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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

Baskets-Coach Harmsen: Nur so wäre Sensationssieg in Tübingen möglich

Münster

Um beim Titelaspiranten Tübingen Tigers auf Augenhöhe mitzuspielen, müssen die WWU Baskets schon ordentlich hoch springen. Coach Björn Harmsen stapelt im Vorfeld allerdings erstmal tief. Am Mittwochabend sind Fans und Trainer schlauer.

Von Ansgar Griebel

Am Spielfeldrand kaum zu bändigen, in der Vorbereitung ganz entspannt: Baskets-Coach Björn Harmsen Foto: Jürgen Peperhowe

Am Spielfeldrand ist Björn Harmsen kaum zu bändigen, im Mannschaftsbus der WWU Baskets Münster gibt sich der Trainer tiefenentspannt. Am Sonntag rettete sein Team zwei wichtige Zähler gegen Science City Jena ins Ziel, am Montag durften seine Schützlinge die Füße hochlegen, am Dienstag machte sich das Team dann nach einer kurzen, aber intensiven Trainingseinheit auf den Weg nach Tübingen, wo am Mittwochabend (19.30 Uhr) das nächste Punktspiel bei den Tigers ansteht. Doch weder der angriffslustige Name des Gegners noch dessen exponierte Tabellenposition als Rangzweiter können den Baskets-Coach am Dienstag aus der Reserve locken. Dazu sind die Rollen am Mittwoch einfach zu eindeutig verteilt.

„Tübingen will in die erste Liga aufsteigen, wir kämpfen um den Klassenerhalt“, ordnet Harmsen ein, was seine Mannschaft in der Paul-Horn-Arena erwartet. Natürlich könne auch so ein Spiel gewonnen werden, dafür brauche es jedoch eine Menge Fantasie und ebenso viele „Wenns“. Als da wären: „Wenn bei uns alles passt, wenn sich keiner verletzt, wenn alles fällt – und wenn Tübingen einen ganz schlechten Tag hat, dann ...“ Dann, nur dann könnte der „Wenns“-Day mit einer kleinen Sensation enden.

Favoritenlast ist klar verteilt

Nicht auszuschließen, dass da ein wenig Zweckpessimismus beim Trainer mitspielt, dennoch ist die Favoritenlast klar verteilt. Dass Tübingen seine letzten beiden Partien verlor, mache weniger Hoffnung als vielmehr den Gegner noch gefährlicher. „Das wollen die unbedingt wieder richten“, so Harmsen. Mit Zachahary Selijaas (15,8), Mateo Seric (15,5), Erol Ersek (12,7) und Aatu Kivimäki (10,6) bieten die Tigers gleich vier Akteure auf die im Schnitt zweistellig punkten – und sind entsprechend schwer zu verteidigen. Augenhöhe sieht Harmsen da auf den ersten Blick noch nicht, ist aber bereit, sich mit seinem Team möglichst weit zu strecken.

„Wir haben bis jetzt sechs Spiele gewonnen, alle gegen Teams hinter uns oder knapp drüber. Damit können wir zufrieden sein“, so Harmsen, „Tübingen gehört nicht zu diesen Mannschaften.“ Als Favoritenschreck sieht er sein Team augenscheinlich nicht, dennoch werden die Baskets am Mittwochabend keine Punkte kampflos abgeben. Der jüngste Sieg gegen Jena habe Selbstvertrauen gegeben, zudem saß Connor Harding nach seinem kurzen Heimaturlaub am Dienstag wieder im Bus, könnte zumindest für einige Minuten Entlastung bringen. „Uns ist wichtig, dass sich keiner verletzt, wir haben danach ja auch nicht lange Pause“, gibt Harmsen ein vergleichbar bescheidenes Ziel aus – zumindest bei der tiefenentspannten Anfahrt, am Spielfeldrand dürfte das am Mittwoch schon wieder etwas anders aussehen.

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