1. www.muensterschezeitung.de
  2. >
  3. Sport
  4. >
  5. wwu-baskets
  6. >
  7. „Mussten improvisieren“: WWU Baskets mit Problemen vor Karlsruhe-Spiel

  8. >

Basketball: 2. Bundesliga Pro A

„Mussten improvisieren“: WWU Baskets mit Problemen vor Karlsruhe-Spiel

Münster

Zwei Siege gab es für die WWU Baskets Münster nach der Auftakt-Niederlage in Hagen zuletzt. Ja, der Pro-A-Neuling ist angekommen in seiner neuen Heimat. Nun geht es am Samstag im zweiten Heimspiel gegen die PS Karlsruhe Lions – und das nicht ganz sorgenfrei.

Von Henner Henning

Sind angeschlagen: Cosmo Grühn und Hilmar Petursson (kl. Foto) Foto: Jürgen Peperhowe

Eigentlich hätten die WWU Baskets Münster beschwingt durch die Woche gehen können. Der zweite Sieg in der 2. Bundesliga Pro A, der 83:82-Verlängerungskrimi bei den VfL SparkassenStars Bochum, hatte reichlich Endorphine freigesetzt, die ohnehin gute Stimmung im Team erhielt noch einmal zusätzlich einen Schub. Doch zu Wochenbeginn trübte sich die Laune schnell, allenfalls als „durchwachsen“ bezeichnete Coach Björn Harmsen die Trainingstage vor dem Spiel am Samstag (19.30 Uhr) gegen die PS Karlsruhe Lions.

Der Grund für die zurückhaltende Einschätzung sind die personellen Probleme, die die Arbeit in den Einheiten erschwerten. So musste Hilmar Petursson nach seinem Zusammenprall – bereits nach 15 Sekunden war er von Bochums Niklas Geske hart im Gesicht getroffen worden – und einer leichten Gehirnerschütterung pausieren. Dazu pausierte mit Jasper Günther ein zweiter Point Guard, später in der Woche setzte dann Cosmo Grühn aus. Sein Mitwirken ist noch fraglich. „Wir mussten ein wenig improvisieren und auf den Positionen rotieren“, sagt Harmsen, der immerhin wieder Stefan Weß nach seiner zweiwöchigen Corona-Pause im Training begrüßen durfte.

Keine optimale Vorbereitung

So verlief die Vorbereitung auf die Lions nicht optimal – da hilft es, dass die Badener schon im September zu einem Test am Berg Fidel gastiert hatten. Zwar fehlten mit Weß, Andreas Seiferth und Thomas Reuter (Münster) sowie mit Maurice Pluskota, Bazoumana Koné und Lorenzo Cugini (Karlsruhe) auf beiden Seiten wichtige Spieler. Einen Vorgeschmack, was da auf die Baskets zurollt, bot das lehrreiche 74:100 den Münsteranern aber schon. „Die Idee und die Tendenz war deutlich zu sehen. Die Art und Weise, wie sie spielen wollen, kennen wir“, sagt Harmsen über das „offensivstarke Team“, das von Aleksandar Scepanovic betreut wird. Der Kroate war einst beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels der Co-Trainer von Harmsen. Man kennt sich.

„Karlsruhe ist sehr gut aufgestellt"

Die Lions, als letztjähriger Siebter erneut klarer Playoff-Kandidat, sind mit zwei Niederlagen (in Leverkusen, gegen Nürnberg) gestartet, gewannen zuletzt die Highscore-Partie (107:101) gegen Trier. Dabei ragte Pluskota mit 23 Punkten und 19 Rebounds (darunter elf offensive) heraus. Der erstligaerfahrene Center, der sich ein interessantes Duell mit Seiferth liefern dürfte, wird flankiert von den gefährlichen Dreierschützen Cugini und Koné, den Kroaten Darko Bajo und Ivan Karacic oder Dominick von Waaden und Lovell Cabbill. „Karlsruhe ist sehr gut aufgestellt. Aber das ist für uns in dieser Liga in jeder Woche die Herausforderung, dass die meisten Mannschaften mehr Waffen haben als die in der Pro B“, so Harmsen.

Um die Lions-Power in den Griff zu bekommen, würde die Reduzierung der Ballverlust-Quote helfen. 22 Turnover im Schnitt sind zu viel, „das muss deutlich runtergehen“. Dann, ja dann haben die Baskets am Berg Fidel sicher auch wieder die Chance auf weitere Punkte.

Startseite
ANZEIGE