Fußball: Regionalliga West

Für Preußen-Sportchef Niemeyer schlägt Flexibilität Quantität

Münster

Mit Gianluca Przondziono steht ein weiterer Abgang bei den Preußen fest. Spannend ist vor allem, auf welche Spielertypen Sportchef Peter Niemeyer in der nächsten Saison setzen will. Bedarf besteht vor allem auf den Außenbahnen. Aber es gibt weitere Kandidaten, die den Club verlassen könnten.

Thomas Rellmann

Roshon van Eijma (r.) ist ein Wackelkandidat. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Preußen-Kader für die Saison 2021/22 wird kleiner ausfallen als der aktuelle. Darauf hat sich Sportchef Peter Niemeyer festgelegt. Etwa 22 Profis soll er umfassen, in der laufenden Serie hat der Regionalligist schon 27 Spieler eingesetzt. „Wenn wir ein eher schmales Aufgebot haben, ist Flexibilität umso wichtiger“, sagt der 37-Jährige. Diese ist bereits jetzt gegeben. Die taktische Grundordnung lässt sich fast beliebig anpassen, die allermeisten Akteure sind nicht auf eine Position festgelegt. „Wer variabel ist, ist für uns attraktiv.“

Weil die Vertragsverlängerung mit Simon Scherder unmittelbar bevorsteht, sind die zentralen Stellen fast alle belegt. „Aber auch hier könnten wir noch etwas machen, wenn sich was ergibt“, so Niemeyer. Seine Suche fokussiert sich im Augenblick klar auf die Außenbahnen. Gerade die linke Defensivseite ist vakant, weil Lukas Frenkert geht und Niklas Heidemanns Zukunft ungeklärt ist. Auch davor könnte der sich anbahnende Weggang von Joel Grodowski eine Lücke reißen, zumal Jules Schwadorf die ganze Saison mit verschiedenen Blessuren zu kämpfen hatte und auch vor seinem Wechsel nach Münster anfällig war. „Wir werden auf den Flügeln noch was machen“, so Niemeyer. „Unser Kader ist schon gut, aber wir wollen noch Qualität dazuholen.“ Wie viele Neuzugänge kommen, hängt auch davon ab, wer den SCP trotz Vertrags verlässt. „Es gibt einige Jungs, für die es darum geht, dass sie mehr spielen“, so der frühere Erstliga-Kicker.

Begrenzte Perspektiven

Dass die Perspektive von Benedikt Zahn oder Justin Möbius sehr begrenzt ist, ist bekannt. Fragezeichen umgeben auch auch noch andere mit Vertrag. Während Jannik Borgmann sich in den letzten Wochen überzeugend viele Anteile sicherte und bleiben soll, hat mit Roshon van Eijma ein anderer Innenverteidiger derzeit wenig Spielzeit. „Es ist schwer für ihn. Ich kann verstehen, wenn er unzufrieden ist“, so Niemeyer. Okan Erdogan, der erst im Herbst bis 2023 verlängerte, wirkt auch alles andere als glücklich mit seiner Jokerrolle. „Wir sind im Austausch, ich bin aber entspannt“, so der Sportdirektor. Gehen dürfte der 22-Jährige allerdings nur bei einer Ablöse.

  • Sicher ist bereits der Weggang von Gianluca Przondziono. Sein Vertrag wird aufgelöst, er wechselt zu Teutonia Ottensen in die Regionalliga Nord. Er kam nur auf neun Einsätze (377 Minuten). Letztmals spielte er Anfang Dezember.
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