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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

„Super Sieg“: Baskets halten Giants klein und feiern dritten Saisonerfolg

Münster

2019 im Finale der Pro-B-Saison hatten die WWU Baskets Münster gegen die Bayer Giants Leverkusen den Kürzeren gezogen. Nun, gut drei Jahre später, glückte beim Wiedersehen in der Zweitklassigkeit die Revanche. In der Ostermann-Arena gewann der Neuling mit 94:82 – und das verdient.

Andreas Seiferth zeigte in Leverkusen eine ganz starke Leistung. Beim 94:82-Erfolg der WWU Baskets erzielte der Center 23 Punkte, schnappte sich elf Rebounds und gab zudem Foto: Jürgen Peperhowe

Dieser Start in die 2. Bundesliga Pro A kann sich wirklich sehen lassen. Am fünften Spieltag gewannen die WWU Baskets Münster ihre dritte Partie, mit 94:82 (51:37) setzte sich der Neuling bei den Bayer Giants Leverkusen durch. „Das war ein super Sieg für uns in einem extrem schwierigen Spiel“, sagte Coach Björn Harmsen und sprach damit auch das Schiedsrichter-Gespann an.

Das Referee-Trio verfolgte über die kompletten 40 Minuten eine kleinliche, nur schwer nachzuvollziehende Linie, verhängte insgesamt 66 Fouls – 40 davon kassierten die Baskets. „Es kam überhaupt kein Spielfluss auf, kein Rhythmus. Das war mehr ein Hin-und-Her-Gehen und ein Werfen von Freiwürfen“, meinte Harmsen. „Aber ich bin sehr zufrieden, wie meine Mannschaft das gehändelt hat.“ Münster war direkt hellwach, begann mit starken Szenen. Adam Touray legte mit einem Drei-Punkt-Spiel vor, nach dem beiden Zählern des bärenstark spielenden Andreas Seiferth fanden die Dreier von Connor Harding und Cosmo Grühn den Weg durch die Reuse – zack, 11:0. Bayer, das zuletzt drei Niederlagen kassiert hatte, war gleich einmal beeindruckt.

Petursson und Jones punkten

Doch als Münster in erste Foulprobleme – Harding und Grühn waren früh zweimal bestraft worden – geriet, arbeiteten sich die Giants heran. Haris Hujic, am Ende mit 33 Zählern der Topscorer, verkürzte aus der Distanz auf 8:13 (5.), wenig später legte Joel Moketo drei Punkte nach (11:15, 7.). Unterstützt wurde Bayer dabei von einigen Fehler der Baskets, die sich in Viertel eins acht Turnover leisteten. Unruhe aber verbreitete sich in Reihen der Gäste nicht, Hilmar Petursson und Jordan Jones gaben mit je vier Zählern die Antworten.

So ging der Pro-A-Neuling mit neun Punkten Vorsprung in die zweiten zehn Minuten, in denen es 108 Sekunden bis zum ersten Korberfolg dauerte. Touray war von der Linie einmal erfolgreich, Jasper Günther tat es ihm kurz darauf nach. Münster hatte die Kontrolle über Gegner und Spiel, war nach zwei weiteren Seiferth-Freiwürfen gar mit 15 Punkten vorne (38:23, 16.). Auf dieser Distanz hielt die Harmsen-Truppe die Leverkusener, die offensiv nur schwer Lösungen fanden. Münster dagegen bewegte den Ball deutlich besser als noch bei der Heimniederlage gegen die PS Karlsruhe Lions, kreierte freie Würfe. Allen voran Seiferth – er verpasste mit 23 Zählern, elf Rebounds und acht Assists nur knapp ein Triple-Double – setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene. „Wir haben besser zusammengespielt und den Ball besser laufen lassen, auch als Leverkusen aggressiver wurde. Das war sicher ein Schritt nach vorne“, lobte Harmsen.

Eine 7:0-Serie als Konter

Gab es in dieser Partie kritische Momente für die Baskets, so waren es die Anfangssekunden nach dem Seitenwechsel. Mit dem Mute der Verzweiflung kamen die Giants aus der Kabine, Dejan Kovacevic und Xavier Bishop trafen – in echte Bedrängnis wie in Bochum, als die Baskets ein 20-Punkte-Polster in Halbzeit zwei hergaben, kam Münster aber nicht. Seiferth, Touray und Darien Jackson konterten mit einer 7:0-Serie, der Elan der Rheinländer war schnell wieder verflogen. Und da auch die drei Schiedsrichter weiter munter ihrer Arbeit nachgingen und nahezu im Sekundentakt Vergehen der Spieler ahndeten, zog sich die Partie. Nach einem weiteren Jackson-Dreier zum 66:44 war die Entscheidung praktisch gefallen, auch wenn Leverkusen sich noch einmal auf 58:71 heranschob. Doch während der Hausherr immer wieder patzte, blieb Münster stabil.

„Wir haben in wichtigen Momenten zu viele einfache Dinge falsch gemacht, vorne wie hinten. Da war Münster cleverer“, sagte ein sichtlich angefressener Bayer-Coach Hansi Gnad. Dass der Europameister von 1993 nicht einverstanden war mit dem Auftritt seiner Mannschaft, war auch ein Verdienst der Baskets. „Wir haben es gut gemacht, das war nicht einfach“, sagte Harmsen, der sein Team ab Dienstag auf den Doppelspieltag gegen Düsseldorf und in Quakenbrück vorbereitet.

Doppelspieltag steht an

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