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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Warum den WWU Baskets die offensive Steigerung in Gießen nicht reicht

Münster

Die vierte Niederlage am Stück kassierten die WWU Baskets am Samstagabend bei den Gießen 46ers. Immerhin machten sie aber einen Schritt nach vorn, was die Offensivleistung betrifft. Der gegnerische Coach sprach ein großes Lob nach dem 90:76 aus.

Drei gegen einen: Cosmo Grühn (l.), Jordan Jones und Hilmar Petursson (h.) versuchen, Gießens Jordan Barnes zu stoppen. Am Ende erfolglos, die Hessen gewannen gegen den Pro-A-Neuling mit 90:76. Foto: Felix Wetzstein

Die Leistung war definitiv vorzeigbar und deutlich besser als in den vergangenen beiden Partien. Doch nach den 40 Minuten in der Halle Ost lagen zwischen den WWU Baskets Münster und ihrem samstäglichen Gastgeber, den Jobstairs Gießen 46ers, doch 14 Punkte. Mit 76:90 (39:49) unterlag der Pro-A-Neuling beim Bundesliga-Absteiger und kassierte damit die vierte Niederlage in Serie.

„Dass wir hier auswärts wenig Chancen haben, war erst einmal jedem Wettbüro klar. Aber du musst natürlich trotzdem irgendwie alles versuchen, zwei Punkte zu stehlen und vielleicht einen schlechten Tag der Gießener zu erwischen“, sagte Coach Björn Harmsen.

Vorsprung zu Beginn

Einen großen Vorwurf konnte und wollte der 40-Jährige seinen Schützlingen nicht machen, die engagiert und couragiert zu Werke gingen – mit Vorteilen in Viertel eins, in dem sich die Baskets um die Starter Stefan Weß und Thomas Reuter einen Sechs-Punkte-Vorsprung (19:13) erspielten. Den hätten die Gäste gar noch ausbauen können, ließen aber durch Jordan Jones und Adam Touray Chancen von der Freiwurflinie liegen. Ein Top-Team wie Gießen, das mit dem Selbstvertrauen von zuvor drei Siegen am Stück ausgestattet war, nahm diese Angebote an.

Es war die erste schwächere Phase der Münsteraner, die bis zum 30:33 in Schlagdistanz blieben. Dann aber wurde der Druck durch Gießens Pressverteidigung zu groß, Ballverluste und „dumme Fouls“ (Harmsen) waren die Folge. „Wir haben uns zu viele Fehler geleistet“, monierte der Trainer, dessen Team mit einem Minus von zehn Zählern in die Pause ging. „Aber wir wussten, dass die Gießener Führung aus unseren Fehlern entstanden ist“, sagte Reuter.

Cosmo Grühn

So hatten die Münsteraner vor 1831 Zuschauern die Hoffnung auf einen Coup nicht aufgegeben, ließen sich auch nicht vom zwischenzeitlichen 52:67 durch Roland L’Amour Nyama entmutigen. Angeführt vom überragenden Andreas Seiferth – der Center kam mit 18 Punkten und 15 Rebounds auf ein Double-Double – kämpften sich die Baskets zurück. Weß und Touray verkürzten mit ihren Korberfolgen auf 68:74. „Wir hatten einen Run, konnten den dann aber nicht so fortsetzen, um wirklich dranzubleiben. Das ist ärgerlich“, sagte Cosmo Grühn.

Gießen ließ ein Comeback der Gäste nicht mehr zu, Stefan Fundic mit fünf Punkten und Nico Brauner mit zwei Dreiern machten den Deckel drauf für die 46ers, die dank ihres breiteren Kaders die Partie am Ende „verdient“ (Harmsen) für sich entschieden. „Aber das Spiel war über weite Strecken auf Augenhöhe. Unsere Defense hat ab Mitte des ersten Viertels besseren Zugriff gefunden, dazu war das ausgeglichene Rebound-Verhältnis ein Grund für den deutlichen Sieg“, erklärte Gießens Coach Branislav Ignajtovic und lobte zugleich Aufsteiger Münster als „eine brandgefährliche Mannschaft“.

Offensive Fortschritte

Diese ging nach zwei Partien mit weniger als 60 Punkten „offensiv und bei der Ballbewegung einen Schritt nach vorne“, so Harmsen. „Das haben wir besser gemacht.“ Das sollte den Baskets Hoffnung geben, dass die Negativserie am Samstag gegen Trier reißt.

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