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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

„Sie hatten mehr Energie“: WWU Baskets unterliegen Dragons mit 68:78

Quakenbrück

Die Artland Dragons erwiesen sich als eine zu große Nummer für die WWU Baskets Münster. Mit 68:78 (36:42) unterlag das Team von Trainer Björn Harmsen in Quakenbrück, dabei spiegelte eine Statistik die Kräfteverhältnisse besonders deutlich wider.

Einen schweren Stand hatte nicht nur Jasper Günther, den hier Joanic Grüttner Bacoul bearbeitet. Die WWU Baskets kassierten bei den Artland Dragons eine verdiente 68:78-Niederlage. Foto: Imago/Beutiful Sports

Keine 48 Stunden nach dem überzeugenden Heimsieg gegen die ART Giants Düsseldorf haben die WWU Baskets Münster eine klare Niederlage kassiert. Bei den Artland Dragons unterlag der Pro-A-Neuling mit 68:78 (36:42) und verschlief dabei in beiden Halbzeiten den Einstieg ins Geschehen. „Quakenbrück hat verdient gewonnen. Sie haben ihr Spiel am Freitag besser weggesteckt als wir, hatten mehr Energie. Wir konnten unser Spiel nicht durchbringen“, erklärte Münsters Coach Björn Harmsen.

Schon der Einstieg in die Partie fiel den Baskets unheimlich schwer. Zwar eröffnete Cosmo Grühn in der Artland-Arena nach 49 Sekunden das Scoring, in der Folge aber fanden die Münsteraner kaum freie Würfe gegen die Dragons-Defensive. Und da defensiv die gegen Düsseldorf so erfolgreiche Deckung keinen Zugriff hatte, lag der Gast nach gut vier Minuten 2:10 zurück. Es blieb zäh. Münster suchte nach Optionen, das Baskets-System aber lief weiter ruckelig (9:19, 9.). Harmsen hatte da bereits seine komplette Startformation getauscht, der erhoffte Effekt blieb aber zunächst aus. Nach den beiden erfolgreichen Freiwürfen von Dragons-Guard Thorben Döding betrug der Rückstand satte 13 Zähler (11:24, 10.). Nur gut, dass Hilmar Petursson mit seinem Dreier zumindest ein bisschen Schadensbegrenzung betrieb. Klar aber war, dass die Baskets vor den 2000 Zuschauern mehr zeigen mussten.

Das taten sie dann auch, langsam wurde es besser. Nun mit einer Mannverteidigung arbeitenden Defensive dämmten die Westfalen den ganz großen Schwung der Gastgeber ein, kamen dazu offensiv besser zum Zug. Ein 6:0-Lauf mit Punkten von Petursson, Adam Touray und Darien Jackson brachte Münster auf 20:27 heran, Jasper Günther verkürzte wenig später auf 25:29 (14.). Ja, die Baskets waren angekommen im Artland, schnupperten erstmals nach dem Drei-Punkt-Spiel von Andreas Seiferth zum 36:39 am Ausgleich. Auch wenn Demetrius Ward für die Dragons per Dreier den Vorsprung zur Pause noch verdoppelte – Münster durfte sich Hoffnungen machen.

Herber Dämpfer nach dem Seitenwechsel

Die aber erhielten direkt nach dem Seitenwechsel einen herben Dämpfer. Wie in Halbzeit eins leistete sich Münster wieder einen schwachen Start. Zwar punkteten die Baskets erneut als Erste (diesmal per Jackson-Dreier), erneut aber kam danach offensiv nicht mehr viel Produktives zustande. Der Ball lief nicht wie gewollt durch die eigenen Reihen, die daher oft schweren Würfe fielen nicht. Anders auf der Gegenseite: Die Dragons, die sich auch ein dickes Plus bei den Rebounds erarbeiteten (insgesamt 43:26) streuten umgehend einen 9:0-Lauf ein, um den zielsicheren Grühn-Distanzwurf mit der nächsten 7:0-Serie zu beantworten (57:42). An diesem Sonntag ging nicht viel für die Harmsen-Truppe, bei der zu viele Spieler nicht an die tadellose Leistung vom Freitagabend anknüpften. 44 Punkte nach drei Vierteln sind der passende Beleg. „Wir waren immer einen Schritt zu spät, mental und physisch. Dazu haben wir defensiv nie wirklich den Zugriff bekommen“, meinte Harmsen.

Zahlen und Fakten

Münster, das muss man dem Team zugutehalten, versuchte es noch einmal, kam durch Grühn und einen Jackson-Dunking zu vier schnellen Zählern. Für eine zweite Aufholjagd aber reichte es nicht mehr. Dafür waren die athletischen Dragons einfach zu stabil.

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