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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

89:105 in Ulm – der Aufstiegstraum der WWU Baskets ist vorbei

Münster

Aus und vorbei: Die WWU Baskets Münster sind raus aus der Verlosung um den Aufstieg in die 2. Bundesliga Pro A. Zwar steigerte sich der Nordmeister im zweiten Duell mit der Orange Academy, unterlag der Ulmer Talentschmiede aber letztlich mit 89:105 (45:41). Ein bitteres Ende einer Saison, die in der Hauptrunde so viele Hoffnungen geweckt hatte.

Von Henner Henning

Die Saison für die WWU Baskets ist vorbei: Ryan Richmond und Co. unterlagen erneut den Ulmern um Marc Loemba (r.) und Marius Stoll und schieden damit aus. Foto:

Die WWU Baskets Münster, die als großer Favorit in die Playoffs der 2. Bundesliga Pro B gegangen waren, sind im Viertelfinale ausgeschieden. Nach dem 55:70 im Hinspiel der Best-of-three-Serie unterlag das Team von Trainer Björn Harmsen auch in Ulm der Orange Academy, diesmal mit 89:105 (45:41). Was für eine Enttäuschung. „Der Frust ist natürlich groß. Aber wir sind auf eine Mannschaft getroffen, die uns zweimal souverän geschlagen hat“, sagte Harmsen als fairer Verlierer.

Kapitän Thomas Reuter, Adam Touray, Stefan Weß, Jasper Günther sowie Ryan Richmond sollten als Starting Five ihr Team auf die richtige Bahn bringen. Und die Anfangsformation sorgte für einen guten Auftakt, Günther nach 21 Sekunden aus der Distanz sowie Richmond stellten auf 5:0. Ja, Münster war besser im Spiel, hatte im gesamten ersten Viertel eine bessere Quote – und konnte sich dennoch nicht von den erneut giftig agierenden Ulmern absetzen. Tobias Jensen besorgte dem Gastgeber die erste Führung (13:12/6.), die Rijad Avdic direkt per Dreier konterte. Doch die Baskets konnten keinen Nutzen aus den Angeboten der Talentschmiede ziehen, die sich in den ersten zehn Minuten sieben Turnover leistete. Da aber der Gast vom Berg Fidel bei den Rebounds (6:15) das Nachsehen hatte, blieb es bis zum Viertelende eng (22:21).

Frühe Auszeiten

Das kleinste aller möglichen Polster hatte nicht mehr lange Bestand. Ulm drehte nun auf, machte es Münster mit der griffigen, energiereichen Spielweise ungemein schwer. Beim 25:32, auf das sich Ulm auch dank dreier Dreier absetzte, hatte Harmsen schon beide Auszeiten ziehen müssen (13.). Nun waren die Baskets gefragt, um nicht frühzeitig den Anschluss zu verlieren. Und der Hauptrunden-Meister der Nordstaffel zeigte eine Reaktion, arbeitete sich zurück – angeführt von Richmond. Der Kanadier erzielte bis zum 40:38 zehn Punkte, den zwischenzeitlichen acht Zähler großen Rückstand (27:35) hatte Reuter zuvor erstmals wieder egalisiert (38:38/18.). Günther von der Linie – dort war Münster in Halbzeit eins mit nur 40 Prozent schwach – und aus der Ferne schloss den Lauf zur Pause ab.

Ulms Fuchs und Krimmer stark

Ein drittes, entscheidendes Spiel am Sonntag war wieder nähergerückt, erst recht als Richmond und Günther jeweils per Dreier für das 51:45 sorgten. Doch das Momentum, dieses rare Gut, gaben die Baskets wieder aus der Hand. Weil sie David Fuchs und Moritz Krimmer unter dem eigenen Brett nicht in den Griff bekamen. Das Duo zog die Fouls, Touray, Wezorke und Avidc kassierten jeweils ihr drittes – Münster war in Not (58:62), hatte am defensiven wie offensiven Brett Schwierigkeiten.

Nur gut, dass die Distanzschützen ihre Visiere (Dreier von Richmond, Reuter, Onwuegbuzie) eingestellt hatten und so ihr Team in Reichweite zu den Ulmern hielten. Vor Jacobs Ensmingers Schlusspunkt im dritten Viertel (71:70) hatte Reuter von weit draußen getroffen.

Jensen nicht zu stoppen

Ein Punkt Rückstand, zehn Minuten zu gehen – nichts für schwache Nerven, die aus münsterischer Sicht immer weiter strapaziert wurden. Durch Fuchs und ganz besonders durch Jensen. Der Däne war nicht zu stoppen, versenkte sechs von sechs Dreiern und kam auf 29 Punkte. Auch deshalb wuchs der Baskets-Rückstand 3:20 Minuten vor Schluss auf 81:91 – das Saisonaus stand kurz bevor, ein kleines Basketball-Wunder musste her. Allein es kam nicht.

Die Fehlerquote war zu hoch, Ulm dagegen blieb konstant. Krimmer aus der Distanz machte den Deckel drauf (84:96/39.). „Wir waren in der zweiten Halbzeit an beiden Enden des Feldes schwach, haben 65 Punkte kassiert. Das ist unfassbar“, sagte Harmsen.

Münster ist also raus, der Traum vom Aufstieg in die Zweitklassigkeit ausgeträumt. Bitter nach nur drei Niederlagen in der Saison.

Zahlen und Fakten

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