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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Wahnsinn in Dresden: Baskets verlieren per Buzzerbeater

Münster/Dresden

Der Ball von Chase Adams war in der Luft, als die Verlängerung abgelaufen war – sein erfolgreicher Dreipunktewurf bescherte den Dresden Titans den 103:102 Sieg über die WWU Baskets nach Verlängerung vor 2398 Zuschauern.

Von Alexander Heflik

Meldete sich früh in der Partie mit einem krachenden Dunking an: Baskets-Akteur Adam Touray. Foto: Steffen Karwinski

Herzschlagfinale in Dresden, spannender kann Basketball, kann das letzte Spiel des Jahres nicht sein. Buzzerbeater – zum Sieg für die Dresden Titans. Wahnsinn. Mit dem letzten Dreierwurf der Partie siegten die Sachsen mit 103:102 nach Verlängerung. 40:40 zur Pause, 88:88 nach regulärer Spielzeit, und die WWU Baskets schienen bei einer 102:100-Führung und zwei Freiwürfen für den zuvor treffsicheren Hilmur Petersson 13 Sekunden vor Abpfiff auf der Siegerstraße. Doch die Nummer 11 der Baskets vergab gleich drei Versuche, im Gegenzug traf Chase Adams zum Sieg aus allergrößter Not. Die bitterste aller bitteren Niederlagen für das Team von Trainer Björn Harmsen. Keine Frage.

Das ließ sich gut an für die Gäste aus Münster. Das erste Viertel war eigentlich eine ganz klare Sache für die Baskets, 11:9, 21:11 und 24:16 führten die Harmsen-Schützlinge und hatten den letzten Angriff. Doch Japser Günter verlor den Ball, statt einer möglichen Zehn-Punkte-Führung hieß es „nur“ 24:18 für die Baskets.

Seiferth und Jackson stark

Das zeigte Wirkung, die Titans übernahmen kurzfristig die Regie auf dem Feld mit einem 10:0-Lauf zum 23:24. Doch Münster war aufmerksam und hatte mit Darien Jackson und Andreas Seiferth zwei herausragende Pfeiler im Spiel. Jackson mit elf Punkten und vier Rebounds und Seiferth mit bemerkenswerten zehn Zählern, neun Rebounds und vier Assists drückten auf Seiten der Münsteraner den Stempel vor der Pause auf. Bei einer 38:31-Führung schien Münster auf einem guten Weg, doch der Aufsteiger aus Sachsen wehrte sich mit Händen und Füßen – aber vor allem mit dem eingewechselten Georg Wilhelm Vogtmann. Zur Pause war nichts entschieden, keine Tendenz zu erkennen, im Duell der Aufsteiger hatten beiden Seite noch gute Karten in der Hand: 40:40.

Harmsens guter Plan

Und es blieb eine ganz enge Kiste, meist mit leichten Vorteilen für die Harmsen-Schützlinge, nur die Titans konnten immer wieder kontern und in allen kritischen Momenten wieder Anschluss herstellen. Münster führte mit 52:46, Dresden glich zum 55:55 aus, die Baskets setzten sich vage ab mit 59:55, die Titans glichen aus. Münsters 23:22 in diesem Viertel spiegelte die Kräfteverhältnisse wieder – es war durch und durch ausgeglichen, als Münster mit einem hauchdünnen 63:62 für das letzte Spielviertel vorstellig wurde. Harmsen hatte seine Spieler auf effektive Verteidigung eingeschworen, die besten Dreierschützen der Liga aus Dresden kamen nicht zum Zuge. Ging da wirklich was vor 2398 Zuschauern in der Margon-Arena?

Zahlen und Fakten:

Nun war es an der Auswahl aus Münster, ein kleines Comeback zu zeigen, weil Dresden mit 77:69 davonzuziehen drohte. Doch ein starker Cosmo Grühn traf plötzlich und die Baskets waren wieder im Geschäft. Noch fünf Minuten: 78:77 führte Dresden. Drei Minuten noch: 82:82.

88:82 reicht nicht zum Sieg

Keine 120 Sekunden auf der Uhr: Darien Jackson mit seinem fünften und Hilmur Petersson mit einem verwegenen Dreier sorgen für das 88:82 für Münster. Ein echter Basketball-Krimi in Dresden. Sechs Punkte in Folge – Verlängerung in der Margon-Arena.

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