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Fußball: Regionalliga West

Der SC Preußen Münster gerät immer mehr unter Zugzwang

Münster

Viel Zeit bleibt dem SC Preußen Münster nicht, sich von der 2:2-Schlappe beim VfB Homberg zu erholen. Der Fußball-Regionalligist spielt am Freitag beim Bonner SC. Wie schon in den letzten Wochen hilft dem Team von Trainer Sascha Hildmann nur ein Sieg. Den fordert auch Sportchef Peter Niemeyer.

Von Alexander Heflik

Nächster Auftrag im Mittelfeld: Dominik Klann dürfte auch in Bonn erste Wahl sein. Foto: Jürgen Peperhowe

Vermutlich dürfte der Frust am trainingsfreien Montag beim SC Preußen Münster nicht verraucht gewesen sein. Dieses 2:2 beim VfB Homberg warf jedenfalls wieder eine Reihe von Fragen auf: Warum kassiert der hochgewettete SCP erneut zwei Gegentore nach Standardsituationen? Warum wirkt der SCP im ersten Spieldrittel mit Anpfiff nicht hundertprozentig vorbereitet? Warum haben etablierte Stammkräfte keine gute Form? Warum tritt Münster nicht mit dem Selbstbewusstsein einer Top-Elf auf?

„Ohne Emotionen“

„Wir werden das sachlich und ohne Emotionen analysieren“, stellte Sportchef Peter Niemeyer klar. Er ist überzeugt von der Qualität des Kaders, Verletztenmisere hin oder her. Denn: „Wir sind uns der Situation bewusst, auch nach dem Spiel gegen Homberg. Wir haben einen Anspruch an uns, wir haben uns Ziele gesetzt. Denen werden wir so nicht gerecht.“

In Homberg Punkte liegenzulassen, ist für eine ambitionierte Mannschaft wie die aus Münster nicht in Ordnung. Aber das 2:2 passt in das Muster der Partien gegen Rödinghausen (0:0) oder Ahlen (1:1). Längst ist allen klar, dass auch RW Essen, RW Oberhausen oder der Wuppertaler SV nicht wie das heiße Messer durch die Butter gleiten in dieser Regionalliga. Die Preußen sind, anders als in der Vorsaison, weiter im Rennen um den Platz an der Sonne.

Fixpunkt RW Oberhausen

Nur dafür muss die Mannschaft von Trainer Sascha Hildmann, nimmt man das Heimspiel gegen Oberhausen am 13. November als Fixpunkt, in den nächsten Wochen richtig abräumen. Es geht zum Bonner SC (Rang 16) am Freitag, dann kommt Schalke 04 II (Rang 13) und schließlich der SV Lippstadt (Rang 11). Das ist kein Aufwärmen für ein Verfolgerduell gegen Oberhausen, da geht es vielmehr um Pflichtsiege, damit die Titelambitionen unterfüttert werden. Die Partie in der 2. Runde im DFB-Pokal gegen Erstligist Hertha BSC am nächsten Dienstag ist in diesem Kanon ein Schaulaufen.

Hoffmeier kommt zurück

Personell könnte sich die Lage bei den Preußen etwas entspannen. Innenverteidiger Marcel Hoffmeier hat seine Gelb-Sperre in Homberg abgesessen, seine Rückkehr in die Abwehrreihe ist unumstößlich. Auch Offensivkraft Manuel Farrona-Pulido könnte in Bonn eine Alternative sein, gleiches gilt auch für den vorsichtshalber geschonten Luke Hemmerich. Hildmann hat damit wieder mehr Optionen – wenn keine neuen Verletzten dazukommen.

Seine Prognose, die der Coach nach Spielende in Homberg aussprach, soll dabei nur den Respekt vor dem nächsten Gegner ausdrücken, nicht aber die Wiederholung der schwachen Leistung ankündigen: „Das wird in Bonn nicht anders sein“, sagte er. Gemeint waren damit die miserablen Platzverhältnisse im Sportpark Nord, so wie zuletzt im Stadion Homberg.

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