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Fußball: Regionalliga West

Essen rückt auf Platz eins – folgt der Preußen-Konter bei RWO?

Münster

Preußen Münster muss bei RW Oberhausen am Sonntag gewinnen, um die alleinige Tabellenführung in der Regionalliga West zurückzuerobern. Denn RW Essen gewann am Freitag bereits mit 3:0 bei SF Lotte – und schickte die Sportfreunde vor 2196 Zuschauern in den Oberliga-Abstieg.

Von Alexander Heflik

Gerrit Wegkamp trifft besonders gern gegen Oberhausen (hier beim Heimspiel im November 2021). Foto: Jürgen Peperhowe

Nicht unerwartet kam der Sieg von RW Essen am Freitag mit 3:0 (3:0) bei SF Lotte. RWE übernahm damit mit einem Zähler Vorsprung wieder die Tabellenführung und schickte die Sportfreunde endgültig in die fünftklassige Oberliga. Aber, und das ist entscheidend für den Anhang des SC Preußen, Münster kann am Sonntag im Auswärtsspiel bei RW Oberhausen die Dinge wieder richten. Mit einem Sieg ist der SCP wieder alleiniger Tabellenführer, bei einem Unentschieden würde Essen die Liga dank der um drei Treffer besseren Tordifferenz anführen. Na klar, auch der viertletzte Spieltag der Regionalliga West hat es in sich.

Oberhausen gegen Münster ist der Knaller zum Abschluss des 35. Spieltages. RWO hat seit zwölf Partien nicht mehr verloren, Münster seit neun Begegnungen nicht mehr. Oberhausens Coach Mike Terranova will erstmals und damit im achten Anlauf in dieser Saison gegen ein Topteam gewinnen. Das gelang weder gegen Münster im Hinspiel noch gegen Essen, Wuppertal oder Fortuna Köln. Oberhausen verkündete am Freitag, also keine 48 Stunden vor dem Gipfeltreffen im Niederrheinstadion, dass Torjäger Sven Kreyer (14 Tore) und Abwehrspieler Nico Klaß ihre Verträge verlängert hätten.

Große Unterstützung aus Münster

Der SCP wird in Oberhausen alles andere als ein Auswärtsspiel erleben. Bereits am Freitag waren 1600 Tickets für die Partie an den eigenen Anhang verkauft worden, den ganzen Samstag können noch Karten im Preußen-Shop in den Arkaden erworben werden. Und, anders als in Corona-Zeiten, wird auch eine Tageskasse öffnen. Die Bahn wird am Sonntag um 10.50 Uhr einen Entlastungszug einsetzen mit 1000 Plätzen. Vermutlich folgt wenige Minuten später noch ein weiterer Entlastungszug mit dann 600 Plätzen. Oberhausen rechnet mit bis zu 3000 Preußen-Fans. Und die wollen den erst sechsten Auswärtssieg seit 1960 erleben. Vier Siege in Meisterschaftspartien sowie ein Erfolg im DFB-Pokal-Rückspiel gelangen Münster lediglich. Wobei zu sagen ist, dass zwar in der Oberliga West (1948 bis 1963) fast Jahr für Jahr gegeneinander gespielt wurde, später oft viele Jahre keine West-Schlager stattfanden.

Nur fünf Preußen-Siege bei RWO

Man kann nicht sagen, dass der SC Preußen gerne bei RW Oberhausen antritt. Die Bilanz insgesamt ist negativ mit nur 13 Siegen in 51 Pflichtspielen. Gastspiele der Preußen endeten nur selten mit einem Sieg. Fünf Mal gewann Münster dort, zur Erinnerung:

  • 1960: In der Oberliga West siegt der SCP durch Treffer von Harald Beyer und Hermann Lulka mit 2:1 vor 11.000 Zuschauern.
  • 1967: In der Regionalliga West siegt Münster mit 4:2 bei RWO. Erwin Kostedde, Klaus Ackermann und Werner Anzill treffen, ein Oberhausener schießt zudem ins eigene Tor.
  • 1980: Friedhelm Schütte trifft für den SCP beim 1:0-Erfolg in Oberhausen.
  • 1988: Nach dem 1:1 im ersten Aufeinandertreffen in Münster folgte ein 2:0-Erfolg der Preußen im DFB-Pokal durch Treffer von Siggi Riemann und Jürgen Koop.
  • 2006: In der Regionalliga Nord siegt Münster mit 2:1 am drittletzten Spieltag – und steigt zwei Partien später doch in die Oberliga ab.

Das aktuelle RW Oberhausen von Trainer Mike Terranova würde gerne Hecht im Karpfenteich spielen und die Preußen verschlingen. Der SCP gewann in den beiden Regionalliga-Spielzeiten zwar stets gegen Oberhausen daheim, Gerrit Wegkamp trifft gerne gegen RWO. Im Niederrheinstadion gab es für Münster aber eine 0:2-Niederlage. Oberhausen ist für seine Comeback-Qualitäten bekannt. Schon 15 Mal war das Team in dieser Saison in Rückstand, drehte aber noch sechs Partien und holte in weiteren vier Begegnungen zumindest einen Punkt. RWO hat Offensivpower mit Sven Kreyer (14 Tore), Anton Heinz (12) sowie Topscorer Sheibou Oubeyapwa, der 18 Scorerpunkte (4 Tore) hat.

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