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Fußball: Regionalliga West

Auftakt zum dreiteiligen Endspurt für die Preußen in Oberhausen

Münster

Geht Preußen Münster zum Ende der Hinrunde die Puste aus? Oder liegt es doch an der Qualität der Gegner, dass die Adler zuletzt stark abreißen lassen mussten. Beides steht auch am Sonntagnachmittag bei RW Oberhausen im Traditionsduell auf dem Prüfstand.

Thomas Rellmann

Marcel Hoffmeier (l.) ist nach seinem Ausflug in die Innenverteidigung wieder vor der Abwehr vorgesehen. Foto: Jürgen Peperhowe

Eine intensive Jahresendrally steht Preußen Münster zum Finale ereignisreicher und doch teilweise sehr stiller zwölf Monate bevor. Sonntag bei RW Oberhausen, Mittwoch und Samstag dann Heimspiele gegen Alemannia Aachen und den FC Schalke 04 II – da kommt noch mal ein Kraftakt auf die zuletzt schwächelnden Adler zu.

Deshalb gab Trainer Sascha Hildmann seinem Team am Freitag frei, am Samstag steht das Abschlusstraining an. „Das musste vor der englischen Woche sein, die letzten Monate waren hart, jetzt nehmen wir noch mal Anlauf“, so der Coach. Zumal die Partie am Niederrhein (14 Uhr Anstoß) nach drei sieglosen Partien in Serie durchaus bedeutend ist, selbst wenn es für den SCP in dieser Saison weder um Auf- noch Abstieg geht.

Sascha Hildmann

Verworfen hat Hildmann, der seine Belastungssteuerung unter das Motto „Kräfte bündeln“ gestellt hat, den Gedanken, Simon Scherder und Julian Schauerte, die bisher keine Sekunde in 17 Spielen verpasst haben, eine Auszeit zu gönnen. „Beide sind gierig und wollen spielen“, sagt Hildmann. Der Niederländer Roshon van Eijma soll dennoch sein Debüt feiern – so muss Okan Erdogan weichen, mit dem der Trainer nicht zufrieden ist. „Er kann viel, viel mehr. Wir haben uns lange unterhalten, natürlich war er nicht begeistert, als ich gesagt habe, dass ihm die geistige Frische fehlt, er oft zu langsam reagiert und er sich strecken muss.“ An zu vielen Gegentreffern sei der Innenverteidiger direkt beteiligt.

Sicher scheint das Startelf-Comeback von Marcel Hoffmeier, der anders als Joshua Holtby („Bei ihm sind wir noch vorsichtig, vielleicht beginnt er gegen Aachen.“) nur wenig an Fitness verloren hat. „Er ist im Mittelfeld zurzeit wertvoller, hat dort eine gute Raumaufteilung, dribbelt stark an, läuft sich frei. Auch die Spieleröffnung ist top“, so Hildmann. Seine Analyse bezieht sich dabei in erster Linie auf die zweite Hälfte beim 1:2 gegen Gladbach II. „Die war besser, als man glaubt. Wir hatten sieben Chancen, viel mehr kannst du nicht machen.“ Wie schon beim 0:0 gegen Wegberg-Beeck mangelte es vor allem an der Verwertung. „Es schießt ja keiner mit Absicht vorbei oder den Torwart an. Aber unser Übergangsspiel war beide Male wirklich sehr ordentlich.“

Grodowski wackelt

Fraglich ist noch das Mitwirken von Joel Grodowski, der im Trainings-Zweikampf mit van Eijma eine Hüftprellung erlitten hat. Allerdings wäre seine Sprintstärke gerade gegen RWO hilfreich. „Wir brauchen Geschwindigkeit. Das ist eine sehr unbequeme, aggressive, gallige Truppe.“ Osman Atilgan (nach der gleichen Verletzung wieder fit) könnte Grodowski ersetzen. Weil Zweikampfhärte und Wucht gleichzeitig gefordert sind, darf auch Benedikt Zahn auf einen Verbleib in der Mannschaft hoffen. Allerdings gilt für beide Angreifer laut Hildmann: „Da ist viel Luft nach oben.“ Was aber nicht nur auf dieses Duo zutrifft.SCP: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder, van Eijma, Heidemann – Hoffmeier, Klann – Langlitz, Schwadorf, Atilgan – Remberg

Liveticker aus Oberhausen ab 13 Uhr:

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