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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Später K.o.: WWU Baskets lassen gegen Gießen Chance verstreichen

Münster

Diese Niederlage war unnötig, da herrschte Einigkeit am Berg Fidel. Die WWU Baskets Münster mussten sich den Gießen 46ers, immerhin in der Vorsaison noch Bundesligist, beugen und verloren knapp. Erst ganz am Ende setzte sich der Favorit ab.

Kampf um die Lufthoheit: Adam Touray, der früh foulbelastet war, und Andreas Seiferth (r.) mühten sich gegen die Gießener um Stefan Fundic (v.) und Luca Kahl am Ende vergebens. Münster unterlag 74:84. Foto: Jürgen Peperhowe

Viel fehlte nicht, dann wäre den WWU Baskets Münster im Abstiegskampf der 2. Bundesliga Pro A ein wichtiger Sieg gelungen. Doch nachdem Hilmar Petursson 6:21 Minuten vor Schluss zum 64:66 verkürzt hatte, musste der Zweitliga-Neuling gegen die Gießen 46ers final abreißen lassen und verlor letztlich mit 74:84 (41:42). Nicht unbedingt nötig, war der Bundesliga-Absteiger aus Hessen doch durchaus schlagbar an diesem Sonntagabend in der Halle Berg Fidel.

Die Anfangsphase lief so gar nicht für die WWU Baskets, bei denen Cosmo Grühn nach seinem Bänderriss wieder im Kader war. Früh hatte Adam Touray sein zweites Foul im Duell mit Gießens Top-Mann Stefan Fundic kassiert (2.), der den 46ers mit sieben Zählern in Serie eine 11:3-Führung besorgt hatte. Nach nur 184 Sekunden musste Trainer Björen Harmsen erstmals eine Auszeit nehmen, seine Schützlinge in die Spur bringen. Doch die taten sich gegen den letztjährigen Bundesligisten weiterhin schwer, die passende Wurfoption zu finden.

So resultierten die nächsten drei Baskets-Zähler bis zum 6:17 – Gießen war zwischendurch dreimal aus der Distanz erfolgreich – aus Freiwürfen (6.). Erst Thomas Reuter brach per Dreier den Bann – und gab damit das Signal. Jasper Günther, Connor Harding und Jordan Jones nahmen es auf und führten Münster auf 16:21 heran. Ein wichtiger Zwischenspurt nach dem 6:19-Rückstand.

Gießen behält das letzte Wort in Hälfte eins

Münster schwamm sich langsam frei, verkraftete auch das zwischenzeitliche 22:32. Aggressiver trat der Gastgeber vor 2150 Zuschauern in der Defensive nun auf, war auch unter dem gegnerischen Korb griffiger, wacher. Harding und Hilmar Petursson streuten zwei Dreier hintereinander ein (29:34, 14.), ehe Kapitän Andreas Seiferth sein Team von der Freiwurflinie endgültig in Schlagdistanz brachte (36:39, 18.).

Die Baskets hatten sich herangerobbt, herangekämpft – und zogen kurz vor der Pause sogar erstmals nach zwei weiteren Seiferth-Zählern zum 41:40 vorbei. Dass Karlo Miksic das letzte Wort in Halbzeit eins hatte, war zu verkraften.

Technisches Foul bringt Baskets um die Chancen

Der Wiederbeginn gehörte wie zum Start der Partie abermals den Gästen. Münster verfiel in alte Muster. Offensiv lief der Ball zu langsam, das Baskets-Spiel war zu statisch. Die Hessen nutzten diese Phase, setzten sich auf 57:49 ab. Doch erneut glückte der Harmsen-Truppe das Comeback: 77 Sekunden vor Viertelende versenkte Seiferth einen Dreier zum 56:57, Jordan Jones schickte mit seinem Freiwurf beide Teams auf Augenhöhe ins letzte Viertel (57:57).

Die finalen zehn Minuten begannen mit einem Statement-Dunk von Gießens Igor Cvorovic – na klar, kleinbeigeben wollte hier keiner. Vier Günther-Punkte hielten Münster im 46ers-Windschatten, wie auch Peturssons Dreier zum 64:66 (34.). Die Baskets wahrten ihre Chance, die sie aber verstreichen ließen.

Nach einem klaren, aber nicht geahndeten Vergehen kassierte Seiferth ein technisches Foul, das Jordan Barnes und anschließend Fundic zum 74:67 nutzten (37.). Ein derber Nackenschlag. Nein, eher der K.o. – Münster erholte sich nicht mehr, ein drittes Comeback gelang dem Hausherrn an diesem Abend nicht mehr.

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