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Basketball: 2. Bundesliga Pro A

„Zermürbt einen“: Baskets spüren die Belastung des Doppelspieltags

Münster

Die WWU Baskets Münster haben am Sonntag alles reingeworfen, hatten gekämpft und gerackert. Doch die Müdigkeit in Kopf und Beinen war stärker als der Wille. Das zweite Spiel binnen 46 Stunden haben sie nicht so gut verpackt wie die Artland Dragons.

Von Henner Henning

Oft kamen die Baskets, wie hier Darien Jackson gegen Dragons-Topscorer William Christmas, gegen Quakenbrück einen Schritt zu spät – und verloren folglich deutlich. Foto: Imago/Beautiful Sports

Jasper Günther, Cosmo Grühn, Thomas Reuter und Kapitän Andreas Seiferth hockten am Sonntagabend in der Artland-Arena an der Bande, gezeichnet von den Strapazen des Doppelspieltags in der 2. Bundesliga Pro A. Sie hatten mit ihren Teamkollegen der WWU Baskets Münster alles reingeworfen, was noch in ihren Tanks war, hatten alles probiert, hatten gekämpft und gerackert. Doch die Müdigkeit in Kopf und Beinen war stärker als der Wille der Baskets, die das zweite Spiel binnen 46 Stunden nicht so gut verpackt hatten wie die Artland Dragons. Das ohnehin körperlich starke Team aus Quakenbrück hatte deutlich mehr Reserven, war frischer – und kochte so den Pro-A-Neuling letztlich ungefährdet mit 78:68 ab.

Direkt in den ersten Angriffen war zu spüren, dass die Dragons mehr Power, mehr Energie hatten als die Baskets. Der Gastgeber diktierte das Tempo, setzte Münster unter beiden Brettern massiv unter Druck. „Wir haben versucht, das Spiel langsam zu machen. Sie haben versucht, es schnell zu machen und haben es geschafft. Sie sind gerannt und haben uns attackiert. So konnten wir unser Spiel nicht durchbringen“, sagte Coach Björn Harmsen.

Immer wieder probierte es der Gast, den früh auf zehn Punkte angewachsenen Rückstand (2:12/5.) zu verkleinern, kämpfte sich immer mal wieder heran. Mehr aber auch nicht. „Wir hatten Schwierigkeiten, ins Spiel zu kommen. Man hat uns die Müdigkeit schon angemerkt“, gestand Grühn. „Und wenn man dann immer einem Rückstand hinterherläuft, zermürbt das einen irgendwann schon.“ Zumal die Dragons immer dann, wenn Münster näher im Rückspiegel auftauchten, „immer zum richtigen Zeitpunkt die richtigen Antworten“ (Reuter) parat hatten.

Dragons sammelten 17 Rebounds mehr

Die Treffsicherheit etwa von Dragons-Topscorer William Christmas (20 Punkte) oder De’Vondre Perry (14) waren das eine Probleme der Baskets. Das andere war die eigene Offensive, die Quakenbrück nie zur Entfaltung kommen ließ. Giftig und mit ihren physischen Vorteilen verteidigten die Dragons, hatten, zwangen Münster oft zu Würfen mit Ablauf der Shotclock. „Quakenbrück hat viel Druck auf unseren Aufbau gemacht, so sind wir oft in Zeitprobleme gekommen“, sagte Harmsen, der auch die Dragons-Lufthoheit als einen Grund für die Niederlage heranzog. Zweite Chancen erhielt sein Team nur selten, 17 Rebounds mehr schnappte sich der frühere Bundesligist.

Den Stab über seine Schützlinge wollte Harmsen aber nicht nach der dritten Niederlage, schließlich ist die Bilanz nach sieben Partien noch positiv. „Da müssen wir die Kirche im Dorf lassen. Wir sind Aufsteiger, Quakenbrück ein ambitionierter Pro-A-Ligist.“ Und einer, der am Sonntag eben deutlich frischer war.

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