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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

„Megawichtig“: Baskets feiern Aufholjagd und ihren Matchwinner

Münster

Es war lange kein Offensivspektakel, das die WWU Baskets Münster am Sonntagabend gegen Medipolis SC Jena gezeigt hatten. Nur einer von 22 Dreierversuchen landete in der Reuse. Doch der Pro-A-Ligist steigerte sich gegen den hochgehandelten Gast und schaffte einen Coup. Einen ganz wichtigen auf dem Weg zum Klassenerhalt.

Von Henner Henning

Ein Blick ins jubelnde Publikum: Cosmo Grühn, der im Abschlussviertel zwei wichtige Dreier traf, genießt den Sieg. Foto: Jürgen Peperhowe

Frisch geduscht, zufrieden und ganz gelassen schlenderte Hilmar Petursson aus der leeren, mittlerweile stillen Halle Berg Fidel, in der es eine gute Stunde zuvor alles andere als ruhig gewesen war. Mit ihrer Aufholjagd hatten die WWU Baskets Münster die 2250 Zuschauer endgültig abgeholt und Petursson diese mit seinem verwandelten Freiwurf zum 68:67-Endstand glücklich gemacht, da mit Ablauf der Uhr Jenas Center Adam ­Pechacek den Gamewinner verpasst hatte.

Partyzeit, glückselig und einträchtig feierten der Pro-A-Ligist und seine Fans den sechsten Sieg, der allen Beteiligten nach der 102:103-Verlängerungsniederlage in Dresden gut tat. Dem Gemüt und der Seele der Baskets – und der zudem auf dem Weg zum Klassenerhalt ein Coup war.

„Jetzt hat es mal geklappt“

„Der Sieg war megawichtig. Schwenningen gewinnt, Bochum auch. Jeder Erfolg zählt. Wir haben einige Spiele abgegeben, die wir nicht hätten abgeben müssen. Jetzt hat es mal geklappt“, sagte Spielmacher Jasper Günther. Der 23-Jährige hatte mit seinem zweiten Dreier zum 48:53 zu Beginn des vierten Viertels seinen Teamkollegen das nötige, erhoffte Signal gegeben, nachdem bis zu diesem Zeitpunkt unter dem gegnerischen Korb nicht viel zusammengelaufen war. Harmsen hatte dies vor der Partie schon geahnt und machte eine Laissez-faire-Stimmung bei seiner Mannschaft aus. „Ich hatte den Eindruck, dass es zu locker für die Wichtigkeit dieses Spiels zuging, uns die Spannung fehlte“, monierte der Coach. „Und das hat sich dann auch gezeigt, wir haben offensiv zu langsam gespielt.“

Kein Punkt nach einem Fastbreak unterstrich dies. „Wir haben offensiv nicht das gespielt, was wir können, haben so keine freien Würfe bekommen. Dass es am Ende gereicht hat, ist super. So einen Sieg muss man mitnehmen“, erklärte Adam Touray, der die ersten sieben Zähler Münsters markiert hatte.

Einstellung und Moral stimmten

Dass die Baskets die Partie, die Kapitän Andreas Seiferth als „keinen Leckerbissen“ bezeichnete, drehen konnten, lag an Einstellung, Moral – und ein bisschen am Gegner, der personell geschwächt, aber doch individuell stark seine Chancen liegenließ. „Das kleine Quäntchen Glück war diesmal auf unserer Seite“, sagte Seiferth, der dabei an die Niederlage in Dresden dachte. Da hatte Petursson von der Linie nicht getroffen. „Ich freue mich für Hilmar, dass er wieder in einer ähnlichen Situation war, das Spiel an der Freiwurflinie zu entscheiden – und der wichtige Wurf diesmal gefallen ist.“ So konnte der Isländer dann gelassen aus der Halle in den Sonntagabend schlendern.

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