Fußball: Regionalliga

Ex-Profi Peter Niemeyer ein Kandidat für Preußen

Münster

Die Ungeduld wächst. Noch immer passiert nichts bei den Preußen. Die neue Wegmarke ist „Anfang nächster Woche“. Die wichtigen Entscheidungen sollen im Hintergrund aber längst getroffen oder vorbereitet sein.

Alexander Heflik

Profi a.D.: Der Ex-Herthaner Peter Niemeyer wird bei seinem letzten Club in Darmstadt verabschiedet Foto: imago-images

Das Warten geht also weiter, gut zwei Wochen nach dem Abstieg aus der 3. Liga lassen die beiden großen Personalentscheidungen bei Preußen Münster auf sich warten. Wobei die Weiterverpflichtung von Trainer Sascha Hildmann längst in trockenen Tüchern sein soll, auch Co-Trainer Louis Cordes wäre dann mit im Boot, es fehlt wenn überhaupt der Pinselstrich. Ungeklärt bleibt offiziell auch die Verpflichtung des Sportlichen Leiters. „Bild“ brachte Peter Niemeyer ins Spiel.

Das scheint sogar interessant zu sein, weil der 36 Jahre alte Ex-Profi, der unter anderem Kapitän bei Hertha BSC war und für Werder Bremen spielte, nun in Münster wohnt. Als Junior kickte Niemeyer für Teuto Riesenbeck und Borussia Emsdetten, über den Nachwuchsbereich von Twente Enschede fand er den Weg in den Profibereich, 100 Partien für den niederländischen Erstligisten folgten sowie 146 Bundesliga-Spiele und 57 Zweitliga-Begegnungen. Das nennt man wohl erstklassige Erfahrung. Zuletzt war Niemeyer „Head of Development“ in Enschede, Leiter der Nachwuchsabteilung und Co-Trainer unter Gonzalo Garcia Garcia. Niemeyer wollte am Mittwoch Kontakt zum SCP weder kommentieren noch dementieren.

Niewöhner gelassen

Das war im Übrigen die gleiche Aussage, die auch der Preußen-Geschäftsführer Bernhard Niewöhner tätigte. Er bleibe absolut gelassen, sagte er. Und: „Wir führen intensivste Verhandlungen und sind zur Minute recht gut vorbereitet. Es kann kurzfristig was werden.“ Jedoch meint er damit eher „Anfang nächster Woche“. Tatsächlich soll es im Hintergrund hektische Betriebsamkeit geben. Trainer, Co-Trainer und Sportlicher Leiter – wenn diese Positionen besetzt sind, dürften auch weitere Personalplanungen schnell gehen.

Gespräche mit Spielern lassen deshalb, laut Niewöhner, auch auf sich warten. „Das ist Sache der sportlichen Führung. Die, die mit abgestiegen sind, kennen unsere Situation ja auch. Den einen oder anderen kann man gebrauchen.“ Der SCP wird eine schlagkräftige und routinierte Achse auf die Beine stellen müssen, der Trainingsstart dürfte Anfang August realistisch sein. Die Preußen können sich Chancen auf eine Weiterverpflichtung bei Julian Schauerte, Ole Kittner Jan Löhmannsröben, Marco Königs und Torwart Max Schulze Niehues machen. Simon Scherder kokettiert zwar mit einem Vereinswechsel, doch da scheint das Tischtuch genauso wenig zerschnitten wie bei Angreifer Luca Schnellbacher (26 Jahre/33 Partien/10 Scorerpunkte).

Erdogan bleibt

Dass der SCP den umworbenen Defensivspezialisten Okan Erdogan (21 Jahre/32 Drittliga-Einsätze) aus einem für die Regionalliga gültigen Vertrag ziehen lässt, ist nahezu ausgeschlossen. Weitere sechs Akteure, darunter Joel Grodowski (22/15 Spiele/2 Scorerpunkte), haben ebenfalls laufende Verträge für die vierte Liga.

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