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Fußball: Regionalliga, Test

Drei Standards ebnen den Weg zum klaren Sieg von Preußen Münster beim FCE Rheine

Rheine

Das Gastspiel bei den Sportfreunden aus Lotte kann kommen, die Preußen sind gerüstet. Am Samstag setzte sich der Regionalligist beim Oberligisten FCE Rheine mit 4:0 (2:0) durch. Nicolai Remberg (15.), Gerrit Wegkamp (41.), Robin Ziegele (71.) und Marvin Thiel (78.) trafen für ambitionierte Adlerjungs.

Von André Fischer

Preußens Rückkehrer Lukas Frenkert Foto: Sebastian Sanders

Stoßstange an Stoßstange reihen sich die Autos am Grünstreifen gegenüber der Tennisanlage am Bentlager Weg. Die Parkmöglichkeiten sind begrenzt. Von hier aus sind es fußläufig nur ein paar Meter bis zur OBI-Arena, der Heimspielstätte des Fußball-Oberligisten FCE Rheine. Die Preußen holen dann doch den einen oder anderen Fan vom Sofa – auch bei winterlichen vier Grad.

Immerhin 320 Vollzahler sehen den ungleichen Test an diesem Samstag. 4:0 (2:0) gewinnen die Gäste relativ unspektakulär. „Die Platzverhältnisse waren nicht einfach. Die Jungs haben das angenommen, die Dinge seriös und gut gelöst“, bilanziert Münsters Trainer Sascha Hildmann die 90 Minuten nüchtern. Seine Mannen scheinen gewappnet für das erste Meisterschaftsspiel im neuen Jahr bei den Sportfreunden aus Lotte. Am Autobahnkreuz werden die Verhältnisse nicht viel anders sein.

Rheine setzt auf viele Ex-Preußen

Peter Niemeyer, Preußens Sportchef, verfolgt das Geschehen warm eingepackt am Spielfeldrand. Und erfreut sich vor allem am spielfreudigen Rückkehrer Lukas Frenkert, der zusammen mit Tormann Max Schulze Niehues, Kapitän Julian Schauerte und Dominik Klann das Privileg genießt, durchspielen zu dürfen.

„Wir haben mit ihm eine starke physische Option mehr“, sagt der 38-Jährige. Er ist der letzte Preußen-Verantwortliche, der den Weg ins Rund findet. Fälschlicherweise lotst ihn sein Navi zunächst ins Jahnstadion – seit 2009 die Heimat der Rheine-Raptors-Footballer und lange die Spielstätte der Bundesligakickerinnen des FFC Heike Rheine.

Nicht so wild dieser Fauxpas, Niemeyer kommt pünktlich. Nimmt auf dem Spielberichtsbogen mit Marius Lackmann, Paul Dreesen, Adrian Knüver, Fabian Kerellaj und Timo Scherping gleich fünf FCE-Spieler wahr, die einst das Trikot des SCP trugen. Nicht verwerflich – und schon gar nicht entscheidend. Alle bleiben blass an diesem tristen Tag im Januar.

Wegkamp auf ungewohnter Position

Münsters Fußball-Lehrer Hildmann hat derweil ein paar Alternativen mehr. Dazu zählt auch Manfred Kwadwo, der nach der Pause wichtige Einsatzminuten sammelt. Zu diesem Zeitpunkt führen die Domstädter mit 2:0 nach Treffern von Nicolai Remberg (15.) und Gerrit Wegkamp (41.).

Preußens langer Mittelstürmer sieht sich mit einer eher ungewöhnlichen Rolle konfrontiert, spielt auf der Acht. „Wir haben ein paar Sachen umgestellt, mal was probiert“, klärt Hildmann auf. Läuft rund, der Regionalligist lässt nichts anbrennen, aber einiges liegen. Remberg, Bindemann und Frenkert sind frei durch, scheitern aber an Rheines bestem Mann, Torwart Nicholas Beermann.

Co Cordes ist für Standards verantwortlich

Nach dem Gang in die Kabinen ändert sich nichts, die Platzherren sind auf dem inzwischen gut gepflügten Acker oft in der Statistenrolle. Die eingewechselten Robin Ziegele (71.) und Marvin Thiel (78.) setzen die Schlusspunkte in einer Partie, die Mut macht für den Liga-Auftakt 2022. Zumal Münster dreimal nach Standards erfolgreich ist.

Die neue Stärke? Sehenswert vor allem das 2:0, als Henok Teklab nach einer einstudierten Freistoßvariante Frenkert bedient, der mit dem Kopf auf Wegkamp weiterleitet – und der hält seine harte Rübe hin. Auch ein Verdienst von Assistent Louis Cordes, wie Coach Hildmann verrät. Der hat das stundenlang trainieren lassen. Hut ab.

SC Preußen: Schulze Niehues – Schauerte, Scherder (62. Ziegele), Hoffmeier (62. Borgmann), Frenkert – Klann – Remberg (62. Di Pierro), Wegkamp (62. Holtby) – Teklab (62. Thiel), Bindemann (46. Dahlke), Deters (46. Kwadwo)

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