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Basketball: 2. Bundesliga Pro B

„Kein Selbstläufer“: Baskets starten gegen Hanau in die Playoffs

Münster

Für die WWU Baskets beginnt am Samstag mit den Playoffs die heiße Phase der Saison. Erste Hürde auf dem Weg zum Aufstieg sind die White Wings Hanau. Münster ist klarer Favorit, Coach Björn Harmsen aber warnt.

Von Henner Henning

So sieht der Playoff-Baum aus – die Baskets wollen sich von links oben ins Zentrum vorarbeiten. Foto: Grafik: Lisa Stetzkamp

Es liegt was in der Luft: Die Nachfrage für Karten ist in den vergangenen Tagen gestiegen, die Sinne der Spieler sind geschärft. „Man merkt im Training einen großen Unterschied. Es geht mit mehr Intensität und Energie zur Sache“, sagt Coach Björn Harmsen.

Der Grund sind die Playoffs, die entscheidende Phase der Saison, in der die Aufstiegsfrage final geklärt wird. Und wenn die letzten Antworten gegeben werden, wollen die WWU Baskets Münster noch mitmischen. Dafür muss der Nordmeister der 2. Bundesliga Pro B zunächst im Achtelfinale die White Wings Hanau aus dem Weg räumen – und will am Samstag (19.30 Uhr) im ersten von drei möglichen Partien dafür Schritt eins machen.

Coach Harmsen sieht physische Vorteile

21 Siege bei nur einer Niederlage in der Hauptrunde lassen Münster im Duell des Nord-Ersten mit dem Süd-Achten zum klaren Favoriten werden. Da gibt es keine zwei Meinungen, zu groß waren die Ergebnisunterschiede. Und doch ist Vorsicht geboten gegen die White Wings. Die Hanauer, noch mit drei Siegen (gegen die Süd-Topteams Ulm und Koblenz sowie mit dem Last-Second-Erfolg per Buzzerbeater gegen Gießen) auf den Playoff-Zug aufgesprungen, kommen mit einer Menge Selbstvertrauen in die Halle Berg Fidel.

„Dazu haben sie keinen Druck und nichts zu verlieren. Ein Selbstläufer wird das nicht, da müssen wir von Beginn an dagegenhalten“, sagt Harmsen, der den Hessen um ihren Top-Scorer Dewrell „JD“ Tisdale einen „strukturierten Basketball“ attestiert. „Sie spielen defensiv wie offensiv viel aus dem Halbfeld. Aber das Tempo, das sie fahren, ist nicht allzu hoch, sie sind nicht überathletisch.“ Soll heißen: Physisch sieht der Coach Vorteile bei seinem Team, das sich über fehlendes Selbstbewusstsein nach der überragenden Hauptrunde nicht beschweren darf.

Die Brust ist breit, für die Playoffs sind die Baskets gerüstet. In den Auswärtspartien bei den Iserlohn Kangaroos und bei Lok Bernau überzeugte die Defensive, hielt die Gastgeber jeweils unter 70 Punkten (63 in Iserlohn, 66 in Bernau). Dass die Offensive noch nicht 100-prozentig auf Touren lief, ließ sich dank der starken Verteidigung verkraften – und Steigerungsmöglichkeiten muss es für die Münsteraner ja noch geben.

Gute Nachrichten von Adam Touray

An diesen arbeitete Trainer Harmsen unter der Woche fleißig und intensiv mit seiner Mannschaft, er ist mit den Trainingseinheiten „ganz zufrieden“. Einzig die Tatsache, dass der Bosnier Rijad Avdic mit einem Infekt pausieren musste und sein Einsatz am Samstag fraglich ist, störte die Vorbereitung. Dafür aber hat Kapitän Thomas Reuter seine Studienprüfung hinter sich, ist nach seiner Kurzauszeit in Bernau wieder dabei.

Und auch von Adam Touray gibt es gute Nachrichten. Ein MRT wies einen positiven Heilungsverlauf bei dem Center auf, der sich Anfang März den Mittelfuß gebrochen hatte. „Es sieht gut aus“, verriet Harmsen. So soll Touray in der nächsten Woche vorsichtig und ohne Kontakt ins Balltraining einsteigen, im Optimalfall dann in 14 Tagen wieder mit dem Team trainieren und „tendenziell für die zweite Playoff-Runde“ (Harmsen) ein Thema werden. Doch dafür müssen die Baskets erst einmal ihre Aufgabe gegen die White Wings lösen.

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