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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Rekordtief: WWU Baskets scheitern gegen Paderborn auch an ihrer Offensive

Münster

Nur 54 Punkte in Nürnberg, mickrige 58 Punkte gegen die Uni Baskets Paderborn. Das Offensivspiel der WWU Baskets Münster läuft alles andere als rund – und so unterlag der Pro-A-Neuling am Samstag dann auch den Ostwestfalen mit 58:69.

Von Thomas Austermann

Hilmar Petursson und seine Teamkollegen Adam Touray (r.) und Connor Harding (h.) hatten gegen die Paderborner um den starken „Buzz“ Anthony (l.) Probleme in der Offensive. Foto: Jürgen Peperhowe

Drei Niederlagen am Stück verkraften müssen die WWU Baskets, die vorweihnachtlich am besten ihre Offensiv-Ebbe beheben, um nicht in die Bredouille zu geraten. Beim 58:69 (20:37) gegen die mannschaftlich deutlich besseren Uni Baskets Paderborn, quasi im Nachbarschaftsduell in der ­2. Bundesliga Pro A, sank Münsters Angriffsausbeute auf ein Rekordtief.

Dass 20 von 21 Freiwürfen verwandelt wurden von den an der Linie souveränen Gastgebern, besagt auch, dass ansonsten wenig Treffsicherheit vorhanden war. Nur 27 Prozent der Versuche aus dem Spiel heraus saßen (Paderborn: 42 Prozent) und die frühere Stärke mit Distanztreffern ist derzeit auch dahin. Connor Harding etwa ist hierin eigentlich ein Spezialist, traf schon in Nürnberg bei zehn Dreier-Versuchen kein einziges Mal und jetzt bei sieben genau einmal.

Mängel beim Herausspielen der Szenen

„Wir hatten unsere Ballgewinne, aber müssen dann auch in der folgenden Ballbewegung besser sein“, sagte Trainer Björn Harmsen, der den Gästen „als dem besseren Team“ den verdienten Erfolg attestierte. Mehrere Dutzend Paderborner Fans feierten in der von 2600 Zuschauern besuchten Halle Berg Fidel ausgiebig. Die hatten schon Spaß, als ihre Jungs schneller bei sich waren, als Münster in die Gänge kam. Obschon Thomas Reuter, 2019/20 noch in der ­Maspernhalle daheim, im zweiten Viertel endlich der erste Dreier gelang, liefen er und die Kollegen immer hinterher – 7:21 endete dieser Durchgang ganz furchtbar deutlich.

Coach Björn Harmsen und seine Baskets  verloren gegen Paderborn.  Foto: Jürgen Peperhowe

Harmsen sah entscheidende Mängel beim Herausspielen der Szenen. „Wir müssen die freien Leute finden, darin müssen wir uns schnell verbessern. Aktuell stecken wir ein bisschen im Loch, was die Offensive angeht.“ Paderborn zeigte zum Großteil eine beachtliche Qualität im Zusammenspiel, hatte die Ruhe weg, den klaren Plan durchzuziehen und war auch zur Reaktion fähig, als Münster 6:44 Minuten vor Schluss und zum ersten Mal nahe dran war mit 50:52. Da wurde auch durch den Regie führenden US-Aufbauspieler „Buzz“ Anthony (17 Punkte, sechs Assists) die Verantwortung effektiver verteilt, während im Aufgebot des Neulings gleich einige einen ganz schwachen Tag erwischten. Harmsen sieht auch „Unerfahrenheit“ als Grund für das Auf und Ab. „Aufsteiger sollten gerade am Saisonanfang punkten – später fällt das Überraschungsmoment weg. Es ist gut, dass wir bereits vier Siege haben“, sagte der 40-Jährige.

Die Wende schien möglich

Gekämpft wurde nach der Pause vehementer und in der Abwehr konzentrierter zugepackt. Als die drei Großen Andreas Seiferth, Adam Touray sowie Stefan Weß mit den „kleinen“ Harding und Hilmar Petursson eine gute Einheit bildeten, schien für einen Moment die Wende noch möglich. Doch der Schein trog. Ausnahmespieler Seiferth wurde jetzt unter dem Korb immer gesucht, bekam aber kaum gute Chancen, sondern vielmehr große Härte zu spüren und wurde gegen Attacken kaum geschützt von den Spielleitern.

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