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Fußball: Regionalliga West

Dedovic, Langlitz, Bindemann – Preußen machen Hildmann Freude

Düsseldorf

Das 18. Spiel ohne Niederlage nacheinander bestätigte, wie gut sich Preußen Münster inzwischen auf die speziellen Gegebenheiten der Regionalliga West eingestellt hat. Das 4:2 bei Fortuna Düsseldorf II hatte aber auch eine kurze Phase ohne Orientierung. Sie wurde schnell aufgearbeitet und abgehakt.

Thomas Rellmann

Da war der Ofen aus: Alexander Langlitz (r.) trifft zum 4:2. Foto: Jürgen Peperhowe

Es bleibt dabei. Die Verantwortlichen des SC Preußen halten Deniz Bindemann unter Verschluss. Keine Interviews, keine Statements, nicht zu viel Aufmerksamkeit. Das ändern auch nicht die Tore, die der 18-Jährige so schießt. Im Gegenteil. Nach dem 4:2 (3:1) der Münsteraner am Mittwochabend bei Fortuna Düsseldorf II, bei dem der Angreifer die drei Treffer vor der Pause erzielt hatte, huschte er flugs in die Kabine. Trainer Sascha Hildmann ließ sich immerhin entlocken, dass der A-Junior, der auch nächste Saison noch in der U 19 spielen darf, auch dann fest zum Profikader gehören wird, wenn der älteste Nachwuchs wieder in den Spielbetrieb einsteigt. Es wäre auch ein außergewöhnlicher Luxus, auf ihn zu verzichten bei sieben Toren in acht (Teilzeit-)Einsätzen.

Dedovic fasst zu

Das Nachholspiel brachte aber noch einen weiteren Helden in Reihen der Adler hervor. Marko Dedovic hielt beim Stand von 3:2 einen Elfmeter von Enrique Lofolomo. „Ich kann jetzt gut schlafen“, sagte er hinterher lachend. Im Training, wenn der Coach zur Challenge der Torhüter gegen den Rest bittet, bewies die Nummer zwei diese Qualität schon oft. Nun aber auch im Spiel. Dabei hatte er zuvor zwei Tore kassiert, an denen er wenig ändern konnte, und ansonsten nichts zu tun bekommen. „Das erste war einfach gut rausgespielt. Beim zweiten habe ich den Ball nicht gesehen und ihn dann irgendwie durch die Beine bekommen.“

Was ihn an dieser Bude ärgerte, war, dass sie in Überzahl (Platzverweis für Fortuna-Keeper Tim Wiesner kurz vor der Pause wegen Handspiels vor der Strafraumlinie) passierte. „Ich dachte, das kann nicht wahr sein. In Straelen ist uns das in der Hinrunde auch widerfahren. Große Fehler habe ich da nicht gemacht, aber wir werden beide Gegentreffer analysieren.“ Ehrgeizig ist der Vertreter des verletzten Max Schulze Niehues, dennoch wird er wieder ins zweite Glied treten, wenn der Stammtorwart seine Handverletzung auskuriert hat.

Jannik Borgmann

Mit dem gehaltenen Strafstoß fand der SCP nach ein paar fahrigen Minuten wieder zurück in die Partie, die er vorher und nachher deutlich dominierte. „Etwas Spielglück war dabei“, räumte Dedovic ein. Ein wenig bedröppelt schaute Jannik Borgmann drein, vier Tage zuvor noch der Held mit zwei Toren gegen Fortuna Köln. Er hatte vor dem 2:3 nicht gut ausgesehen gegen Vincent Schaub und denselben Gegenspieler dann auch vor dem Elfmeter zu Fall gebracht. „Das war sicher nicht ideal.“ Allerdings hatte er dabei den Ball gespielt, der Pfiff war demnach sehr fragwürdig. Zumindest war er auch Wegbereiter des 3:1.

Hildmann wollte wegen der kurzen Tiefschlafphase mal „ein Auge zudrücken“. Er hob lieber die große Spielfreude hervor und gerade die rechte Seite mit Julian Schauerte und Alexander Langlitz, der Münsters zweites und drittes Tor eingeleitet hatte, indem er den ebenfalls guten Gerrit Wegkamp in Szene setzte. „Das war richtig stark.“

Schnelle Entwicklung

Und was sagt der Coach zu Bindemann? Wie erwähnt, nicht viel. „Es tut einem Stürmer gut, wenn er dreimal trifft. Er ist Jahrgang 2003, das muss man sich mal vorstellen.“ Als der Youngster Ende 2020 ins Training der Regionalliga-Mannschaft einstieg, war er laut Trainer noch ein ganzes Stück hintendran. Wenn er sich in dem Tempo weiterentwickelt, werden die Preußen in der nächsten Saison viel Freude an ihm haben.

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