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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Finalgegner 2019: WWU Baskets treffen Rekordmeister Leverkusen wieder

Münster

Bayer Giants Leverkusen gegen WWU Baskets Münster. Oder: Rekordmeister gegen Aufsteiger. Eine klare Sache also? Man wird sehen, zumal der Traditionsclub vom Rhein in dieser Saison noch nicht so richtig in Tritt ist. Aber auch Münster verlor zuletzt.

Von Henner Henning

Hilmar Petursson steht den WWU Baskets am Sonntag beim Gastspiel in Leverkusen wieder zur Verfügung. Foto: Jürgen Peperhowe

Es war eine märchenhafte Saison, die die WWU Baskets Münster 2018/19 in der 2. Bundesliga Pro B spielten. Der Aufsteiger entfachte eine Basketball-Euphorie, marschierte bis ins Finale und unterlag dort erst den Bayer Giants Leverkusen (86:89 und 60:88). Es war das bislang letzte Duell mit den Rheinländern, die im Mai 2019 in die Pro A kletterten. Münster dagegen verzichtete aus infrastrukturellen Gründen, rückte erst in diesem Sommer nach – und fährt nun am Sonntag (16 Uhr) zum Wiedersehen in die Ostermann-Arena.

Leverkusen und Basketball, das trieft nur so vor Tradition. Satte 14-mal wurde Bayer Deutscher Meister, besonders die 1990er Jahre dominierte der deutsche Rekordmeister die nationale Szene. Der letzte Titel liegt nun schon 26 Jahre zurück, damals gehörte auch Hansi Gnad zu den Meister-Spielern. Heute ist der Europameister von 1993 Coach der Giants und muss bereits nach vier Spieltagen eine kleine Krise meistern. Auf den Auftaktsieg gegen die PS Karlsruhe Lions folgten drei saftige Niederlagen in Paderborn (66:96), gegen Tübingen (66:98) und zuletzt in Düsseldorf (75:95), die den 59-Jährigen verstimmten. Wie „Jungs gegen Männer“ hätten so manche Auftritte seiner Schützlinge ausgesehen, „zu soft“ hätten sie gespielt, hätten „physisch nicht dagegengehalten und einfache Fehler“ gemacht.

Lange Analyse des Karlsruhe-Spiels

Klare Worte, die auch sein Trainerkollegen Björn Harmsen nach der Baskets-Pleite am vergangenen Samstag gegen Karlsruhe (73:85) gewählt hatte. Ebenfalls bediente er sich eines Vergleiches („wie eine Schülermannschaft gegen Erwachsene“), bemängelte das Auftreten. „Wir haben nicht die Energie auf das Feld gebracht wie Karlsruhe. Aber wir müssen als Team, das hochgekommen ist in die Liga, immer mehr Energie bringen als der Gegner. Dann können wir auch Fehler machen“, sagt Harmsen, der seiner Truppe in einer einstündigen Analyse die Kritikpunkte vorgeführt hat. „Wir haben ganz ehrlich über die Dinge gesprochen. Die Mannschaft kann nur funktionieren, wenn jeder seine Rolle kennt.“

Petursson wieder zurück

Ein Grund, hektisch zu werden, ist die zweite Niederlage für die Baskets, die wieder Hilmar Petursson einsetzen können, nicht. „Es war klar, dass mal so ein Spiel kommt, wo man nicht den roten Faden findet“, sagt An­dreas Seiferth, der es in Leverkusen mit Giants-Topscorer Dejan Kovacevic (13,8 Punkte im Schnitt) zutun bekommt. Der 2,08 Meter große Center ist wie Haris Hujic oder Robert Drijencic einer der Führungsspieler beim Zweitliga-Vizemeister von 2021, der „im Scoring sehr ausgeglichen“ (Harmsen) ist. „Leverkusen ist ein etabliertes Pro-A-Team, das trotz einiger Probleme einen guten Kader mit viel Erfahrung hat. Für uns wird es wichtig sein, dass wir von Anfang an dagegenhalten“, so Harmsen.

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