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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Zwiespältige Gefühle: Baskets setzen auf schnellen Lernprozess

Münster

Die WWU Baskets waren nah dran an einer Überraschung, hatten Phoenix Hagen zum Start der 2. Bundesliga Pro A am Haken. Doch es reichte nicht ganz für den Neuling, der enttäuscht die Ischelandhalle verließ – mit dem Wissen, konkurrenzfähig zu sein.

Vergeblich gestreckt: Jordan Jones (l.) und Cosmo Grühn von den WWU Baskets Münster wehren sich gegen Hagens Marvin Omuvwie vergeblich. Foto: Jürgen Peperhowe

Da standen sie nun, spendeten den etwa 150 mitgereisten Fans artig Beifall für die Unterstützung, während im Hintergrund die Feuervögel mit ihrem Anhang in der nun aufgeheizten Ischelandhalle lautstark feierten. Dass es Gastgeber Phoenix Hagen war, der nach der Verlängerung und dem 88:81 (31:34, 75:75)-Erfolg gegen die WWU Baskets Münster jubelte, war im Vorfeld erwartbar – dass sich der Favorit aber so schwer tat, lag auch an dem guten Auftritt des Neulings, der am Ende auch ein wenig seiner Unerfahrenheit Tribut zollte.

Im Zwiespalt der Gefühle befanden sich die Baskets am Sonntagabend. Da war die Gewissheit, bei einem der klaren Playoff-Kandidaten der 2. Bundesliga Pro A mitgehalten, diesen gar bis tief ins vierte Viertel geärgert zu haben. „Wir können mit dem Spiel zufrieden sein“, sagte etwa Center Andreas Seiferth nach seinem Debüt.

Aber nicht nur er wusste, dass Münster auch eine Chance hat liegenlassen – schließlich hatten die Baskets sieben Minuten vor Schluss noch mit 61:55 geführt und hatten beim 75:75 Sekunden vor der Sirene die Chance auf einen Big Shot. Der aber fiel nicht. „Bitter“, wie Seiferth meinte, sein Point Guard Jasper Günther fügte hinzu: „Wir sind als Underdog hier reingegangen. Hätte man vor dem Spiel gesagt: ,Ihr geht in die Overtime, es wird ein knappes Spiel’, dann hätte man sich vielleicht darüber gefreut. Aber mit dem Blick auf den Spielverlauf muss man sich jetzt ärgern.“

Baskets-Coach Harmsen: „Wird Zeit brauchen“

Dass die junge Baskets-Truppe mit vielen Pro-A-Rookies den Sieg mit etwas mehr Routine hätte einfahren können, war einhellige Meinung. „Wir haben nicht wirklich viel Pro-A-Erfahrung auf dem Feld. Da passieren einfach auch Fehler, aus denen wir uns verbessern und lernen müssen. Aber das sind gute Jungs, das ist möglich, wird aber etwas Zeit brauchen“, erklärte Coach Björn Harmsen, der am Montag abschaltete und der sich als großer Radsport-Fan den finalen Sprint beim Sparkassen-Münsterland-Giro vor dem Schloss nicht entgehen ließ.

Nun aber gilt nach dem freien Tag die Aufmerksamkeit den Kirchheim Knights, die am Samstag (19.30 Uhr) am Berg Fidel vorstellig werden. Dann setzen die Baskets auf einen schnellen Lernprozess, wollen aus der Auftaktniederlage erste Lehren ziehen. „Wir wissen, woran wir arbeiten müssen. Ich hoffe, dass wir in zukünftigen Spielen ein wenig abgebrühter auftreten, unsere Optionen besser kennen, besser ausspielen“, so Kapitän Seiferth. Vielleicht schon gegen den Gast aus Baden-Württemberg, der ebenfalls mit einer Niederlage (86:98 gegen Tübingen) gestartet ist.

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