Fußball: Regionalliga West

Grodowski fällt aus und wechselt nach Verl

Münster

Ungeschlagen ist der SC Preußen Münster in diesem Jahr, seit 17 Partien konnte keiner mehr das Team von Trainer Sascha Hildmann in der Regionalliga West bezwingen. Nun versucht sich am Mittwoch um 19.30 Uhr Fortuna Düsseldorf II an diesem schier unmöglichen Unterfangen. Der SCP steht dabei unter Strom.

Alexander Heflik

Schmerzhafter Abgang gegen Fortuna Köln: Oft wird Joel Grodwoski (l.) das Preußentrikot nicht mehr tragen. Der Stürmer wechselt im Sommer zum SC Verl. Foto: Jürgen Peperhowe

Der SC Preußen Münster hastet – unfreiwillig – durch den Rest der Saison. Es läuft die zweite englische Woche in Folge. Nach den Mai-Siegen über Lippstadt (4:0) und Fortuna Köln (3:1) folgt der Auswärts-Doppelpack bei Fortuna Düsseldorf II (Mittwoch, 19.30 Uhr) und beim FC Wegberg-Beeck am Samstag. Innehalten, durchatmen – alles nicht angesagt bei den Preußen. Denn in der Folge steht in einer Woche auch das prestigeträchtige Westfalenpokal-Halbfinale bei Drittligist SC Verl (19. Mai) an.

Eine Partie, bei der Joel Grodowski wegen seiner gegen Fortuna Köln erlittenen Zerrung wohl noch passen muss – was dem jungen Offensivmann aber auch mögliche Gewissenskonflikte erspart. Seit Dienstag steht fest, dass der 23-Jährige in der kommenden Spielzeit in und für Verl in Liga drei auflaufen wird. Schon seit Wochen zeichnete sich ab, dass der SCP seinen manchmal ungestümen, aber immer für den Gegner unberechenbaren Stürmer wohl nicht würde halten können.

Trainer Sascha Hildmann nimmt aber auch diese Nachricht mit Fassung. Schocken kann den 49-Jährigen in dieser Spielzeit ohnehin nichts mehr. Seine Konzentration gilt dem Rest der laufenden Spielzeit und dabei unverdrossen immer vor allem dem nächsten Spiel, das einmal mehr auch unter dem Corona-Diktat steht.

Ausnahmegenehmigung

„Denkt vor allem an die Ausnahmegenehmigung“, briefte  SCP-Trainer Sascha Hildmann die kleine Journalisten-Schar, als er die letzten Neuigkeiten aus seinem Team kundtat. Die Partie in Düsseldorf wird erst um 19.30 Uhr angepfiffen, die Rückfahrt findet unter pandemischen Aspekten während der Sperrstunde statt.

Gegner: Düsseldorf II

Einen Lauf hat Fortuna Düsseldorf II gerade nicht, gewann nur eines der letzten fünf Spiele. Trainer Nicolas Michaty kann als Tabellensechster aber eigentlich sehr zufrieden sein mit dem Saisonverlauf. Michaty setzte bislang 34 Spieler ein, darunter insgesamt vier – bemerkenswert – Torhüter. Erfolgreichster Stürmer ist Steffen Meuer mit 14 Treffern. Auf ihn hatte SCP-Coach Sascha Hildmann vor der Saison ein Auge geworfen. Er kam von SF Eisbachtal an den Rhein, sein Vertrag läuft im Sommer aus.

Vorsicht ist für die Preußen allerdings auch auf dem Feld geboten. Der Tabellensechste aus Düsseldorf gehört zur gehobenen Klasse in der Regionalliga, auch wenn zuletzt nicht alles rund lief für die Fortuna. „Hohes Anlaufen, gute Spielanlage“, sagt Hildmann mit zwei Schlagwörtern zur preußischen Spielanlage, und sieht beim Gegner vom Rhein vergleichbare Attribute. Es wird nicht einfach werden, in Düsseldorf am Flinger Broich zu gewinnen, aber Münster will natürlich den 18. Serienteil fortschreiben in der Geschichte „Wir sind ungeschlagen 2021“.

Dedovic erste Wahl

In Düsseldorf wird für den  angeschlagenen Stammkeeper Maximilian Schulze-Niehues Marko Dedovic seinen vierten Startelfeinsatz feiern. Neben Joel Grodowski fallen auch Okan Erdogan  und  Jules Schwadorf aus.

  • Münster: Dedovic – Hoffmeier, Scherder, Borgmann – Schauerte, Klann, Remberg, Heidemann – Holtby – Wegkamp, Bindemann.

Liveticker (ab 19 Uhr):

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