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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Erstes Heimspiel: WWU Baskets erwarten Knights – und haben Corona-Sorgen

Münster

Nah am Sieg waren die Baskets am ersten Spieltag, verloren bei Phoenix Hagen erst nach Verlängerung. Nun geht es erstmals in heimischer Halle um Punkte, die der Neuling im Optimalfall behalten will. Doch da haben die Kirchheim Knights was dagegen.

Von Henner Henning

Darien Jackson und die WWU Baskets empfangen am Samstag die Kirchheim Knights. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Auftakt, auch wenn die WWU Baskets Münster diesen bei Phoenix Hagen nach Verlängerung mit 81:88 verloren haben, hat Lust auf mehr gemacht. Spannendes Spiel, Top-Atmosphäre und ein Neuling, der auf Anhieb konkurrenzfähig ist. „Mir hat das Spiel sehr viel Spaß gemacht“, sagt Ex-Kapitän Thomas Reuter etwa zur Stimmung in der Ischelandhalle, in der auch knapp 150 Baskets-Fans zu hören waren. Deutlich mehr werden es am Samstag (19.30 Uhr), wenn Münster seine Heimpremiere in der 2. Bundesliga Pro A feiert – gegen die Kirchheim Knights, die als gestandener Zweitligist an den Berg Fidel kommen.

Ein Blick auf den Kader der „Ritter“ aus der Nähe von Stuttgart zeigt, was für ein Kaliber da auf die Baskets zurollt. Der erst kürzlich verpflichtete Center Tyrone Nash, Tim Koch, Besnik Bekteshi oder Richard Williams, den Münsters Coach Björn Harmsen als „Dreh- und Angelpunkt“ ausgemacht hat, weisen alle reichlich Bundesliga-Erfahrung auf. „Das ist eine sehr gute Mannschaft mit einem sehr guten Trainer“, sagt Harmsen auch mit Blick auf seinen Kollegen Igor Perovic. Dass Kirchheim mit einer Niederlage – das Derby gegen die Tübingen Tigers verfolgten in Göppingen 4000 Zuschauer – war der Klasse des Gegners sowie dem Ausfall von Williams, Koch und Bekteshi, der auch am Berg Fidel noch fehlen wird, geschuldet. „Drei Stammspieler sind nur schwer zu ersetzen. Mit Williams wird das nun ein anderes Spiel“, sagt Harmsen.

Baskets scheinen im Unterhaus angekommen

Da hilft es zu wissen, dass sein Team in Hagen bewiesen hat, sportlich durchaus schon im Basketball-Unterhaus angekommen zu sein. „Die grundsätzliche Gewissheit, dass wir mithalten können, ist natürlich schon mal super. Im Vorfeld ist ja immer eine gewissen Unsicherheit dabei, aber es war gut zu sehen, dass wir die Art und Weise, wie wir spielen wollen, schon lange umgesetzt haben“, erklärt der 40-Jährige. Mit der starken Defensivleistung brachte Münster die Hagener fast zur Verzweiflung, ganz 49 Punkte gestattete der Gast dem Gegner bis zur 30. Minute und führte zwischenzeitlich mit neun Punkten. „Wir haben das Spiel lange kontrolliert“, sagt Harmsen. „Doch sind wir offensiv zu wild geworden und haben Dinge gemacht, die wir im Training nicht machen.“ Und eben diese führten zu Ballverlusten (insgesamt 20), die Phoenix umgehend bestrafte. „Dass wir am Ende aber doch noch gewinnen können und den Wurf zum Sieg haben, zeigt, dass wir es uns erarbeiten können“, so Harmsen.

"Müssen uns in der Offensive noch finden"

Mit der aggressiven Verteidigung als Grundlage wird Münster auch gegen Kirchheim wieder agieren müssen, dazu bedarf es unter dem gegnerischen Brett etwas mehr Konstanz und Ruhe. „Wir müssen uns in der Offensive noch finden. Teilweise haben wir da schon sehr gute Phasen. In der Offensive haben wir auf jeden Fall noch viel Potenzial, was aber auch positiv ist, wenn man noch viel Luft nach oben hat und trotzdem schon gut im Spiel ist“, meint Reuter, der in Hagen mit 15 Punkten Topscorer war.

Gegen die Knights kann Harmsen auf den nahezu kompletten Kader setzen – ein paar Sorgen schwingen bis zum Hochball aber noch mit. Stefan Weß wurde positiv auf Corona getestet, war am Sonntag im Spiel sowie dann am Dienstag und Mittwoch im Training noch dabei. „Wir hoffen, dass nicht noch mehr Fälle auftreten“, sagt Harmsen. Förderlich wären diese gegen Kirchheim sicher nicht.

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