksmeier, Triathlon-Europameister auf der Mitteldistanz 2017 und eng mit den Tri Finishern verbunden, könnte kurz­fristig an den Start auf Höhe der Hafenkäserei gehen. Er ist ein verdammt guter Schwimmer und dürfte auf den kürzeren Distanzen seine Möglichkeiten haben. So wie Kalli Nottrodt über acht Kilometer. Mit fast 70 Lenzen ist der dreifache Ironman-Altersklassenweltmeister in der Szene bekannt wie ein bunter Hund. Eine Be­reicherung für das Event.

Die Anmeldung ist möglich unter: https://www.ultraschwimmen.de/

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