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Basketball

Vom UBC in die BBL: Rikus Schulte hat den Sprung zu Alba gemeistert

Berlin

Mercedes-Benz Arena in Berlin statt Pascal-Gymnasium in Münster. So hat sich die Realität von Rikus Schulte in den letzten drei Jahren verändert. Der angehende Abiturient klopft leise an der Basketball-Bundesliga an.

Von Tim Kosel

Rikus Schulte (r.) durfte für die Berliner schon Bundesliga-Luft schnuppern. Foto: Imago/Tilo Wiedensohler

Am 27. November trat die U 19 des UBC Münster die Reise in Richtung Hauptstadt an. Beim Nachwuchs des amtierenden deutschen Meisters Alba Berlin kamen die Münsteraner in ihrem Bundesliga-Spiel gehörig unter die Räder (103:51). Mitverantwortlich dafür war Rikus Schulte, der in nur zehn Minuten Spielzeit 17 Punkte erzielte. Nicht nur die Ausbeute war dabei von Interesse – der 18-Jährige streute jene Zähler auch gegen seine alten Weggefährten ein. Schulte, geboren in Münster, durchlief bis 2019 die UBC-Jugend, bevor er seinen Lebensmittelpunkt an die Spree verlagerte.

Jetzt läuft der Forward im Alba-Trikot – sowohl in der U-19-Bundesliga als auch für die Profis in der BBL – auf. Außerdem schnürt er für Lok Bernau, Kooperationspartner der Berliner, in der Pro B die Schuhe. Dort kam es in der vergangenen Saison schon zum Wiedersehen mit seinem Heimatverein. „Es hat Spaß gemacht, in der Halle Berg Fidel zu spielen“, erinnert er sich an die Begegnung. Während Schulte den Baskets damals nur zwei Punkte einschenkte, gehört er heute zu den Leistungsträgern des Top-Teams aus Bernau. Keine zufällige Entwicklung: Auf seinem Programm stehen neben dem Teamtraining der Profis die Einheiten bei Lok und bei der NBBL-Mannschaft sowie dazu das Individualtraining.

Starke Entwicklung im Vorzeigeprogramm

Startschwierigkeiten im Vorzeigeprogramm der „Albatrosse“ habe er bei diesem Aufwand „fast gar nicht“ gehabt. „Ich habe mich schnell eingelebt und hatte wenig Probleme“, erklärt der angehende Abiturient. „Vor allem körperlich habe ich zugelegt und kann deshalb jetzt deutlich physischer spielen“.

Seine Entwicklung bleibt auch der Chef-Etage der Berliner nicht verborgen. Wenn es bei den Profis zu Ausfällen kommt, ist der Zwei-Meter-Mann „eigentlich immer dabei“. Sechs Kurzeinsätze konnte er bislang in der Bundesliga der Herren verbuchen. Diese Mannschaft, die zuletzt zweimal in Folge die deutsche Meisterschaft gewann, sei „echt hilfsbereit und bodenständig“. An sein erstes Training mit Luke Sikma, Maodo Lo und Co. kann Schulte sich gut erinnern. „Ich war ziemlich nervös und habe nicht so viel Land gesehen. Mittlerweile macht es mir aber echt Spaß, und ich komme immer besser zurecht“, sagt er.

Rückkehr nach Münster im Februar

Kurzfristig möchte er aber erst mal mit Bernau mindestens das Halbfinale der Pro B erreichen und mit der NBBL die deutsche Meisterschaft verteidigen. Darüber hinaus würde er gerne bei der anstehenden U-20-EM den Adler auf der Brust tragen.

Schultes nächste Rückkehr nach Münster steht am 5. Februar an. Dann trifft er mit der Berliner U 19 im Rückspiel auf den UBC. Ohne Zweifel werden seine alten Teamkollegen darauf aus sein, sich für die Packung im Hinspiel zu revanchieren.

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