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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Drähte bei den Baskets glühen: Wer bleibt? Wer geht? Wer kommt?

Münster

Seit dem Aufstieg 2018 in die 2. Bundesliga Pro B gehörten die WWU Baskets Münster zu den Teams, die sich im Umfeld der Spitze tummelten – und sich so Schritt für Schritt zu einem Aufstiegskandidaten gemausert hatten. Nach dem Erhalt der Wildcard für die Pro A aber wird den Baskets eine neue Rolle zugeteilt.

Von Henner Henning

Stefan Weß (r.), der am Mittwoch beim Tennis-Turnier in Halle fachkundiger Zaungast war, gehört zur aktuellen kleinen Trainingsgruppe der Baskets, die in der 2. Bundesliga Pro A in eine neue Rolle schlüpfen werden. Foto: Jürgen Peperhowe

Genau vor einer Woche hatten die WWU Baskets Münster und ihre Fans Gewissheit, in der kommenden Saison in der 2. Bundesliga Pro A zu spielen. Groß war die Aufregung vor der Entscheidung des zuständigen Entscheidungsgremiums, das letztlich den Standort Münster als geeignet und tauglich für die Zweitklassigkeit einstufte und durchwinkte

Ein überragendes Gefühl, endlich das Ziel erreicht zu haben, auf das der Verein mit Manager Helge Stuckenholz so lange hingearbeitet hat. „Ich bin schon sehr erleichtert, dort angekommen zu sein, wo wir hin wollten. Wir sind nun nicht mehr in dem Maße vom Quäntchen Glück abhängig, wie man es im Sport auch ist, wenn eine Verletzung oder ein schlechter Tag gleich ein weiteres Jahr Arbeit bedeuten können“, gesteht Stuckenholz.

Gespräche laufen, Duo steht vor Abschied

Apropos Arbeit: In den vergangenen Tagen herrschte vermeintlich Ruhe, Neuigkeiten gerade aus dem personellen Bereich gibt es bislang noch nicht. Doch Stillstand, das ist gewiss, gibt es bei den WWU Baskets nicht. Die Drähte glühen, Gespräche mit Spielern aus dem aktuellen Kader sowie mit potenziellen Neuzugängen laufen auf Hochtouren. Die Zeit der zweigleisigen Planung ist endgültig vorbei, schon in Kürze dürften erste Namen für den künftigen Pro-A-Kader verkündet werden.

Dass der Aufwand in der zweithöchsten Spielklasse für einen Spieler wie Kai Hänig zu hoch sein dürfte, dass Helge Wezorke nach dem Wechsel seiner Volleyball spielenden Ehefrau Barbara zum deutschen Meister Allianz MTV Stuttgart vor einem Abgang steht, sind keine großen Geheimnisse mehr rund um den Berg Fidel.

Mit zehn Akteuren „in der festen Rotation plus weiteren jungen Spielern aus den eigenen Reihen“ plant Coach Björn Harmsen, der mit einem Teil der aktuellen Mannschaft noch bis zum Monatsende trainiert – „um nach vier Wochen Pause das Grundniveau zu halten und ein bisschen den Rhythmus zu finden“.

Weß als Tennis-Fan in Halle

Adam Touray, Cosmo Grühn oder Stefan Weß, der am Mittwoch beim Tennisturnier in Halle aufmerksamer Beobachter der Stars wie dem Weltranglistenersten Daniil Medwedew oder Nick Kyrgios war, sind derzeit dabei. Nach dem freien Juli geht es dann Anfang August in die Vorbereitung auf die Saison, die am ersten Oktober-Wochenende startet.

Und auf was dürfen sich die Baskets dann einstellen? In der 18 Mannschaften starken Klasse, aus der zwei Teams absteigen werden, geht es für Münster in erster Linie um den Klassenerhalt. Die Unterschiede in den Budgets zwischen den Top-Clubs wie Bundesliga-Absteiger Gießen 46ers, den Tigers Tübingen oder Science City Jena und den Neulingen wie Münster, Dresden und Düsseldorf sind enorm, im unteren Mittelfeld aber sind die Abstände gering.

"Siege in Pro A kommen nicht von der Stange"

„Der nächste Schritt wird sein, hoffentlich wieder vor voller Hütte am Berg Fidel in der Pro A zu versuchen, ein paar Spiele zu gewinnen, vielleicht den Top-Teams der 2. Liga einmal ein Beinchen zu stellen und uns da langfristig zu etablieren“, sagt Stuckenholz, der nach der überragenden Hauptrunde in der Pro B mit 21:1 Siegen das Umfeld und sich schon einmal auf die neue Rolle – die Baskets sind nun nicht mehr das gejagte Top-Team, sondern der Herausforderer – einschwört.

„Was vor allem schön ist: dass in der Pro A Siege wieder einen deutlich höheren Wert und Genuss bei allen Beteiligten auslösen werden. Sie kommen nicht wie in den vergangenen Jahren gefühlt von der Stange, was nicht überheblich klingen soll, aber doch ein wenig Wahrheit in sich trägt“, betont der Manager.

Auf dem Papier sind die Baskets angekommen in der Pro A, sportlich wollen sie ihre Konkurrenzfähigkeit ab dem Herbst unter den Körben unter Beweis stellen. Die personellen Weichen werden dafür gerade gestellt, auf die Neuigkeiten sind alle im Umfeld gespannt.

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