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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

„Das war großartig“: Baskets gelingt Coup in Trier, Seiferth überragt

Trier/Münster

Ein überragender Andreas Seiferth an alter Wirkungsstätte und eine rundum starke Teamleistung: Die WWU Baskets feierten zum Rückrundenstart in der Pro A einen schönen und wichtigen 81:79 Sieg bei den Gladiators Trier vor 2521 Zuschauern.

Von Alexander Heflik

Kaum zu halten: Andreas Seiferth war in weiten Strecken der Partie der überragende Spieler bei den Baskets Foto: Steffen Karwinski

Das war mal ein richtiger Coup des Aufsteigers: Die WWU Baskets Münster haben das Auswärtsspiel bei den Gladiators Trier mit 81:79 (44:43) vor 2521 Zuschauern gewonnen. Zum Auftakt der Rückrunde war das ein ausgewöhnliches Ausrufezeichen der Mannschaft von Trainer Björn Harmsen. Saisonsieg Nummer acht!

In einer stets knappen Partie verteidigten die Baskets anfangs gut und am Ende immer besser. Das war ein Schlüssel zum Erfolg. Und, wie Münsters überragender Spieler Andreas Seiferth beim Auftritt gegen seinen Ex-Club sagte: „Dem Hinspiel konnten wir nicht so unseren Stempel aufdrücken, die Dreier von Trier verteidigen, aber diesmal schon – und wir haben die entscheidenden Szenen für uns entschieden.“ Auch Trainer Björn Harmsen hatte nicht viel auszusetzen: „Das war großartig, so ein Spiel knapp zu gewinnen. Wir haben die Guards von Trier besser kontrolliert und sie nicht gewähren lassen. Unsere Spieler werden von Woche zu Woche besser, als Mannschaft kommen wir Schritte voran.“ Das Wegbier im Bus auf der Rückfahrt war zur Feier des Augenblicks erlaubt ...

Serferth kaum zu stoppen

Es war für die Zuschauer ein Spektakel vor der Pause. Münsters „Big Man“ Seiferth legte los, als wolle er alles im Alleingang schon im ersten Viertel klären. Er punktete, er assistierte, er angelte Rebounds – Münster führte mit 10:8, weil Seiferth eine nahezu perfekte Anfangsphase hinlegte. Zudem kamen die berüchtigten Gladiators-Werfer (Garai Zeeb und Parker van Dyke) nicht so richtig zum Zug. Hatte Trier im Hinspiel noch ein Feuerwerk an Dreipunktewürfen zum 107:93-Sieg am Berg Fidel getragen, so hatten die Baskets die Hausherren nun besser im Griff. Und das über die gesamte Spielzeit. Mit 25:18 führte das Harmsen-Team zwischenzeitlich, das war richtig gut, aber das knappe 27:24 für Münster nach dem ersten Viertel war – natürlich – noch keine Vorentscheidung.

Im zweiten Abschnitt wurde es eine wilde Partie mit vielen Einzelaktionen, hektischen Abschlüssen, es ging rauf und runter – und es blieb spannend über 29:33, 39:39 und 43:44. Die Baskets führten, hauchdünn, aber immerhin. Ging da was für den Aufsteiger?

2521 Zuschauer – Baskets wackeln nur kurz

Harmsens Schützlinge zogen nach Wiederanpfiff mal kurz davon, ein Sechs-Punkte-Pölsterchen (52:46), doch Trier blieb dran. Als der lange unscheinbare „Superwerfer“ Zeeb auf 63:60 für die Gastgeber stellte, da wackelte Münster kurz, aber als die Gladiators viel zu früh den letzten Angriff des dritten Viertels abschlossen, antwortete Darien Jackson mit einem Korbleger zum 62:63. Nichts war entschieden. Alles oder nichts in den letzten zehn Minuten.

Zahlen und Fakten

Bei Münster tauchten nun Adam Touray und Jasper Günther mit einigen guten Aktionen auf. Ballgewinne, erfolgreiche Abschlüssen – auch Cosmo Grühn pflügte durch die Verteidigung. Triers knapper Vorsprung wanderte so vier Minuten vor dem Ende zu Münster zurück (75:73). Das war nichts für schwache Nerven.

Seiferth trifft - Painter eben nicht

Eine Krux: Die Baskets verteidigten stark, die Baskets trafen aber zu selten, die Gladiators machten es so gesehen nicht besser. 79:79 gut 30 Sekunden vor dem Ende. Seiferth verwandelte dann zwei Freiwürfe zur 81:79-Führung, zehn Sekunden blieben Trier für einen letzten Angriff, vielleicht sogar zum Sieg. Doch Dylan Painter vergab, kein letzter Dreier, kein Trierer Comeback in letzter Sekunde – das war’s. Was für eine schöne Heimfahrt an einem Sonntag durch die verschneite Eifel und über die A 1. Echt nett.

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