Fußball: Regionalliga West

Joel Grodowski verlässt Preußen Münster

Münster

Ungeschlagen ist der SC Preußen Münster in diesem Jahr, seit 17 Partien konnte keiner mehr das Team von Trainer Sascha Hildmann in der Regionalliga West bezwingen. Nun versucht sich am Mittwoch um 19.30 Uhr Fortuna Düsseldorf II an diesem schier unmöglichen Unterfangen. Der SCP steht dabei unter Strom.

Alexander Heflik

Feste und unverrückbare Größe in der SCP-Abwehr: Marcel Hoffmeier (links), hier im Zweikampf mit Kölns Hamza Salman Foto: Jürgen Peperhowe

Der SC Preußen Münster hastet – unfreiwillig – durch den Rest der Saison. Englische Wochen in Folge stehen an, nun ist die zweite bereits angebrochen. Nach den Mai-Siegen über Lippstadt (4:0) und Fortuna Köln (3:1) folgt der Auswärts-Doppelpack bei Fortuna Düsseldorf II (Mittwoch, 19.30 Uhr) und beim FC Wegberg-Beeck am Samstag. Innehalten, durchatmen, voll trainieren – alles nicht angesagt für die Preußen in diesen Tagen. Der Coach muss improvisieren. Denn in der Folge steht in nicht einmal zehn Tagen auch das prestigeträchtige Westfalenpokal-Halbfinale bei Drittligist SC Verl (19. Mai) an. Und so weiter, und so fort.

Ausnahmegenehmigung

„Denkt vor allem an die Ausnahmegenehmigung“, briefte SCP-Trainer Sascha Hildmann die kleine Journalisten-Schar, als er die letzten Neuigkeiten aus seinem Team kundtat. Die Partie in Düsseldorf wird erst um 19.30 Uhr angepfiffen, die Rückfahrt findet unter pandemischen Aspekten während der Sperrstunde statt.

Gegner: Düsseldorf II

Einen Lauf hat Fortuna Düsseldorf II gerade nicht, gewann nur eines der letzten fünf Spiele. Trainer Nicolas Michaty kann als Tabellensechster aber eigentlich sehr zufrieden sein mit dem Saisonverlauf. Michaty setzte bislang 34 Spieler ein, darunter insgesamt vier – bemerkenswert – Torhüter. Erfolgreichster Stürmer ist Steffen Meuer mit 14 Treffern. Auf ihn hatte SCP-Coach Sascha Hildmann vor der Saison ein Auge geworfen. Er kam von SF Eisbachtal an den Rhein, sein Vertrag läuft im Sommer aus.

Vorsicht ist für die Preußen allerdings auch auf dem Feld geboten. Der Tabellensechste aus Düsseldorf gehört zur gehobenen Klasse in der Regionalliga, auch wenn zuletzt nicht alles rund lief für die Fortuna. „Hohes Anlaufen, gute Spielanlage“, sagt Hildmann mit zwei Schlagwörtern zur preußischen Spielanlage, und sieht beim Gegner vom Rhein vergleichbare Attribute. Es wird nicht einfach werden, in Düsseldorf am Flinger Broich zu gewinnen, aber Münster will natürlich den 18. Serienteil fortschreiben in der Geschichte „Wir sind ungeschlagen 2021“.

Dedovic erste Wahl

Wobei der SCP weiterhin auf Schlussmann Max Schulze Niehues verzichten muss. Marko Dedovic bleibt deshalb erste Wahl. Er, der 2014 im Sportinternat aus Wilhelmshaven kommend andockte, kassierte bislang nur alle 270 Minuten ein Gegentor. Drei Regionalliga-Einsätze dauert nun seine Karriere an, nur gegen Köln musste er hinter sich greifen. Sein Vertrag läuft im Sommer aus. Die Verletzung von Schulze Niehues bringt ihn erst in die Lage, seine Qualitäten zu zeigen.

Grodowski fehlt

Mit Joel Grodowski, der mit einer Zerrung wohl eine gute Woche pausieren muss, und Okan Erdogan fallen zwei weitere Spieler aus. Hildmann geht bei ihnen kein Risiko ein, bis zu sieben Pflichtspiele können noch bis zum Saisonende am 5. Juni folgen. Zudem: Jules Schwadorf befindet sich im Aufbautraining bereits für die neue Saison und wird im Spielbetrieb aktuell nicht mehr eingeplant.

  • Münster:
  • Dedovic – Hoffmeier, Scherder, Borgmann – Schauerte, Klann, Remberg, Heidemann – Holtby – Wegkamp, Bindemann.

Liveticker (ab 19 Uhr):

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